unter Druck gesetzt, verängstigt. Doch verstehen, warum das Kind plötzlich Angst kann auch eine Schutzfunktion einnässt oder einkotet, warum es in seinem haben. Die natürliche und das Leben Handeln ungeduldig, hektisch und
schützende Angst ist eine notwendige aggressiv ist. Natürlich können diese Vorbereitung auf eine gefährliche und Signale auch anderen Ursprungs sein. bedrohliche Situation. Doch wenn diese Umso wichtiger ist es hier für die Angst ein Ausmaß erreicht hat, das ein Erwachsenen, das Kind genau im Auge zu normales Leben nicht zulässt, die Reifung behalten, und die Angstgefühle mit den des Kindes behindert und Alltagsabläufe in Kindern gemeinsam aufzuarbeiten und Frage stellt, dann verliert die Angst ihre nicht einfach zu ignorieren. Schutzfunktion und wird zu einem Problem in der Entwicklung des Kindes. Eine Welt frei von jeder Angst existiert Die Furcht ist eine Reaktion auf eine nicht. Dies ist lediglich eine Illusion. Also wirkliche, manchmal vermeintliche muss der Mensch lernen, mit seinen Gefahr. Ein Kind, dass beispielsweise Ängsten zu leben und mit ihnen einmal von einem Hund gebissen wurde, umzugehen. Der erste Schritt dazu kann wird bei weiteren Begegnungen mit diesem schon in früher Kindheit gelegt werden, Hund Furcht zeigen, die aber im Laufe indem man die Ängste der Kinder ernst seiner Entwicklung vergehen kann. Wie nimmt, ihm zuhört, ihm Geborgenheit wir sehen, bindet sich die Furcht häufig an vermittelt, und bei der Angstbewältigung ein Objekt. Angst hingegen ist mit aktiv mithilft. Nicht umsonst schreibt Jan-Gefühlen verbunden, die sich lähmend Uwe Rogge: „Ängste kommen schnell, sie auswirken können und die mit Schwäche vergehen aber nur sehr langsam“. und Hilflosigkeit verbunden sind. Dies Einige der Leser werden sich jetzt s icher führt uns gleich zu einem wichtigen fragen, wie sie die Kinder vor Ängsten Begriff zu diesem Thema, nämlich der schützen können. Eine Antwort darauf hat Psychosomatik. der Autor des Buches „Ängste machen Ängste sind Gefühlsregungen, die sich, Kinder stark“ leider auch nicht. Aber er hat wenn sie nicht verarbeitet werden können, sehr genau erklärt, wie Ängste entstehen, körperlich manifestieren und zeigen und was Eltern tun können, um einem können. Angst setzt körperliche Zeichen, Übermaß an kindlichen Ängsten
dass etwas nicht stimmt. Die Angst selbst vorzubeugen.
bleibt dabei aber im Verborgenen. Für die Kinderängste können auf verschiedenste Erwachsenen ist es nicht leicht zu Art und Weise entstehen. In den ersten
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fünf Jahren zum Beispiel, durchlebt das Diese Bindung verlangt Urvertrauen, Kind fünf entwicklungsbedingte Ängste, wobei es in der frühesten Kindheit enorm die es ein Leben lang begleiten. Das sind wichtig ist, dass kindliche Bedürfnisse die Körperkontaktverlustangst, das konsequent und verlässlich und vor allem „Fremdeln“, die Trennungsangst, die spontan befriedigt werden. Das Kind hat Vernichtungsangst und schließlich die nämlich noch nicht gelernt, Frustration Todesangst. Auch wenn diese Ängste nach auszuhalten, wenn seine Gefühle verletzt einer gewissen Zeit überwunden scheinen, werden, und die Mutter den Körperkontakt so können jederzeit wieder auftreten. zum Kind untersagt. Dieser Körperkontakt Ängste sind derart vielfältig, dass es den ist oft bei der Annäherung zu dem Kind Rahmen m eines Artikels sprengen würde, unbekannten Personen ein Problem. sie alle aufzuzählen. Widmen wir uns also Wir alle kennen die Situation nur allzu den „vorbeugenden Maßnahmen“ zu, die genau, wenn die Großmutter kommt und Ängste vermeiden sollen, die zu ihren Enkel in den Arm nehmen will. Das Entwicklungsstörungen führen können. Kind ist ängstlich, weil es die Oma nicht kennt und versteckt sich hinter den Beinen Gleich nach der Geburt wird die der Mutter. Diese wiederum ist ganz Nabelschnur durchtrennt. Das Kind löst schockiert und schiebt das Kind in die sich von der Mutter. Aber es bleibt Arme der Großmutter. Eltern verstehen oft weiterhin von ihr abhängig. Das Kind nicht, dass das Kind in solch einer braucht seine Mutter, um körperlich und Situation überfordert ist. Das Kind braucht seelisch überleben zu können. Das Kind eine Aufwärmphase, um die neue Person sucht die schützende Wärme der Mutter, kennen zu lernen. Der Körper und der den Körperkontakt und Halt. Das Kind Instinkt des Kindes signalisieren ein klares beginnt, Bezugspersonen für sich zu Nein zu einer unbekannten Person. Wenn erkennen. Es fängt an zu unterscheiden, von Seiten der E rwachsenen nicht genug welche Personen feste und welche weniger auf dieses Bedürfnis eingegangen werden, feste Bezugspersonen sind. Also liebe kann es sein, dass das Kind später Eltern. Kauft euren Kindern nicht distanzlos im Umgang mit anderen unnötiges Spielzeug. Wärme, Kindern aber auch mit Erwachsenen wird. Geborgenheit und Zuwendung schaffen Distanzlosigkeit ist aber auch ein Hinweis eine Bindung, die so mancher Belastung auf fehlendes Urvertrauen und somit auf standhält. ein Fehlen von fester Bindung. Ein Kind, welches eine feste Bezugsperson hat, wird
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lernen im richtigen Maße loslassen und Störungen im Selbstwertgefühl und in der festhalten zu können. Ausprägung der Ich-Identität.
