Referat / Schulaufsatz, 2000, 8 Seiten
Autor: Theresa Steglich
Fach: Astronomie
Details
Jahr: 2000
Seiten: 8
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-95839-4
Dateigröße: 104 KB
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Volltext (computergeneriert)
Autorin: Theresa Steglich
Lage
- innerer Planet (Mars und Jupiter bilden Grenze zwischen innere und äußere Planeten)
- niedriger Planet, d.h. sind der Sonne näher als die Erde
- hellstes Objekt am Himmel (außer Mond und Sonne)
- 2. Planet von der Sonne aus gesehen
Geschichte
- Venus ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt
- benaant nach der römischen Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit (Liebesgöttin Aphrodite)
- röm. Göttin stand mit ihrem Namen Pate für diesen Planeten
- bekam Namen wahrscheinlich deshalb, weil sie der hellste, im Altertum bekanntester Planet am Himmelskörper war (mit wenigen Ausnahmen bekamen Oberflächenmerkmale der Venus weibl. Namen)
Eigenschaften
- Venus ist kugelförmigster Planet
- nach Sonnenaufgang = Morgenstern
- nach Sonnenuntergang = Abendstern
- Morgenstern steht im Sternzeichen Stier
Abendstern steht im Sternzeichen Waage
|
Äquatorialdurchmesser |
12104 km |
|
Masse |
4,87* 10^24 kg (Erdmassen: 0,056 AE) |
|
Mittlere Dichte |
5,2 g* cm-³ |
|
Anzahl von Monden |
0 |
|
Oberflächentemperatur |
482°C |
|
Rotationsdauer |
243 (rückläufig) |
|
Mittlere Bahngeschwindigkeit |
35,02 km pro s |
|
Entfernung von der Sonne |
Aphel: 108,9 Mio. km Perihel:107,5 Mio. km |
|
Umlaufzeit um die Sonne |
225 Tage |
Beobachtungen
- Sonden
- Radarteleskope (das erste war in Puerto Rico, welches Venus beobachtet hat)
- mit bloßem Auge: Wann kann man sie beobachten?
-am Abend oder Morgen im Licht der Dämmerung, falls Venus noch nahe bei der Sonne steht, ansonsten auch am nächtlichen Himmel
In wlche Richtung soll man den Blick richten?
-gegen jenen Punkt, in dem Sonne untergegangen oder im Aufgehen ist, wo das Licht der Dämmerung zu sehen ist
Mit welchen Instrument kann man sie bereits erkennen?
-mit freien Auge sichtbar, da sie außergewöhnlich hell ist
Was kann man mit welcher Vergrößerung beobachten?
-ein zehnfaches vergrößerndes Fernglas zeigt die Phasen
-leistungsstarke Teleskope können auch Zacken der Sichel oder die Sichelspitzen zeigen
|
Beobachtungen im Jahr 2000 |
Morgenstern |
Abendstern |
|
Januar bis März |
August bis Dezember |
Oberfläche
- Oberfläche wurde mit Radar-Teleskopschüssel in Puerto-Rico erstmals untersucht
Heute auch von Radarbeobachtungen von 4 Sonden (Pioneer Venus, Vebera 15, Venera 16, Magellan u.a.)
- glatter als Erde
- bis zu 2/3 von einer sanft gewellten Ebene gedeckt
- Oberfläche weist Höhenunterschied von 13km auf
- Höhenlagen ab 1,5 km bedecken 8% der Oberfläche
Einteilung Tiefebene 20%
wellige Hügelländer 70%
Hochländer 10%
Hochländer: im Norden Istar Terra; einschließlich höchsten Berg der Venus
Maxwell Montes mit 1,6km (Gebiege ist so groß wie Australien)
im Äquatorbereich Aphrodita Terra; Ausdehnung: 3200km* 9800km
flächenmäßig größtes Hochland)
- Schidvulkane bilden Hochebene Bet Regio mit 4-5km hohen Rhea Mons und Theira Mons
- größte Tiefebene: Atlanta Platin (nördl. von Aphrodita Terra); ist etwa kreisförmig könnte Einschlagkrater sein
- kleinere Krater auf Venus - kleinere Meteoriten scheinen in Dichter Atmosphäre zu verglühen, bevor sie auf Oberfläche treffen
- Krater scheinen in Bündeln aufzutreten, was darauf hindeutet, dass Meteoriten normalerweise in der Atmosphäre zerbrechen
- ältestes Terrain scheint 800 Mio. Jahre alt zu sein
- umfangreicher Vulkanismus zu jener Zeit, löschte ältere Oberflächeaus, inklusive aller größeren Krater in der Frühgeschichte der Venus
- Venus besitzt junge Oberfläche
- Anzeichen für Plattentktonik wie auf Erde sind nicht vorhanden
- Venus war/ist sehr vulkanisch aktiv
- Lämgster Kanal: etwa 1800m breit und 7000km lang (damit länger als Nil)
- Venus hat felsige Oberfläche
Wasser
