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Vorgelegt von:
Matthias Altmannsberger
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2.1 Abgrenzung zum geschlossenen Unterricht (NEUHAUS-SIEMON)
2.1.1 Anlässe der Bildungsreform
2.1.2 Ziele der Bildungsreform
2.1.3 Kernstück der Bildungsreform
2.1.4 Auswirkungen der Curricula auf die offiziellen Lehrpläne
2.1.5 Die Auswirkung der Curricula auf die Schulpädagogik
2.1.6 Mängel der Curricula
2.2 Definitionsversuch
2.3 Kennzeichen des offenen Unterrichts (JÜRGENS)
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3.1 Reformpädagogik (Beginn des 20. Jahrhunderts)
3.2 Die englische Primarschulreform
3.3 Aktuelle Entwicklung in Deutschland
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4.1 Rechtliche Begründung
4.2 Bildungspolitische Forderung
4.3 Lern- und motivationspsychologische Begründung
4.4 Pädagogische Begründung
4.5 Gesellschaftliche/Sozialisationstheoretische/Grundschulpädagogische Begründung
4.6 Psychologische Begründungen
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'LPHQVLRQHQGHU2IIHQKHLW (RAMSEGER)
6.1 Inhaltliche Offenheit
6.2 Methodische Offenheit
6.3 Institutionelle Offenheit/Organisatorische Offenheit
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7.1 Organisatorische Voraussetzungen (NEUHAUS-SIEMON)
7.2 Personale Voraussetzungen
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8.1 Einstieg in den offenen Unterricht
8.2 Formen der Öffnung
8.2.1 Freiarbeit
8.2.2 Tages- oder Wochenplanarbeit
8.2.3 Projektunterricht
8.2.4 Morgenkreis
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1
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Es wird immer wichtiger, die Schülerinnen und Schüler in der Schule auf ein selbstverantwortliches und kompetentes Handeln für zukünftige private, gesellschaftliche und berufliche Situationen vorzubereiten.
In der Schule soll diese Vorbereitung mit Hilfe von geeigneten Unterrichtsformen geschehen. Besonders geeignet scheinen Unterrichtsformen zu sein, die den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu selbständigem Lernen und eigenverantwortlichem Handeln geben, wie etwa die offenen Unterrichtsformen.
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$EJUHQ]XQJ]XPJHVFKORVVHQHQ8QWHUULFKW(NEUHAUS-SIEMON) Der offene Unterricht muß im geschichtlichen Zusammenhang betrachtet werden und seht in direktem Zusammenhang mit der kompromißlosen Kritik an geschlossenen Curricula, d.h. mit den Resultaten der Bildungsreform in den 60er und 70er Jahren (JÜRGENS). $QOlVVHGHU%LOGXQJVUHIRUP
Die Anlässe für die Bildungsreform in den 60er und 70er Jahren in Deutschland waren vielfältig:
Als ZHOWSROLWLVFKHU *UXQG kann die Konkurrenz der Supermächte USA und UdSSR im Bereich von Rüstung, Technik, Wirtschaft und Bildung genannt werden, die durch den „Sputnik-Schock“ 1957 ausgelöst wurde. Es herrschte große Angst im Westen, dem technischem Fortschritt im Osten nicht mehr gewachsen zu sein. In den USA bemühte man sich bereits zu Beginn der 60er Jahre um eine Bildungsreform.
Daneben können folgende JHVHOOVFKDIWOLFKH*UQGH angeführt werden: Deutschland wandelte sich von einer Agrar- zu einer Industrienation. Das bis in die 60er Jahre vorherrschende Heimatkundekonzept war überkommen und wurde den Ansprüchen einer von Wissenschaft, Technik und Mobilität bestimmten Welt nicht mehr gerecht.
Außerdem ging die Bildungsreformdebatte einher mit einer Demokratisierungsdebatte:
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In der Gesellschaft war die Bemühung um die Abkehr von autoritären Herrschaftsstrukturen vorhanden; die Menschen sollten zu Mitsprache, Kritik- und Urteilsfähigkeit erzogen werden (1969: Willy BRANDT: „Mehr Demokratie wagen.“) Als ELOGXQJVSROLWLVFKHU *UXQG kann die Forderung nach kompensatorischer Erziehung (ROTH) genannt werden. Der Unterricht sollte so gestaltet werden, daß, im Sinne der Chancengleichheit, möglichst alle Kinder alles lernen und die sozial bedingten Begabungsunterschiede somit kompensiert werden können.
PICHT sprach von einem „Bildungsnotstand“ in Deutschland. .
