Anbaugebiete des schwarzen Tees
Neben der sorgfältigen Lagerung und der Verarbeitung hängt die Qualität des Tees zu einem
großen Prozentsatz auch von seinem Anbaugebiet (Boden, Klima) ab. Von Jahrgang zu
Jahrgang kann die Güte des Tees verschieden sein.
80% der Teeproduktion der Welt wird von Indien und Sri Lanka (früher Ceylon) abgedeckt.
Darjeeling: -Name einer kleinen Stadt im Norden Indiens
Assam: -größtes zusammenhängendes Teeanbaugebiet der Welt
-liegt in der indischen Hochebene
-ist besonders schwer (kräftiges und würziges Aroma mit angenehmem Nachgeschmack)
-der Aufguß hat eine besonders dunkle Farbe
Ceylon: -Anbaugebiet in Sri Lanka
-die besten Tees wachsen in einer Höhenlage von 1500-2000 Meter -hat einen herben Geschmack
-die Farbe des Aufgusses liegt zwischen der von Ceylon und Assam medium Teas = Tee aus mittlerer Höhenlage low grown Teas = Anbaugebiet reicht hinunter bis auf Höhe der Reisanbaugebiete
Teeaufbereitungsmethoden von schwarzem Tee
1. Orthodoxe Methode Welken
Nach dem Pflücken werden die Teeblätter zum Welken in dünnen Schichten auf Trockengestellen ausgebreitet (auch die Verwendung von Gebläse-Welk-Anlagen ist möglich). Ca. 30% der Feuchtigkeit wird den Blättern entzogen, sie werden geschmeidig. Rollen
Die Blätter werden unter leichtem Druck zerschnitten und zerquetscht. Der Zellsaft reagiert mit dem Sauerstoff aus der Luft und die für das Teearoma typischen ätherischen Öle entwickeln sich. Die Fermentation beginnt. Der Vorgang dauert ca. 30 Minuten und kann bis zu 2 mal wiederholt werden. Die Teeblätter färben sich dunkelgrün.
Jetzt erfolgt die Aussiebung in einer Rüttel-Sieb-Maschine. Die feinsten Blätter (First Dhool, ca. 50%) werden ausgesiebt und dem Fermentationsprozeß zugeführt. Die übrigen Blätter werden erneut 30 Minuten gerollt. Danach erfolgt die nächste Aussiebung. Man erhält den Second Dhool (ca. 30%), nach der nächsten Aussiebung den Third Dhool (ca.15%) bzw. das Grobe Blatt (ca. 5%).
Beim Prozeß des Rollens werden die Grundbausteine für die Festlegung der späteren Blattgrade des Tees gelegt. Fermentation
Dieser Prozeß ist ein Oxydations- und Gärungsprozeß des austretenden Zellsaftes. Die Teeblätter werden in einer großen Wanne ca. 10 cm hoch ausgelegt und befeuchtet. Nach 2-3
Stunden färben sich die Blätter kupferrot. Die Qualität des fertigen Tees hängt zu einem großen Teil von der richtigen Fermentation ab.
Trocknen
Auf dem Höhepunkt der Fermentation beginnt der Prozeß der Trocknung. Die Teeblätter werden 20 Minuten in beheizbaren Etagentrocknern auf einem Laufband durch Heißluft bei ca. 85-88 Grad getrocknet. Nachdem dem Blatt die restliche Feuchtigkeit entzogen wurde, färbt es sich schwarz.
Sortieren/Sieben
Der Rohtee wird über Schüttelsiebe geführt und nach verschiedenen Blattgraden getrennt.
2. CTC-Methode
Mehr als 50% der Weltproduktion an Tee wird nach dieser Methode hergestellt.
Es wird zunächst wie bei der oben beschriebenen Orthodoxen Methode verfahren. Der Vorgang des Rollens dauert aber nur 30 Minuten. Danach wird der Tee in der CTC-Maschine, die aus gegeneinanderlaufenden Walzen besteht, zerkleinert (CTC= Crushing, Tearing, Curling). Es entsteht ein Brei aus dem Blattfleisch des Tees. Jetzt wird fermentiert. Bei dieser Methode wird das Blatt weitgehend zerstört. Es entstehen hier nur kleine Blattgrade.
