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Flexible Arbeitszeitgestaltung - Arbeitszeitmodelle

Hausarbeit, 2002, 40 Seiten
Autor: Anne-Kathrin Hauck
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 40
Note: 1,3
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V9151
ISBN (E-Book): 978-3-638-15926-5

Dateigröße: 307 KB


Textauszug (computergeneriert)

Flexible Arbeitszeitgestaltung - Arbeitszeitmodelle

von Anne-Kathrin Hauck

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1

1. Die Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland 2

1.1. Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung 2
1.2. Arbeitszeitverkürzung und Arbeitszeitflexibilisierung 3

1.3. Allgemeine Beweggründe für eine flexible Arbeitszeitgestaltung 5
1.3.1. Globalisierung 6
1.3.2. Nachfrageentwicklung 6
1.3.3. Gewandelte Mitarbeiteransprüche 6

2. Begriffsabgrenzung und Bedeutung 
von Flexibler Arbeitszeitgestaltung 7

2.1. Arbeitszeit 7

2.2. Arbeitzeitgestaltung 8
2.2.1. Gestaltungsparameter: Chronometrie 8
2.2.2. Gestaltungsparameter: Chronologie 9

2.3. Flexible Arbeitszeitgestaltung vs. "normale Arbeitszeitgestaltung" 10
2.3.1. Was ist flexible Arbeitszeitgestaltung? 11

3.Modelle flexibler Arbeitszeitgestaltung in der Praxis 11

3.1. Anforderungen an flexible Arbeitszeitmodelle 11
3.1.1. Einbeziehung und Anforderung an die Mitarbeiter 12
3.1.2. Einbeziehung und Anforderung an die Führungskräfte 13

3.2 Grundlage für flexible Arbeitszeitmodelle: Arbeitszeitkonto 14

3.3. Gleitzeit 15
3.3.1. Gleitzeit ohne Kernzeit: die variable Arbeitszeit 16
3.3.2. Bewertung der Gleitzeit 18

3.4.Begriff der Teilzeitarbeit 19
3.4.1. Entwicklung der Teilzeitarbeit 20
3.4.2. Das neue Teilzeitgesetz in der Praxis 20
3.4.2. Elternteilzeit 21
3.4.3. Eine Form der Teilzeit: KAPOVAZ 22
3.4.4. Job-Sharing 23
3.4.5. Altersteilzeit 24

4.Vertrauensarbeitszeit 25

4.1. Begriffsabgrenzung 25
4.1.2. Motive und Anforderungen für die Vertrauensarbeitszeit 26
4.1.3. Vertrauensarbeit: Kulturbruch im großen Stil 27

4.2. Kritik und Probleme bei der Umsetzung 
von Vertrauensarbeitszeit 27

5. Rechtliche Rahmenbedingungen 
der flexiblen Arbeitszeitgestaltung 29

5.1.Gesetzliche Arbeitszeitregelungen 29
5.1.1.Arbeitszeitgesetz (ArbZG) 29
5.1.2. Ladenschlussgesetz (LadSchG) 31

5.2. Tarifliche Arbeitszeitregelungen 31
5.3. Betriebsvereinbarungen 32
5.4. Arbeitsverträge 33

6. Nachwort 34

Literaturverzeichnis

 

 

Vorwort

Der Wandel von Wertevorstellungen in der Gesellschaft und die Anforderungen dynamischer Märkte (kürzere Produktlebenszyklen, steigenden Innovationsdynamik, zunehmende Kundenorientierung, Internationalisierung etc.) stellen Unternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen. Diese bestehen nicht nur in der Entwicklung von neuen Produkten und Produktionstechnologien, sondern vor allem auch im Umgang mit Zeit und Flexibilität. Sowohl Wissenschaft als auch Praxis suchen deshalb vermehrt nach neuen Lösungen hinsichtlich Arbeitszeit und deren Flexibilisierung. In Zeiten von Rationalisierung und Personalabbau gewinnen flexible Arbeitszeitmodelle für Unternehmen eine besondere Attraktivität. In den letzten 15 Jahren sind die Arbeitszeiten in Deutschland und den europäischen Nachbarländern kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die Flexibilität und zeitliche Verfügbarkeit der Mitarbeiter. Hierbei müssen die unterschiedlichen Interessen von Arbeitnehmern, Vorgesetzten und Kunden betrachtet werden.
Mit Hilfe der vorliegenden Arbeit werden Faktoren aufgezeigt, die den hohen Stellenwert der Arbeitszeitflexibilisierung für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Deutschland hervorheben. Zudem werden sowohl die Perspektiven der Unternehmungen als auch die der Arbeitnehmer thematisiert. Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Darstellung von Modellen flexibler Arbeitszeitgestaltung in der Praxis und zeigt deren Notwendigkeit und Vorteile auf. Abschließend werden auf die rechtlichen Rahmenbedingungen verwiesen, die im Rahmen der Gestaltung von flexibler Arbeitszeitgestaltung zwingend zu beachten sind.