Dazu kam die öffentliche Kritik am damals vorherrschenden Bildungssystem. Als OHUQSV\FKRORJLVFKH*UQGH können zwei Gründe aufgeführt werden: Die veränderte Auffassung vom Menschen, von seiner Lern- und Erziehungsfähigkeit, die die große Bildsamkeit des Menschen in der Kindheit betonte.
Daneben ist auch noch Jerome BRUNERS Hypothese des dynamischen Begabungsbegriffes zu nennen. BRUNER behauptet: „Jeder Stoff kann jedem Kind in jedem Stadium in intellektuell redlicher Weise vermittelt werden.“ =LHOHGHU%LOGXQJVUHIRUP
• Es sollte mit den Mitteln schulorganisatorischer, curricularer und didaktischer Reformen eine unmittelbare Bildungskatastrophe in Deutschland abgewendet werden. Deutschland sollte somit vor einem Rückfall in den Status eines Entwicklungslandes bewahrt werden (BENNER).
• Allgemeine Zielbestimmungen: Demokratisierung und Humanisierung schulischen Lernens
• Herausbildung von Fähigkeiten zur individuellen Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Mitbestimmung
• Entwicklung von individueller und gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit .HUQVWFNGHU%LOGXQJVUHIRUP
Das Kernstück der Bildungsreform war die Revision der Curricula. Es sollten neue Curricula anstelle der alten Lehrpläne entwickelt werden und an die Stelle von diesen treten. Schon die veränderte, aus dem englischen Sprachraum stammende, Terminologie, sollte klar machen, daß die herkömmlichen Lehrpläne formal und inhaltlich überholt waren.
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Die inhaltlichen Neuerungen waren (ROBINSOHN):
• Die Kriterien für die bisherige Auswahl der Unterrichtsinhalte waren an erster Stelle die „ Fassungskraft“ und das „ geistige Wachstumsbedürfnis“ der Kinder (Orientierung am Kind und dessen Lern- und Interessenbedürfnis) und an zweiter Stelle erst die „ Bedeutung für das Leben“ .
• Nun wurde Wissenschaftsorientierung als didaktisches Prinzip zur Ergänzung der Kindorientierung als Kriterium für die Unterrichtsinhalte wichtig.
• Es kam zu einer inhaltlichen Umgestaltung der Unterrichtsfächer (z.B.: Einführung der Mengenlehre in der Mathematik).
• Ein fachlich gegliederter Lehrplan wurde angestrebt.
Die formalen Umgestaltungen waren (ROBINSOHN):
• Die bisherigen Richtlinien der Lehrpläne boten eine zu große Freiheit bei der Stoffauswahl, die Richtlinien selbst wurden als Leerformeln gesehen und es war keine präzise Anweisung für die Gestaltung des Unterrichts vorhanden.
• Die Forderungen für die formalen Umgestaltungen betrafen präzise Angaben über Lernziele, Lerninhalte, Methoden und lernzielorientierte Tests zur Überprüfung des Lernergebnisses.
Kennzeichen geschlossener Curricula:
• lernzielorientierter Unterricht
• lehrkraftzentrierter Unterricht
• Betonung der Rationalität und der Effektivität des Unterrichts
• exakte Leistungsmessung durch lernzielorientierte Tests
• genau vorgeschriebene Ziele, Inhalte, Methoden und Leistungskontrollen
• im vorhinein festgelegte Lernprozesse
In Deutschland wurden vor allem für den Sachunterricht neue Curricula in Modellversuchen entwickelt und erprobt, die aber ‘Versuchscharakter’ hatten.
(z.B.: SPRECKELSENs Lehrgang: „ Naturwissenschaftlicher Unterricht in der Grundschule“ ; Lehrgang der Göttinger Arbeitsgruppe unter Leitung von TÜTKEN „ Wege in die Naturwissenschaft“ )
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Jedoch hatten beide Modellversuche Auswirkungen auf spätere Lehrpläne; z.B.: SPRECKELSENs Lehrgang beeinflußte die bayerischen Grundschullehrplänen von 1971 und 1976, die erstmals Physik/Chemie als eigenen Teilbereich beinhalteten. $XVZLUNXQJHQGHU&XUULFXODDXIGLHRIIL]LHOOHQ/HKUSOlQH
• Es sind präzise Angaben über Lernziele und Lerninhalte in den aktuellen Lehrplänen enthalten.
• Daneben sind methodische und didaktische Hinweise für die Unterrichtsgestaltung in den aktuellen Lehrplänen enthalten.