Eine zu starke Bindung des Kindes an die Auch die Angst vor dem Tod gehört zu den Mutter oder an eine andere feste Trennungsängsten. Wir Erwachsene haben Bezugsperson ist aber auch nicht besonders oft verlernt mit dem Thema Tod förderlich für die Entwicklung des Kindes. umzugehen. Vielleicht wollen wir uns aber Ein Zuviel an Mutterliebe, ein zuviel an auch nur von d er Frage nach der Behütung, kann die Kinder in ihrem Endlichkeit des Lebens ablenken. Für sozialen Verhalten verunsichern, was vor Kinder aber ist es normal über den Tod, allem später in der Gesellschaft zu über Gott und den Himmel und über die Problemen führen kann. Seele zu reden. Leider sind wir Erwachsenen mit einer passenden
Ein wesentliches Hilfsmittel für Kinder im Erklärung für die Ereignisse um die Umgang mit ihren Ängsten, kann das Spiel Endlichkeit des Lebens oft überfordert. sein. Vor allem in Rollenspiele drücken Auch hier gibt es keine Patentlösung für Kinder Vernichtungs- und Todesängste Eltern und andere Bezugspersonen. Wann aus. Je jünger Kinder sind, um so heftiger soll nun das Thema Tod angesprochen empfinden sie Vernichtungsängste, weil werden? Der Autor Jan-Uwe Rogge meint, ihre Identität, ihre Persönlichkeit noch dass man den Kindern erst dann die nicht ausreichend entwickelt ist. Oft Bedeutung des Todes erklärt, wenn das machen wir Erwachsene den Fehler, den Kind die Bezugspersonen konkret danach Kindern Spiele mit Phantasiefiguren fragt. Weiters ist es wichtig, nur das zu ausreden zu wollen. Wir sollten uns viel beantworten, was die Kinder auch wirklich eher fragen, warum sich ein Kind mit wissen wollen. Manche Eltern erklären den Phantasiefiguren beschäftigt. Kinder Tod mit einem langen Schlaf und wundern verarbeiten im Spiel unbewusst i hre sich dann, wenn das Kind Angst vor dem Ängste. Sie handeln und spüren, dass ihnen Einschlafen hat. gruselige Spiele gut tun, weil sie den Ganz besonders aktuell wird das Thema, bedrohlichen Vernichtungsängsten ein wenn ein Familienmitglied stirbt. In dieser Gesicht geben und damit ihrer Angst Phase wäre es besonders wichtig, dass das entgegenwirken. Vernichtungsängste, die Kind Schutz, Geborgenheit und viel nicht verarbeitet werden konnten, führten Vertrauen zu spüren bekommt. Kinder im Laufe der Entwicklung oft zu brauchen, genauso wie Erwachsene, Zeit,
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den Schmerz und die Trauer zu Hier spielt die Phantasie eine wichtige verarbeiten. Jeder Eingriff in die Trauer Rolle. Die selbständige Bewältigung von kann die Kinder erschrecken und Ängste Angst und Unsicherheit ist eine verstärken. Entwicklungsaufgabe. Die Kinder
entwickeln dabei Strategien, die ebenso Sie sehen also, lieber Leser, dass Ängste, kinderleicht wie zauberhaft erscheinen. Ein die - aus welchen Gründen auch immer -Erwachsener hat diese Fähigkeit schon nicht verarbeitet werden konnten lange verlernt. Störungen in vielen EntwicklungsÄngste sind also kein Schicksal, das wir bereichen hervorrufen können. als gegeben hinnehmen müssen. Angst Das Kind findet nicht immer den besten kann nützlich und lebensrettend, leider Weg mit seiner Angst umzugehen. Es fragt aber auch entwicklungshemmend sein. die Erwachsenen um Rat, die aber ihre Art Abschließend möchte ich noch einmal die zu fragen oft nicht verstehen. Hauptintention des Autors Jan-Uwe Rogge Unverzichtbar im Umgang mit der Angst als einen Impuls zum weiterdenken in den des Kindes ist es, die kreativen und Raum stellen. Er besteht darauf, dass „[...] schöpferischen Fähigkeiten des Kindes zu Kinder Ängste brauchen. Denn Ängste fördern. Kinder haben ihre eigenen machen dann stark, wenn ein Kind weiß, Techniken der Angstbewältigung. wie es seine Angst bewältigen kann.
Arbeit zitieren:
Markus Woschitz, 2000, Ängste machen Kinder stark, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung im Kindes- und Jugendalter
Erscheinungsformen
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
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