1. Die Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland

1.1. Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung

Das "Normalarbeitverhältnis" hat sich vor dem Hintergrund des ökonomischen Wandels und einer hohen Nachfrage an Arbeitskräften in den fünfziger bis zum Ende der siebziger Jahre herausgebildet. Mit dem Begriff des Normalarbeitsverhältnisses wird das Leitbild eines einheitlichen Typs von Arbeitsverhältnis beschrieben. Dieses ist in seinem Bestand als dauerhaft kontinuierliches und rechtlich geschütztes Vollzeitarbeitsverhältnis zu verstehen. Das Normalarbeitsverhältnis setzte sich als allgemeines normatives Leitbild durch und wurde zum beschäftigungspolitischen Maßstab und darüber hinaus zur Grundlage arbeits und auch familienrechtlicher Regelungen. Mit dem Normalarbeitsverhältnis eng verbunden ist das Leitbild der "Ernährerehe" und der "Normalfamilie", das die Vollzeiterwerbstätigkeit des Mannes vorsieht, der damit die materielle Versorgung der Ehefrau und Kinder sicherstellen soll. Vor dem Hintergrund des Ende der fünfziger Jahre einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwungs und steigenden Wohlstands, prägte dieses Leitbild die folgenden Jahre. Das Normalarbeitsverhältnis bildete durch die implizierte Stabilität und Kontinuität (Vollzeitarbeit von der Ausbildung bis zur Rente) und durch die somit langfristig angelegte soziale und materielle Absicherung die Grundlage für die Herausbildung der sogenannten Normalbiographie. Die einsetzende und auch wachsende Regulierung der Erwerbsverhältnisse und- verläufe bedingte eine zunehmende Standardisierung des Lebenslaufs. Bei diesem standardisierten Modell der Lebensarbeitszeitgestaltung ist von einer Dreiteilung des Lebens in sauber abgegrenzten Phasen auszugehen: Der Lernphase folgt die Arbeitsphase und dieser abschließend die Ruhepause.
Diese Stabilität geriet mit den ökonomischen Krisenerscheinungen, die Ende der siebziger Jahre einsetzten, ins Ungleichgewicht. Um die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes zu erhalten, kamen in der Folgezeit umfassende Maßnahmen der "Deregulierung" zum Tragen. Diese Neuordnung führte in zahlreichen arbeits- und sozialrechtlichen Punkten zu Veränderungen. Die Deregulierung schlugt sich nieder in vielfältigsten Neuerungen: flexibleren Arbeitszeitregelungen ( Wochenendarbeit, Schichtarbeit, Gleitzeit etc.), Neuerung des Rentenbeitritts, verminderten Kündigungsschutzes, der Erleichterung befristeter Arbeitsverträge und der Abkehr von Flächentarifverträgen. Die wesentlichen Standardisierungen des Arbeitsrechts, des Arbeitsorts und der Arbeitszeit wurden gelockert. Bei diesen Faktoren handelt es sich um die drei entscheidenden Dimensionen des Normalarbeitsverhältnisses. In der Summe bewirkten die Deregulierung und Rationalisierung der Arbeitswelt eine Erosion des Normalarbeitsverhältnisses. Die rechtlichen, räumlichen und zeitlichen Grenzen zwischen Arbeit und Nichtarbeit wurden zunehmend fließender. "Atypische" Beschäftigungsverhältnisse breiteten sich aus. Darunter sind vielfältige Formen geringfügiger und flexibler Beschäftigung zu verstehen. Die Erwerbsverläufe zeigten keine geradlinigen Strukturen mehr auf. Einerseits weil die oben genannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse zunahmen und andererseits wiesen die Erwerbsbiographien immer häufiger Sequenzen von Arbeitslosigkeit und Umschulungen oder Fortbildung auf. Die zuvor deutlicheren Grenzen der drei Phasen des Lebenslaufs - Vorbereitungs- und Ausbildungsphase, Phase der beruflichen Aktivität und Ruhestandsphase - wurden durchlässiger. Die Deregulierung des Arbeitsmarktes seit Ende der siebziger Jahre geht einher mit einer "Destandardisierung" des Lebenslaufs. All diese Faktoren bestätigen, dass ein an dem Leitbild des Normalarbeitsverhältnisses orientiertes standardisiertes Lebensmuster an Grundlage und Bedeutung verliert.

1.2. Arbeitszeitverkürzung und Arbeitszeitflexibilisierung

[...]


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