Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1. Problemstellung 1
2. Theoretische Grundlagen. 2
2.1 Definitionen 2
2.1.1 Standort Innenstadt 2
2.1.2 Nahversorger 2
2.2 Theoretische Analyse betriebstypenspezifischer Einkaufsstättenwahl 3
3. Initiativen zur Verbesserung der Attraktivität der Innenstadt 4
3.1 Innerstädtische Shopping-Center. 4
3.1.1 Entwicklung und Typologie. 5
3.1.2 Chancen, Risiken und Probleme 6
3.2 Stadtmarketing. 8
3.2.1 Akteure, Motive und Ziele. 8
3.2.2 Chancen, Risiken und Probleme 9
3.3 Events 11
3.4 Politische Initiativen. 11
3.4.1 Flächenumnutzung 11
3.4.2 Planungsrecht 12
3.4.3 Verkehrspolitik 12
3.5 Business Improvement Districts. 13
4. Kritischer Vergleich ausgewählter Maßnahmen zur Revitalisierung 14
5. Schlussbemerkung 16
Literaturverzeichnis V
II
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Shopping-Center nach Standortlage und Eröffnungsjahr in Prozent...............6
Tab. 2: Kriterien zur Bewertung von Maßnahmen zur Revitalisierung.....................14
III
Abkürzungsverzeichnis
Aufl. Auflage BAG Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels e.V. BID Business Improvement District DIfU Deutsches Institut für Urbanistik DSSW Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, e.V. EHI EuroHandelsinstitut IV Individualverkehr Jg. Jahrgang MSWKS Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen LBE Landesverband des Bayrischen Einzelhandels e.V. NRW Nordrhein-Westfalen ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr Tab. Tabelle
IV
1. Problemstellung
Die Identität einer Stadt lebt aus der Beziehung zwischen „Dichte und Nutzungsvielfalt, dem Kontrast von Tradition und Moderne und dem Gegenüber von vertrautem Altbekannten und unerwartetem Neuen“ 1 . Diese Kraftfelder veränderten sich durch die ökonomische Entwicklung in den vergangenen Jahren, der öffentlichen Finanznot und den grundlegenden Entwicklungen im Handel. Die Aufzählung der Probleme, die die gegenwärtige Situation beschreiben - zunehmender Wettbewerb der Städte untereinander, Funktionsverlagerungen in die Peripherie, Versorgungsprobleme, Konzentrationsprozesse im Handel, unterlassene Investitionen, zunehmende Mobilität der Kunden, unzureichendes Parkplatzangebot, mangelnde Sicherheit und Sauberkeit, Verfall von Grundstückswerten, uneinheitliche Ladenöffnungszeiten, hohe Denkmalschutzauflagen - wird länger und länger. Immer mehr Rahmenbedingungen lassen eine prosperierende Zukunft der Innenstädte in weiter Ferne erscheinen. 2
Entstanden sind vielfach innerstädtische Monokulturen, ohne eigene Identität, und damit für den Konsumenten beliebig austauschbar. Konsumenten, die in der Innenstadt einkaufen, suchen vor allem den Erlebniskauf, der sich besonders durch die Einkaufsatmosphäre ausdrückt. 3
Aus dieser Problemsicht ergeben sich verschiedene Fragen, denen in dieser Arbeit nachgegangen werden soll:
x Welche Faktoren beeinflussen die Einkaufstättenwahl des Konsumenten? x Welche Bedeutung und Probleme hat der Handel in der Innenstadt? x Welche Initiativen gibt es, um die Zukunft des Standortes Innenstadt zu sichern? x Wo liegen die Vor- und Nachteile der einzelnen Initiativen? x Welche Initiativen eignen sich zur Revitalisierung des Standortes Innenstadt?
Das Ziel der Arbeit ist es, die verschiedenen Initiativen, die die Zukunft des Standorts Innenstadt sichern sollen, darzustellen und ihre Eignung zur Revitalisierung zu untersuchen. Zunächst werden als Grundlage für das weitere Verständnis in Kapitel zwei Begriffe definiert und eine Analyse zur betriebtypenspezifischen Einkaufsstättenwahl betrachtet. Im Kapitel
1 Jessen, J.: Zukunftsfähige Innenstädte?, in: Die Alte Stadt, Band 29 (2002), Heft 4, S. 290.
2 Vgl. Mensing, M./ Albers M.: Umsetzungskonzepte für erfolgreiche Vitalisierungsstrategien, in: Zentes, J. (Hrsg.): Handbuch Handel, Wiesbaden 2006, S. 987; Dude, E.: Blühender Handel - Lebendige Innenstadt, in: Deutscher Industrie
und Handelstag (Hrsg.): Modernes Stadtmarketing, Bonn 1989, S. 11; Besemer, S.: Shopping-Center der Zukunft: Planung
und Gestaltung, Wiesbaden 2004, S. 60.
3 Vgl. Hörschgen, H./ Froböse, M.: Beiträge zum regionalen Marketing, Arbeitspapier Nr. 26, 1. Auflage, Stuttgart 1991, S. 34; Dude, E., 1989, S. 9.
1
drei werden die verschiedenen Initiativen zur Verbesserung der Attraktivität beleuchtet und in Kapitel vier dann ihre Eignung zur Revitalisierung der Innenstadt analysiert. In der Schlussbetrachtung soll noch ein kurzer Ausblick auf die zu erwartende weitere Entwicklung stattfinden.