3. LTP-Methode
Die Funktionsweise ist ähnlich der der CTC-Methode. Jedoch besteht die Maschine aus rotierenden Messern. Auch hier entstehen nur kleine Blattgrade (Ausbeute ca. 70% Fannings-und 20% Dustgrade). Der hier hergestellte Tee findet in der Aufgußbeutelherstellung Verwendung.
Blattgrade
Die Blattgrade eines Tees beschreiben die Größe des mechanisch gebrochenen Blattes, nicht die Qualität eines Tees.
Beispiele:
Große Blattgrade: Orange Pekoe (Blatt-Tee); Broken Pekoe Souchong (gebrochener kleinblättriger Tee)
Kleine Blattgrade: Fannings (Fngs.; feiner kleinstblättriger Tee); Dust (kleinste und letzte Aussiebung)
Off-Grade: Blattgrade, die nicht den normalen Größen zuzuordnen sind.
Grüner Tee
Der grüne Tee stammt von derselben Pflanze wie der schwarze Tee. Die Teeblätter wurden während des Herstellungsprozesses jedoch nicht fermentiert. Die im Tee befindlichen Enzyme und Teefermente werden durch starke Dampferhitzung zerstört. Die Teeblätter behalten ihre olivgrüne Farbe.
Die Teeblätter werden nach dem Welken und Dampfen leicht gerollt und gleich danach getrocknet. Der grüne Tee besitzt, nicht wie der schwarze Tee einen rauchigen, sondern eher einen herben Geschmack.
Oolong Tee
Oolong Tee ist halbfermentierter Tee. Das Mittelstück des Blattes wird beim Fermentationsprozeß noch nicht erfaßt. In der Pfannenröstung wird die Fermentation dann gestoppt. Der Oolong Tee hat einen malzigen Geschmack.
Herstellungsschritte im Vergleich
Diese Tees enthalten Zusätze wie z.B. Blüten, Schalen, Gewürze (Vanille, Ingwer). Verwendet werden dürfen nur natürliche oder naturidentische Aromastoffe. "Earl Grey" ist einer der bekanntesten Tees dieser Kategorie.
Inhaltsstoffe von schwarzem Tee
8-20 % Gerbstoffe (Tannin), 10% Zellulose, 1,5 - 4% Koffein (Tein), 1,5% Fettstoffe Vitamine (Ascorbinsäure, Riboflavin, Nikotinsäure), Spurenelemente (Fluor), ätherische Öle, Aminosäuren (Asparagin, Glutaminsäure, Glykokoll).
Das Koffein im Tee hat eine belebende Wirkung. Im Unterschied zum Kaffee wirkt es jedoch nicht direkt auf das Herz- Kreislaufsystem. Die Gerbstoffe bremsen die Wirkung des Koffeins und sind für die beruhigende Wirkung des Tees zuständig. Je nach der Ziehdauer des Tees überwiegt die eine oder die andere Wirkung. Hinweise zur Zubereitung von schwarzem Tee
Man sollte 1 Teelöffel/1 Aufgußbeutel pro Tasse/Glas verwenden. Teekannen sollten aus Glas oder Porzellan bestehen und selten mit Spülmittel gereinigt werden. Das Wasser sollte beim Übergießen des Tees kochen. Die Benutzung eines Teesiebes ist nicht günstig.
Die Ziehdauer des Tees beträgt ca. 4 - höchstens 5 Minuten. Das im Tee befindliche Tein löst sich in 3-4 Minuten vollständig. Danach gehen überwiegend die Gerbstoffe in Lösung.
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Literatur:
Getränke Fachgroßhandel, Nr.1 Jan. 1997. Verlag W. Sachon.
Grössler, H.: Tee für Wissensdurstige. Das Fachbuch vom Deutschen Teebüro. E. Albrecht Verlag, 1984.
Siegel/ Lenger/ Roman/ Radl: Handlexikon der Getränke Bd. 2, R. Trauner Verlag, 1988.
Arbeit zitieren:
Sebastian Loitsch, 1998, Abwarten und Tee trinken..., München, GRIN Verlag GmbH
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Anonym
Tee.
Ich finde diesen Vortrag nicht richtig gelungen.
Es sind fachliche Fehler enthalten.
Bewerten würde ich diese Arbeit nur mit drei.
am Monday, May 12, 2003-
Alexander Stüven
Welche fachlichen Fehler ?
Ich denke ein kurzer und brauchbarer Abriss zum Thema Tee
am Friday, June 11, 2010-