- Venus hatte möglicherweise wie Erde große Mengen Wasser, aber es wurde vollständigverdunsted (Treibhauseffekt)
- Planet ist nicht vollkommen trocken
- Erde hätte dasselbe Schicksal, wenn sie näher an Sonne wäre
Atmosphäre
- dichte, treibhauswirkende Atmosphäre und stak reflektierende Wolken
- dichte Atmosphäre verursacht unkontrollierbaren Treibhauseefekt
- Treibhauseffekt heizt Oberfläche auf über 400°C auf (heiß genug um Blei schmelzen zu können)
Bestandteile: Kohlendioxid 96%
Stickstoff 3,5%
Wasserdampf 0,14%
mit Spurenanteilen von Schwefeldioxid,
Sauerstoff,
Helium,
Neon,
Argon,
Krypton
Venuswolken
- Bildung durch Einwirkung des Sonnenlichts auf in der Atmosphäre vorhandene Substanzen (z.B. Kohlendioxid, Schwefelverbindungen ubd Wassedampf)
- -Venus wird von Wolkenhülle umgeben; Wolkenuntergenze: 50km Höhe
Wolkenobergrenze: 76km Höhe
- durchschnittliche Temp. Dieser Schicht beträgt etwa –20°C
- in ihr wurde großer Anteil von Schwefelsäurepartikel nachgewiesen
- Kohlendioxid, atmosphärischer Wasserdampf und feste, flüssige Schwefelsäurepartikel bewirken aufheizen der Venusoberfläche (Treibhauseffekt)
- Verdecken vollständigen Blick auf Venusoberfläche
- Forschung beschränkte sich gewisse Zeit auf Atmosphäre (durch Wolken kann man nicht schauen)
- Venuswolken bewegen sich am Äquator mit 10km/s (von Sonde Mariner 10 gemessen)
- Es wurden viele Theorien formuliert um Ursache der starken Winde zu erklären, die Venus bewegen
- Phänomen ist merkwürdig: -Planet benötigt 8 Monate um sich um eigenen Achse zu drehen
-Wolken beenden in 4 Tagen ganze Umdrehung um Planeten
- 1926 entdeckte man schwache Spuren auf oberen Wolkenschicht
- 1973 exakte Bilder (enthüllen folgende wichtige Merkmale):
Äquatorregion: -in dieser entstehen beachtlich breite Bänder, die sich spiralförmig in Richtung der höheren Breiten bewegen
Polringe: -Ring, der Südpol umgibt, ist wahrscheinlich die bedeutendste und stabilste Gestalt, die man in Polregionen feststellen konnte
-wichtige Anzeichen, dass auf Nordhalbkugel auch Polring ist, Mariner 10 überflog dieses Gebiet nicht® nicht fotografiert
- spiralförmige Bänder stellen charakteristische Strukturen der Wolkendecke auf Planet dar
Rotation- eine Besonderheit?
- Rotation der Venus ist ungewöhnlich, weil 1.sehr langsam (Venustag dauert 243 Erdtage)
2. rotiert retrograd, d.h. entgegengesetzt der
Erdrotation
- Umlaufzeit und Rotationszeit der Venus stimmen mit Erde so überein, dass immer die gleiche Venusseite zur Erde zeigt, wenn sie sich am nächsten sind
- Ob es sich hierbei um Auswirkungen oder Zufall handelt, ist nicht bekannt
Phasen
- zeigt Phasen wie Mond (Sichelmond, Neumond, Vollmond)
- niedrige Planeten zeigen von der Erde aus gesehen Phasen wie Mond und Merkur
Schwesterplanet der Erde?
- wird noch manchmal als Schwesterplanet der Erde bezeichnet
- Begründung: -Venus ist nur unwesentlich kleiner als Erde
-haben beide wenig Krater® Hinweis auf junge Oberflächen
-Dichte und chem. Zusammensetzung sind ähnlich
- wegen Ähnlichkeiten dachte man, dass unter dichten Wolken die Venus sehr erdähnlich ist und sogar Leben beherbergt
- genauere Studien brachten ans Tageslicht, dass sich Planten in mancher Hinsicht radikal unterscheiden
innerer Aufbau: Kern
Mantel
Kruste
- Eisenkern von ca. 6000m Durchmesser (Kern)
- geschmolzener Felsmantel, der Großteil von Plneten umfasst
- neue Ergebnisse der Gravitationsdaten von Magellan (Sonde) zeigen, dass Kruste stärker ist als bisher angenommen
Offene Punkte
- es gibt einige Anzeichen für Ausdehnung und Aufspaltung an der Venusoberfläche und kürzliche Lavaflüsse, ABER: keine Anzeichen für Plattentektonik. Ist das das Resultat der höheren Oberflächentemperatur?
- Treibhaseffekt ist wegen dichten Kohlendioxidatmosphäre auf Venus wesentlich stärker als auf Erde. Aber warum hat sich die Venus derartig unterschiedlich zur Erde entwickelt?
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11.04.2008 14:47:18
01.11.2008 13:18:11