• Der Lehrplan für die Grundschulen in Bayern von 1981 enthält Lernziele, Lerninhalte und Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung, aber keine verbindlichen Anweisungen und genauen Festlegungen der Unterrichtseinheiten.
'LH$XVZLUNXQJGHU&XUULFXODDXIGLH6FKXOSlGDJRJLN Den größten Einfluß auf die Schulpädagogik hatten die Curricula auf die Hinwendung zum lernzielorientierten Unterricht.
Die Lernziele und die methodischen Schritte zum Erreichen dieser Lernziele werden genau festgelegt; somit kann der Lernerfolg der Schülerin oder des Schülers stets überprüft werden. Planung, Durchführung und Kontrolle des Unterrichts sind im Zusammenhang mit eindeutig festgelegten Lernzielen (Lernziel-Hierarchien) zu sehen.
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• Rationale Gestaltung des Unterrichts durch optimale Organisation der Lernprozesse (durch extreme Detailplanung)
• Erhöhung der Lerneffektivität
• Lernen in gestuftem Aufbau; Durchlaufen der einzelnen Lernschritte in der sachlich angemessenen Reihenfolge
• Lernzielorientierte Tests: exakte Leistungsmessung möglich (wichtig wegen der Veränderung des Leistungsverständnisses: Die Grundschule wurde als Leistungsschule versanden)
• Ökonomie des Unterrichts: durch streng Planung kann der Unterrichtsstoff zeitsparend vermittelt werden
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1DFKWHLOHGHVOHUQ]LHORULHQWLHUWHQ8QWHUULFKWV
• Übertriebener Glaube an die Machbarkeit des menschlichen Lernens
• Glaube an Planbarkeit und Ziel des menschlichen Lernens
• Willensfreiheit von Schülerinnen und Schülern wird nicht beachtet
• Strenge Reglementierung für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte
• Kein Raum für Eigeninitiative und Kreativität 0lQJHOGHU&XUULFXOD
• Lernziele, Lerninhalte, Lernverfahren, Medien, Tests sind vorgeschrieben; somit sind die Lernprozesse genau festgelegt
• Starrheit und mangelnde Anpassungsfähigkeit an konkrete Lebenssituationen
Die Kritik an der zu stark lernzielorientierten Didaktik führte zur Forderung der Absetzung von geschlossenen Curricula und zu einer Hinwendung auf variierbare und offenere Curricula und offenerem Unterricht.
Diese Offenheit sollte sowohl auf der Ebene des Curriculums als auch auf der Ebene der Unterrichtspraxis verwirklicht werden.
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Es gibt weder eine einheitliche Definition des Begriffs „ offener Unterricht“ , noch eine einheitliche Theorie über den offenen Unterricht. Auch DEN offenen Unterricht gibt es nicht (JÜRGENS).
WALLRABENSTEIN sieht den Begriff des offenen Unterrichts als einen Sammelbegriff für
vielfältige Reformansätze der Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit den Lernenden auf der Grundlage eines aktiven Lernbegriffs.
Nach NEUHAUS-SIEMON wird mit dem Terminus offener Unterricht im Unterschied zum geschlossenen Unterricht ein Unterricht bezeichnet, dessen Inhalte, Durchführung und Verlauf nicht primär von der Lehrkraft, sondern von den Interessen, Wünschen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler bestimmt sind.
Je mehr Selbst- und Mitbestimmung den Schülerinnen und Schülern in der Frage, wann sie was und wie lernen wollen, zugebilligt werden, umso offener ist der Unterricht.
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Arbeit zitieren:
Matthias Altmannsberger, 2000, Offener Unterricht - Was ist das?, München, GRIN Verlag GmbH
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Matthias Altmannsberger's Text Offener Unterricht - Was ist das? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Matthias Altmannsberger hat den Text Offener Unterricht - Was ist das? veröffentlicht
Dirk Kasperek
Seltsame Art eine (wissenschaftliche) Hausarbeit zu schreiben. Zahlreiche Autoren, die im Text genannt werden, tauchen im Literaturverzeichnis nicht auf. Quellenangaben fehlen oft bzw. sind nicht nachzuvollziehen, Seitenangaben zum Quellennachweis im Text fehlen vollständig. Insgesamt eher eine Ansammlung von Aufzählungen als ein geschlossener Text. Teilweise inhaltliche und wortwörtliche Übereinstimmung mit folgendem Text:
http://schulpaed.tripod.com/freiarbeit.pdf.
Fazit: Schade um die 10 Euro und schwer zu glauben, dass dafür die Note 1 vergeben wurde.
am Friday, March 19, 2010-