2. Theoretische Grundlagen
Es herrscht ein Wettbewerb um Nachfrage und Kaufkraft der Bevölkerung im Einzugsbereich der Städte. Die räumliche Verteilung von Gütern und Dienstleistungen, die den einzubeziehenden Rechtsgrundlagen unterstellt wird, ist die auf das Jahr 1933 datierende Theorie der zentralen Orte von Christaller. Sie dient bis heute als wesentliche Grundlage für eine optimale Angebotsstruktur in Räumen und lässt sich den gesamtwirtschaftlichen Standorttheorien zuordnen. 4
2.1 Definitionen
2.1.1 Standort Innenstadt
Der Standort kann definiert werden, als „jenen geografischen Ort, an dem die Unternehmung zum Zweck der Erreichung ihrer Ziele Produktionsfaktoren kombiniert“ 5 . Die Innenstadt bzw. City ist ein „Teilraum einer Groß- oder Mittelstadt, in deren Bereich sich die Verkaufsstellen des stationären Einzelhandels sowie die zentralen Funktionen Kommunikation, Erfolg und Freizeit konzentrieren“ 6 . Ein funktionsfähiges Zentrum bewirkt Urbanität und somit städtische Lebensqualität. 7
2.1.2 Nahversorger
Ein Konsens über eine einheitliche Definition des Begriffs „Nahversorgung“ besteht nicht. Nahversorger können definiert werden als „Betriebe und öffentliche Einrichtungen, die Warenund Dienstleistungen des kurzfristigen Bedarfs, innerhalb geringer Distanz zum Wohn-
4 Vgl.Pfuhl, H.: Einzelhandel und Versorgungsfunktionen. Zur Theorie der Zentralen Orte als Planungsgrundlage großstädtischer Einzelhandelsstrukturen, Göttingen, 1994, S. 10-12; Besemer, S., 2004, S. 7.
5 Müller-Hagedorn, L.: Handelsmarketing, 3. Auflage, Stuttgart 2002, S. 110.
6 Müller-Hagedorn, L.: Zum Zusammenhang von Innenstadt-Verkehrskonzepten und der Entwicklung des Handels in den verschiedenen Standortlagen, unter: http://www.competence-
site.de/handel.nsf/F02DE7EBE080BA56C1256B4F002F6C80/$File/standortpolitik.pdf, Zugriff am 20.12.2006, S. 5.
7 Vgl. Depenbrock-Naumann, E.-M.: Einzelhandel und Stadtentwicklung. Eine Marketing-Konzeption für den City-Einzelhandel zur Förderung der Urbanität, Diss. Universität München 1981, S. 18f.
2
oder Arbeitsort anbieten und täglich oder zumindest mehrmals in der Woche aufgesucht werden“ 8 .
2.2 Theoretische Analyse betriebstypenspezifischer Einkaufsstättenwahl
Im 20. Jahrhundert hat sich der institutionelle Einzelhandel in unterschiedlichen Betriebsformen und Betriebstypen entwickelt. Der institutionelle Einzelhandel erfasst hauptsächlich „Institutionen, die Einzelhandel im funktionellen Sinn betreiben, die ausschließlich oder überwiegend Güter, insbesondere bewegliche Sachgüter, beschaffen, die sie nicht selbst be- oder verarbeiten, vorwiegend an private Haushalte absetzen“ 9 . Als
Grundlage für die betriebstypenspezifische Einkaufsstättenwahl dient eine empirische Kundenuntersuchung. Diese untersuchte Hypothesen auf eine Korrelation zwischen Zielorientierung und bewusstseinfähigen „Top of mind- Assoziationen“, sog. entscheidungsrelevante Schlüsseldimensionen. Es wurden zwei Entwicklungen festgestellt: gewaltige Flächenexpansionen und zunehmende Konzentrationseffekte. Die veränderte Struktur der Wettbewerbssituation, die im stationären Handel besonders die Nahversorger betrifft, wirkt sich auf die Innenstädte aus. Die innerstädtischen Versorgungsstandorte verlieren immer mehr an Bedeutung. Als Erfolgsfaktoren der Nahversorgung zählen Standort, Einzugsgebiet, Sortiment, zusätzliche Dienstleistungen und Preispolitik. Den Schwerpunkt für die Schlüsseldimensionen, die bei der Einkaufsstättenwahl vom Konsumenten beachtet werden, bilden das Einkaufsstättenimage, die Einkaufsbequemlichkeit, das Preisniveau und das Sortiment. 10 Das Kaufverhalten des Konsumenten kann sich zum einen auf einen Makrostandort (Innenstadt, Vorortzentren, „grüne Wiese“) oder einen Mikrostandort, Wahl einzelner Standorte innerhalb einer Standortlage, beziehen. 11 Zwei unterschiedliche Kaufvorgänge lassen sich beschreiben: der Versorgungskauf und der Erlebniskauf. Merkmal des Versorgungskaufs ist es hauptsächlich, das Lebensnotwendige zu beschaffen und zwar mit Verbrauchsgütern. Der Käufer möchte vor allem schnell, bequem und preiswert seine Güter besorgen. Der Erlebniskauf zeichnet sich dadurch aus, dass er die Wünsche des Konsumenten befriedigt. Dies geschieht mit Verbrauchs- ebenso wie mit
8 Schnedlitz, P./ Kotzab, H./ Cerha, C.: Betriebstypenspezifische Einkaufsstättenwahl und Nahversorgungsproblematik -Ergebnisse empirischer Studien, in: Trommsdorff, V. (Hrsg.): Handelsforschung 1999/00, Wiesbaden 2000, S. 197.
9 Müller- Hagedorn, L.: Der Handel, 1. Auflage, Stuttgart 1998, S. 41.
10 Vgl. Schnedlitz, P./ Kotzab, H./ Cerha, C., 2000, S. 195-199.
11 Vgl. Müller-Hagedorn, L., 2002, S. 116.
3
Arbeit zitieren:
Vanessa Breunig, 2007, Die Zukunft des Standortes Innenstadt, München, GRIN Verlag GmbH
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