1. Einleitung
Platons Stellung zur Rhetorik in den Dialogen Gorgias und Phaidros ist in ihren Grundzügen die Darstellung des Verhältnisses zwischen Rhetorik und Philosophie. Das Verhältnis dieser beiden Schulen ist zu Platons Lebzeiten ein angespanntes: Als auf den Straßen umherwandelnder Lehrer, der Bürger in philosophische Gespräche verwickelt und dafür kein Honorar verlangt, steht Sokrates, der Protagonist der platonischen Dialoge, als Anwalt der Philosophie in direkter Konkurrenz zu den Sophisten und Rhetoren, die sich in ihren Schulen den Rhetorikunterricht bezahlen lassen und sich rühmen, eine universal anwendbare Kunst zu vermitteln. Dieser Anspruch der sophistischen Rhetorik, in allen Fragen und Lebenslagen im Besitz der richtigen Antworten zu sein und diesegegen Geld - auch weitergeben zu können, ähnelt, wenn auch nur im Ansatz, dem Selbstverständnis der Philosophie: Zwar verkauft Sokrates seine Fähigkeiten nicht an seine Gesprächspartner, sondern sucht als ein nach Wahrheit Strebender, sein Gegenüber im Gespräch die richtigen Antworten selbst erkennen zu lassen, hat aber als Philosoph ebenso wie die Rhetoren den Anspruch an sich und seine Zunft, keine Antwort schuldig zu bleiben. Der Unterschied zwischen den Philosophen und den Rhetoren besteht darin, dass diese sich im festen Besitz der Wahrheit wähnen und jene sich deutlich bescheidener als „Freunde der Weisheit“ und nicht als deren Wächter und Besitzer bezeichnen und „nur“ nach ihr Streben, anstatt sie zu horten und zu verkaufen.
Das mitunter einer Rivalität ähnelnde Verhältnis zwischen Philosophie und Rhetorik ist Gegenstand der Dialoge Gorgias und Phaidros. Im Gorgias wird das Verhältnis der beiden Schulen nicht von Beginn an systematisch erörtert, sondern als Streitgespräch zwischen Platons Sokrates und den Rhetoren Gorgias, Polos und Kallikles regelrecht ausgefochten. Die Besonderheit des Gorgias- Dialogesist also, dass das Verhältnis zwischen Philosophie und Rhetorik auf zwei Ebenen behandelt wird; zum Einen auf einer theoretischen Ebene, in der Definitionen erarbeitet und Schlüsse gezogen werden, zum Anderen auf einer praktischen Ebene, in der die Anwälte der Rhetorik mit einem Philosophen streiten. Als Sieger der Auseinandersetzung geht die Philosophie hervor: Keiner der Rhetoren kann der dialektischen Einsicht des Sokrates das Wasser reichen. Zum Ende des Gorgias haben sowohl Polos als auch Gorgias und Kallikles keine andere Wahl, als sich geschlagen aus dem Gespräch zurückzuziehen.
Auch im Phaidros wird das Verhältnis zwischen Philosophie und Rhetorik kontrastiert, allerdings nicht im Sinne einer kämpfenden Auseinandersetzung ihrer Vertreter. Im Kern des Dialogs steht die Frage: „Welches ist nun aber die Art und Weise, gut zu schreiben oder nicht?“ 1 In der daraufhin
1 Platon, Phaidros (Übers. F. Schleiermacher), in: Ursula Wolf (Hrsg.), Platon - Sämtliche Werke, Hamburg 2002 (29. Auflage), Band 2, 538-609, S. 581.
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gesuchten Antwort erscheinen die beiden im Gorgias „verfeindeten“ Lager Rhetorik und
Philosophie zwar zumindest in ihren Grundzügen, jedoch wird deren Unterschiedlichkeit nicht derartig deutlich inszeniert wie im
Gorgias:
Sokrates und sein Gesprächspartner, der Rhetor Phaidros, entwerfen die Definition einer philosophische Rhetorik, die nicht nur rhetorische Grundkenntnisse wie Gliederung, Zusammenfassung, Teilung usw. beherrscht, sondern sich selbst als Seelenführung begreift und durch ihr Wissen von der Natur der Seele und ihre Zustände die sophistische Rhetorik überflügelt. Im
Phaidros
wird ebenso wie im
Gorgias
als zentrales Thema das Verhältnis zwischen Philosophie und Rhetorik behandelt, allerdings nicht im Sinne einer kämpfenden Auseinandersetzung der beiden Richtungen, sondern vielmehr im Sinne einer grundlegenden Positionsbestimmung.
Die Notwendigkeit dieser Positionsbestimmung besteht in der Tatsache, dass Philosophie sich in ihrem Selbstverständnis zwar von der Rhetorik abgrenzen will, allerdings auch nicht vollkommen ohne sie auskommt und deswegen den notwendigen Anteil der Rhetorik an ihr selbst eingrenzen muss.
