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I. Was ist Gewalt ? 4
II. Welche Formen von Gewalt gibt es ? 4
III. Ursachen und Hintergründe von Gewalt
und der Zusammenhang mit der Schule. 5
IV. Gewaltverständnis von Jugendlichen, eine Studie. 8
V. Vergleich des Gewaltverständnis
von Jugendlichen und Erwachsenen 10
VI. Furcht vor Gewalt.
Eine Übersicht über die Ängste von Hamburger Schüler 11
VII. „Schutzmaßnahmen“ der Schüler im Städtevergleich 12
VIII. Unterschiede der Gewaltanwendung zwischen
den verschiedenen Schulformen. 13
IX. Handlungsansätze 14
X. Lösungsansätze in einzelnen Lebensbereichen 16
3
I. Was ist Gewalt ?
Der Versuch einer Definition:
Gewalt ist eine Machtausübung, das Mittel über jemanden oder etwas zu bestimmen oder zu herrschen. Eine Gewalttat ist eine, unter Anwendung von körperlicher oder seelischer Beeinträchtigungen an Menschen oder Gegenständen begangene, unrechtmäßige oder kriminelle Tat.
Die Begriffe Ä$JJUHVVLRQ³ und Ä*HZDOW³ werden nicht nur in der öffentlichen, sonder auch
in der fachlichen Diskussion oft als gleichwertige Begriffe eingesetzt. Doch ist von den wissenschaftlichen Traditionen her der Aggressionsbegriff der übergeordnete. Er bezeichnet eine auf Verletzung eines anderen Menschen zielende Handlung.
Die Handlung wird als Ä$JJUHVVLRQ³ und die Absicht zur Handlung als Ä$JJUHVVLYLWlW³
bezeichnet.
Unter Ä*HZDOW³wird die körperliche Aggression verstanden, bei der ein Mensch einem
andern Menschen Schaden zufügt. 1
Auffällig ist, daß in den letzten Jahren nicht der Begriff Aggression, sonder der Begriff Gewalt immer häufiger als Oberbegriff genannt wird.
Oftmals auch in Kombinationen wie zum Beispiel: N|USHUOLFKHGewalt VH[XHOOH Gewalt etc. . 2
II. Welche Formen von Gewalt gibt es ?
Wenn von Gewalt gesprochen wird, haben wir verschiedene Formen und Ausdrucksweisen im Blick:
• physische Gewalt, die Schädigung und Verletzung eines anderen Menschen durch körperliche Kraft und Stärke;
• psychische Gewalt, die Schädigung und Verletzung eines anderen Menschen durch Vorenthalten von Zuwendung und Vertrauen, durch seelisches Quälen und emotionales Erpressen;
• verbale Gewalt, die Schädigung und Verletzung eines anderen Menschen durch beleidigende, erniedrigende und entwürdigende Worte;
¢ ¡ ¤ ££¥¦§ © ¨ ¤ ¤ ¨ ¦¥ ¢ ¦¦ ¥ " ! Anti-Gewalt-Report, S. 15 1
4
• sexuelle Gewalt, die Schädigung und Verletzung eines anderen Menschen durch erzwungene intime Körperkontakte oder andere sexuelle Handlungen, die dem Täter eine Befriedigung eigener Bedürfnisse ermöglichen;
• frauenfeindliche Gewalt als physische, psychische, verbale oder sexuelle Formen der Schädigung und Verletzung von Frauen, die häufig unter Machtausübung und in diskriminierender und erniedrigender Absicht vorgenommen werden; • fremdenfeindliche und rassistische Gewalt als physische, psychische und verbale Formen der Schädigung und Verletzung eines anderen Menschen aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit.
Von diesen zwischenmenschlichen Formen der Gewalt sind zwei weitere Punkte zu unterscheiden:
• strukturelle Gewalt als physische, psychische und verbale Form der Verletzung und Schädigung eines anderen Menschen unter Ausnutzung von Macht, Hierarchie und Abhängigkeit sowie in Ausübung hoheitsrechtlicher Funktionen; • „vandalistische“ Gewalt als Form der physischen Beschädigung und Zerstörung von Gegenständen.
Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre eigenen Standards für Gewalt und Gewaltlosigkeit, für Ausbeutung und Gleichberechtigung. 3
III. Ursachen und Hintergründe von Gewalt und der Zusammenhang mit der
Schule
Oberflächlich geht es Kindern und Jugendlichen heute besser als je zuvor. In nahezu allen westlichen Industrieländern sind Kinder und Jugendliche im hohen Maße selbständig und genießen im Vergleich zu früher eine eher freizügige Erziehung. Sie können sich oft ohne viel Einfluß der Eltern ihre Freizeit und ihren Medienkonsum selbst gestalten. Finanziell und gesundheitlich stehen sie besser da als die Generationen vor ihnen. Auf den zweiten Blick fällt uns gerade im sozialen Bereich auf, wie unsicher die Beziehungen und Kontakte von Kindern und Jugendlichen geworden sind. Kinder und Jugendliche können in gleichen Maßen wie Erwachsene die Vorteile der reichen Wohlfahrtsgesellschaft genießen,
¢ ¡ ¤ ££¥¦§ © ¨ ¤ ¨ ¦¥ ¢ ¦¦ # ¥ " ! 2 Anti-Gewalt-Report, S. 16
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Arbeit zitieren:
Björn Schmidt, 2002, Jugend und Gewalt, München, GRIN Verlag GmbH
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