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Universität Karlsruhe
Institut für Geschichte
Proseminar: "Einführung in das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte"
WS 1995/96
Proseminararbeit:
Das Attentat vom 20. Juli 1944
Michael Krinzeßa
HF.: Geschichte (2. Semester)
NF.: Pädagogik (2. Semester)
NF.: Mediävistik (2. Semester)
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Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ereignisse vor dem 20. Juli 1944
2.1. Die Entwicklung des militärischen Widerstandes im Dritten
Reich
2.2. Die Phase vor dem Umsturzversuch und dessen Notwendigkeit
3. Die Ereignisse am 20. Juli 1944 und ihre Konsequenzen
3.1. Das Scheitern des Staatsstreiches
3.2. Die Konsequenzen des nationalsozialistischen Staatsapparates
auf den Umsturzversuch
4. Zusammenfassung
Bibliographie
Biographie des Oberst Claus Graf Stauffenberg
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Abkürzungsverzeichnis
Bd. - Band
Dr. - Doktor
Gestapo - Geheime Staatspolizei
H - Heft
Militärgesch. Mitt. - Militärgeschichtliche Mitteilungen
NS - nationalsozialistisch
S - Seite
SA - Sturmabteilung
SS - Schutzstaffel
u. a. - unter anderem
Vjh. Zeitgesch. - Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte
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1. Einleitung
Am 21. Juli 1944 richtete Reichsmarschall Göring aus dem Führerhauptquartier eine Ansprache an die Soldaten der Luftwaffe, in der das Attentat auf Adolf Hitler am vorherigen Tage auf das schärfste verurteilt. Außerdem ordnete er an, daß gegen mögliche Sympathisanten der Attentäter ohne Rücksichtnahme vorzugehen sei. Er wies nochmals ausdrücklich auf die Macht der Vorsehung hin, die den "Führer" angeblich vor dem Tode bewahrte. 1 Diese Rede, die in der Dokumentensammlung von Herbert Michaelis und Ernst Schraepler auch als Ergebenheitskundgebung für Hitler tituliert wird 2 , war die Reaktion Görings auf den gescheiterten Staatsstreich. Er beabsichtigte damit, seine Solidarität mit Hitler zu bekunden. Henning von Tresckow, ein führender oppositioneller Offizier, idealisierte das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 als positives Zeichen vor der Welt und vor der Geschichte. Er sah den Sinn des Umsturzversuchs weniger in seinen praktischen Zwecken, als in der Tatsache, daß die deutsche Widerstandsbewegung dieses Wagnis und seine daraus resultierenden Konsequenzen einging. 3 Doch die Realität offenbarte eine Tragödie, denn in Deutschland begann eine "Hetzjagd" der nationalsozialistischen Schergen nach vermeintlichen Widerstandskämpfern. Eine große Zahl unschuldiger Menschen fand so den Tod. 4
Im folgenden wird die Entwicklung des militärischen Widerstandes bis hin zu den Vorbereitungen und den Gründen des Staatsstreiches am 20. Juli 1944 dargestellt. Danach werden Attentat und der folgende Umsturzversuch, einschließlich der daraus resultierenden Konsequenzen und Maßnahmen der Nationalsozialisten, erörtert. Der Bestand an Literatur bezüglich dieses Themas kann als gut bezeichnet werden. Es ist zudem bemerkenswertes Quellenmaterial über die Schauprozesse am Volksgerichtshof nach dem Attentat vorhanden. Anläßlich des fünfzigsten Jahrestages des 20. Juli 1944 wurden einige Darstellungen publiziert, in denen sich die Autoren teilweise sehr genau mit den Persönlichkeiten des Staatsstreiches befassen. In den Veröffentlichungen wird auch mehrheitlich betont, daß für den militärischen Widerstand, besonders in dessen Anfangszeit, nicht nur die moralischen
1 Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden- und Dokumentensammlung zur Zeitgeschichte. Bd. 21, Das Dritte Reich. Der Sturm auf die Festung Europa II, Berlin O.J., S.452.
2 Ebenda, S.451.
3 Widerstand gegen den Nationalsozialismus, hrsg. von Peter Steinbach und Johannes Tuchel, Berlin 1994, S.12. Vgl. auch Manfred Messerschmidt, Der deutsche Widerstand 1933-1945, Paderborn 1986 2 , S.76.
Arbeit zitieren:
Magister Artium Michael Krinzeßa, 1996, Das Attentat vom 20. Juli 1944, München, GRIN Verlag GmbH
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