Ziel dieser Arbeit ist es, darzustellen, wie das Verhältnis zwischen Philosophie und Rhetorik in den Dialogen Gorgias und Phaidros aufgebaut und dargestellt wird.
2. Gorgias
Wie oben schon erwähnt, zeichnet sich der Gorgias-Dialog durch zwei Ebenen aus: Der Philosoph Sokrates findet sich mit den Rhetoren Gorgias, Polos und Kallikles zusammen. Anlass und Ausgangspunkt der Unterhaltung ist die Frage, was die Kunst des berühmten Gorgias sei. Was aussieht wie ein Gespräch unter Freunden, bei dem derartige Fragen aus höflichem Interesse gestellt werden, ist auf der theoretischen Ebene der Auftakt zu einer Auseinandersetzung zwischen Philosophie und Rhetorik. Sokrates prüft die Rhetoren der Reihe nach und wählt dafür ihren eigenen Kampfplatz aus, rühmen sich die Rhetoren doch, die Kunst des Redens und Antwortens zu beherrschen.
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2.1 Gorgias und Sokrates
Einen Vorgeschmack auf die Niederlage der Rhetoren gegen den von Sokrates geführten philosophischen Logos liefert Polos, der auf die Frage, was denn die Redekunst sei, diese zum Auftakt des Gespräches als die „vortrefflichste[...] unter den Künsten“ 2 bezeichnet, dabei den Sinn der Frage verkennend. Gorgias, der als Meister der Redekunst gilt, übernimmt das Gespräch mit Sokrates und betritt damit vor Polos und Kallikles als erster der Rhetoren den Ring in der Auseinandersetzung zwischen Rhetorik und Philosophie. Das Gespräch verläuft zunächst dihairetisch und die erste Definition der Rhetorik wird, nach einigen Verbesserungen, formuliert: Sie sei eine Kunst, die Glauben statt Wissen bei ihren Zuhörern produziert, aber im Hinblick auf Gerechtes und Ungerechtes keine Lehrfunktion hat.
S: Die Redekunst also, Gorgias, ist, wie es scheint, Meisterin in einer glaubenmachenden, nicht in einer belehrenden Überredung in Bezug auf Gerechtes und Ungerechtes? G: Ja. 3
Zu Beginn des Gesprächs hatte Polos der Rhetorik mit einem kühnen Vorstoß eine Vormachtstellung eingeräumt und auch Gorgias gab an, dass sie sich mit den „wichtigsten[...] unter allen menschlichen Dingen, und den herrlichsten“ 4 beschäftige. Der Unterschied zwischen diesen Äußerungen und der ersten Definition der Rhetorik gibt die Richtung vor, in die der Dialog von Sokrates gelenkt werden wird: Was die wichtigsten und herrlichsten unter allen menschlichen Dingen sind, gilt es herauszufinden. Den ersten Schritt zur Beschreibung des rhetorischen Selbstverständnisses unternimmt Gorgias, indem er seine Kunst als mächtig und einflussreich beschreibt, da sie unter dem Volk prinzipiell mehr Gehör findet als die Worte eines Sachverständigen, dessen Meinung dann trotz ihres höheren sachlichen Gewichtes nicht gehört wird.
[...] Im Streit gegen jeden andern Sachverständigen würde der Redner eher als irgendeiner überreden, ihn selbst zu wählen. Denn es gibt nichts, worüber nicht ein Redner überredender spräche als irgendein Sachverständiger vor dem Volke. Die Kraft dieser Kunst ist also in der Tat eine solche und so große. 5
Damit wird deutlich, dass die Rhetorik im Gegensatz zu anderen Wissenschaften wie z.B. der Medizin kein eigenes Wissen hat, sondern nur rhetorischer Kunstgriffe bedarf, um ihrem Geschäft nachzugehen, und deswegen auch auf jedes Fachgebiet und in jeder Frage anwendbar ist. Ähnlich
2 Platon, Gorgias (Übers. F. Schleiermacher), in: Ursula Wolf (Hrsg.), Platon - Sämtliche Werke, Hamburg 2002 (29. Auflage), Band 1, 337-452, S. 345.
3 Gorgias, S. 354.
4 Gorgias, S. 349.
5 Gorgias, S. 356.
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der Fechtkunst kann sie dem Risiko verfallen, missbraucht zu werden. Sie gleicht also einem Werkzeug, das der richtigen Führung bedarf.
Noch, beim Zeus, wenn einer, der den Übungsplatz besucht hat und ein tüchtiger Fechter geworden ist, hernach Vater und Mutter schlägt oder sonst einen von Verwandten und Freunden, darf man deshalb die Turnmeister und die Fechtmeister verfolgen und aus den Städten vertreiben? 6 Gorgias führt den Vergleich mit der Fechtkunst an, um den impliziten Vorwurf an die Rhetoren als Lehrer zu entkräften, sie seien verantwortlich für etwaiges Unheil, das ihre Schüler mittels ihrer Redekunst verursachen. Die grundsätzliche Allanwendbarkeit, die Gorgias der Rhetorik zuschreibt, hebt eine Beschränkung auf, die in der oben erwähnten Definition noch existierte: Recht und Unrecht sind jetzt als „Einsatzbereich“ für die Rhetorik erschlossen und haben sich durch den eingeräumten möglichen Missbrauch der Rhetorik gleichzeitig in zwei verschiedene Spielarten derselbigen gewandelt. Mit dem Versuch der Entlastung seiner Zunft verstrickt sich Gorgias also tiefer in die von Sokrates gelegte Falle.
Sokrates lenkt das Gespräch auf die Vereinbarkeit von sachlicher Unwissenheit und rhetorischer Überredungskraft und offenbart damit den Mangel, den die Philosophie der Rhetorik vorwirft.
S: Der Nichtwissende also findet mehr als der Wissende Glauben unter den Nichtwissenden, wenn der Redner mehr glauben findet als der Arzt. Folgt dies, oder etwas anderes? G: Das folgt hier freilich.
S: Verhält sich nun nicht auch gegen die andern Künste insgesamt der Redner ebenso und die Redekunst? Die Sachen selbst braucht sie nicht zu wissen, wie sie sich verhalten, sondern sie muß nur einen Kunstgriff der Überredung ausgefunden haben, so daß sie das Ansehen bei den Nichtwissenden gewinnt, mehr zu wissen als die Wissenden. 7
Gleichzeitig lässt er ein Bild von ihr entstehen, das Gorgias als ihr Anwalt dringend korrigieren muss. Um seine Zunft nicht im moralisch zweifelhaften Licht stehen zu lassen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem Rhetoriklehrer ein basales Wissen von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zuzuschreiben, das notwendig ist, damit durch die Redekunst kein Schaden entsteht. Damit führt Sokrates Gorgias in einen Widerspruch: Seine anfängliche Feststellung, Rhetorik könne zu guten und schlechten Zwecken gebraucht werden, ist nun mit der Behauptung aufgehoben, jeder Redner wisse um Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit und könne seine Fähigkeiten deswegen nicht zum Schlechten einsetzen, da aus dem Wissen um das Gerechte - diese Meinung wird von Gorgias und Sokrates geteilt - automatisch die gerechte Handlung resultiert. Gorgias tritt geschlagen als Gesprächspartner zurück und überlässt dem zweiten Rhetor Polos das Feld.
7 Gorgias, S. 359.
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An dieser Stelle des Dialogs ist die Bestimmung des Wesens der Rhetorik und ihrer Anhänger an einem Punkt angelangt, der für Sokrates als Philosoph durchaus vertretbar wäre und an den der Dialog noch zweimal zurückkehren wird: Der Rhetor hat zwar die Fähigkeiten, mit seinen Worten zu überzeugen und gegebenenfalls seine Zuhörer gegen die Meinung des Sachkundigen zu formieren, muss aber, damit seine Kunst keinen Schaden anrichtet, mit einem grundlegenden Wissen über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ausgestattet sein.
Eben diese letzte Eigenschaft des Redners, die Gorgias zuletzt zugeben und damit seinen Status als sich selbst nicht widersprechender Redner aufgeben musste, versucht Polos nun zurückzunehmen, indem er behauptet, Gorgias habe sein letztes Zugeständnis aus Scham gemacht und Sokrates habe das Gespräch eben darauf hingelenkt, was nicht recht sei. Die Schamhaftigkeit, die Polos an Gorgias erkannt zu haben glaubt, verhindert, dass dieser die Fragen nach dem Wesen der Rhetorik ungestört beantwortet und zwingt ihn zum Zugeständnis, das ihn letztendlich aus dem Gespräch ausscheiden lässt. Polos wirft Sokrates also vor, sich die Sittlichkeit des Gorgias und die Sorge um sein Ansehen in der Öffentlichkeit zunutze gemacht zu haben. Die Möglichkeit, dass der innere Widerspruch in Gorgias' Ausführungen die Ursache für Scham und letztendlich den Ausstieg aus dem Gespräch sein könnte, scheint für Polos keine große Rolle zu spielen.
Sokrates bietet ihm die Fortführung des Gesprächs an Gorgias' Stelle an, um auch ihn in dieselbe Falle laufen zu lassen.
2.2 Polos und Sokrates
Von der Niederlage seines Kollegen angestachelt übernimmt Polos die Führung des Gesprächs und stellt Fragen an Sokrates, gibt aber das Ruder schon nach kurzer Zeit wieder ab, indem er die Fragen stellt, die Sokrates vorgibt, und damit den seit Beginn des Dialoges bestehenden Eindruck seiner dialektischen Unfähigkeit zementiert.
Sokrates definiert im Gespräch mit Polos die Rhetorik aufs Neue: In einem System aus jeweils vier Künsten und vier Scheinkünsten, von denen jeweils zwei auf die Seele und zwei auf den Leib ausgerichtet sind, weist er der Rhetorik den Posten einer Scheinkunst zu, die auf kein eigenes Wissen zurückgreift und dem Menschen nur schmeichelt, anstatt Gutes zu tun. Wie die Kochkunst dem Körper schmeichelt und vorgibt, sein Wohl zu befördern (was nur der Medizin und der Turnkunst eigentlich zukommt), schmeichelt die Rhetorik der Seele, befördert ihr Wohl aber nicht. Diese Aufgabe fällt der Rechtspflege zu. Die Einordnung der Rhetorik in dieses System bewirkt im Gesprächsverlauf zweierlei: Der Rhetorik wird der Status einer Kunst abgesprochen, den sie - in
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der Definition, die im Gespräch mit Gorgias verfasst worden ist - noch besaß. Eine Kunst beruht auf Wissen und da die Rhetorik über kein Wissen verfügt, ist sie nicht mehr als eine Übung. Darüber hinaus werden durch die Analogien Kochkunst-Rhetorik (Schmeichelei) und Medizin-Rechtspflege (Künste) 8 die Weichen für einen neuen Kurs gestellt: Die Unterhaltung kreist nicht mehr nur noch um die Frage nach der Rhetorik, sondern steuert auf die Frage nach dem Wohl, nach dem Guten und dem Schlechten zu. Polos versucht, die Macht der Rhetorik zu beweisen, indem er die Rhetoren als mächtig beschreibt, zu tun, was ihnen gefällt. Den eben genannten Kurs nimmt das Gespräch, als Sokrates Macht als die Fähigkeit, Gutes für sich zu tun, definiert. Diese Fähigkeit will Polos für die Rhetoren in Anspruch nehmen, muss aber zugeben, dass um mächtig zu sein Kenntnis vom Guten notwendig ist.
S: Meinst du also, das sei gut, wenn, was ihn dünkt das Beste zu sein, einer ausrichtet, der keine Erkenntnis hat? Und nennst du das viel Vermögen? P: Nein, das nicht. 9
Gorgias hatte die Auseinandersetzung mit dem Zugeständnis verlassen, ein guter Redner brauche diese grundlegende Kenntnis. Der Nachweis derselben würde den Rhetoren und ihrem Geschäft den Status einer Kunst statt dem einer Schmeichelei einbringen. Polos bleibt ihn jedoch schuldig und muss die Lektion von Sokrates über das Gute, auf das eine jede Handlung abzielt, über sich ergehen lassen. Als Resultat steht die Erkenntnis, dass Rhetoren, ganz wie Tyrannen, zwar frei sind zu tun, was ihnen dünkt, ihnen aber dennoch keine Macht zukommt, weil ihnen die notwendige Erkenntnis des Guten abgeht. Indem er die vermeintliche Macht der Rhetoren ins Spiel bringt, versucht Polos, die Falle auszuschalten, die Gorgias zum Verhängnis geworden ist, nämlich die Notwendigkeit von Wissen über Gut und Schlecht. Da er aber zugeben muss, dass, sofern Macht die Fähigkeit ist, Gutes für sich zu tun, eine Voraussetzung dafür Kenntnis vom Guten ist, misslingt sein Vorhaben. Was Sokrates und Polos jeweils vom Begriff des Rhetors fordern, ist bezeichnend für ihre jeweilige Zunft: Indem Polos den Redner als schlechterdings mächtig darstellen will, fordert Sokrates als Philosoph eine Lenkung des rethorischen Einflusses durch Wissen. In dieser Differenz spiegelt sich die unterschiedliche Programmatik der beiden vertretenen Lager Rhetorik und Philosophie. Während es dem Rhetor auf öffentlichkeitswirksame Rede und daraus resultierende Macht ankommt, baut der Philosoph auf die Macht der Einsicht.
Der weitere Verlauf des Gespräches dreht sich um die ethischen Auswirkungen des Wissens um Gut und Schlecht. Obwohl Polos Sokrates' Widerlegung der Behauptung, Rhetoren seien mächtig, weil sie tun können, was ihnen beliebt, gefolgt ist, hat er sie offenbar nicht verinnerlicht, denn er
8 Gorgias, S. 367.
9 Gorgias, S. 369.
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Asmus Green, 2008, Gorgias und Phaidros - Platons Stellung zur Rhetorik, München, GRIN Verlag GmbH
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