LKH Salzburg
Patienten und Personalschleuse kritisch betrachtet
Diplomarbeit
von
Dietmar Veitl
11 / 2002
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
1. Was ist eine Schleuse
2. Bauliche Maßnahmen
2.1. Bautechnische Voraussetzungen für eine Stationäre Patientenschleuse
2.1.1. Raumklimatische Ausstattung
3. Personalschleuse
3.1. Beobachtungen in der Personalschleuse
3.2. Vorschläge für eine Optimierung in der Personalschleuse
3.3. Richtiges Einschleusen
4. Patientenschleuse
4.1. Zur Gesundheitsvorsorge des Personal schreibt das Arbeitnehmerschutzgesetz vor
4.2. Hygienische Aspekte
4.3. Richtiges Einschleusen der Patienten
4.4. Richtiges Ausschleusen des Patienten
4.5. Sicherheit für den Patienten
5. Patientenschleuse: Wie sinnvoll ist ihr Einsatz im OP- Betrieb?
6. Schleusen Typen
6.1. Mobile Patientenschleuse
6.2. Segeltuch Patientenschleuse
6.3. Rollbrett
7. Sicherheit für das Personal
8. Wartung - Reinigung - Richtiges Bedienen
8.1. Fehlerquellen
9. Gesundheitliche und Wirtschaftliche Aspekte
10. Sicherheit des Patienten
11. Auswertung des Personalfragebogen
12. Auswertung des Patientenfragebogen
13. Schleuse in der Zukunft
14. Schlusswort
15. Literaturverzeichnis
1. Vorwort:
In der Sonderausbildung Pflege im Operationsbereich ist uns auch im Ausbildungsjahr die Aufgabe gestellt worden, eine Diplomarbeit zu schreiben. Als wir diese Aufgabe gestellt bekommen haben, ging gleich ein Raunen durch die Klasse. Diese Arbeit zu schreiben ist sicher für uns alle eine sehr große Herausforderung, sowohl in der Wahl des Themas als auch im Aufbringen der nötigen Motivation. Denn es ist sicher nicht einfach das alles neben Beruf, Schule und Familie unter einen Hut zu bringen.
Am Anfang hat sich für uns alle die Frage gestellt, welches Thema soll ich, - wir die Arbeit schreiben. Die Vorgaben von der Ausbildungsleitung war so definiert, dass das Thema mit der Pflege im Operationssaal zu tun haben soll. Ein Literaturstudium sollte unbedingt gemacht werden, wobei mindesten vier Quellen angeführt werden müssen. Das Layout war ebenfalls genau definiert. Diese Arbeit sollte auch einen wissenschaftlichen Ansatz haben. Der Umfang dieser Arbeiten soll 20 - 25 Seiten pro Person betragen und es kann allein oder zu zweit geschrieben werden. Anschließend sind die ersten Überlegungen zu Papier gebracht worden und die Themenauswahl wurden mit der Sonderausbildungsleitung besprochen.
Wir (Michaela Wimmer, Dietmar Veitl )entschlossen uns die Diplomarbeit gemeinsam zu schreiben. Der erste Entschluss war das Thema: "Präoperative Pflegevisite." Dies war ein Thema ,das uns schon immer am Herzen lag. Bei einem Gespräch mit unserer Pflegedienstleitung Stellvertreterin, wurde uns aber leider berichtet, dass dieses Thema ein Pfleger beim Intensivkurs im vergangenen Jahr schon abgehandelt hatte. Es wäre nicht so günstig für den Betrieb, dass in kurzer Zeit zweimal über dieses Thema geschrieben wird.. Wir setzten uns intensiv mit der stellvertretenden Pflegedienstleitung über ein mögliches anderes Thema auseinander, ein Thema das von Nutzen für unser Haus, aber auch für andere interessant sein könnte. Letztlich entschieden wir uns über das Thema Patientenschleuse zu schreiben.
Nach der Besprechung mit der Kursleitung, die unser Thema akzeptierte, starteten wir das Literaturstudium. Schon bei der Auswahl der Literatur bemerkten wir, dass dies ein sehr schwieriges Thema ist, da fast keine Literatur existiert. Die wenigen Unterlagen beschreiben die Hygieneaspekte von Patientenschleuse. Uns ist aber wichtiger, dass die Patientenschleuse möglichst umfassend beleuchtet wird. Dazu gehört der hygienische Anteil, der bauliche Aspekt, der gesundheitliche Aspekt, wie auch der wirtschaftliche Aspekt. Als das Literaturstudium abgeschlossen war, hatten wir nur ein paar Zeilen über die Patientenschleuse und wir entschlossen uns die Themenauswahl zu erweitern und uns auch mit der Personalschleuse zu beschäftigen. Wir fanden dass dieses Thema sehr gut zur Patientenschleuse passt und auch einen unmittelbaren Zusammenhang zulässt.
Nach Auswahl des entgültigen Themas setzten wir uns das Ziel, bis Juni die Arbeit unter Dach und Fach zu haben. Leider konnten wir uns unser selbst- getroffenes Ziel nicht halten, da es hin und wieder an einem Motivationsschub mangelte. Mitte August war es dann endlich so weit, wir konnten unsere Diplomarbeit abschließen. Unser Bestreben war, dass wir umfassende und anwendbare Informationen erarbeitet haben, obwohl wir schon während der Arbeit feststellen mussten, dass sich immer wieder neue Fragen stellten. Diese Arbeit stellt keinen Anspruch auf Endgültiges, wir haben unsere Meinung zu diesem Thema niedergeschrieben und wollen es als Information sehen.
1. Was ist eine Schleuse:
Heutzutage ist es notwendig in modernen Operationssälen eine Trennung zwischen Versorgung und Operationstrakt einzurichten. Diese Trennung wird je nach Erbauungsdatum des Krankenhauses unterschiedlich bewerkstelligt. In älteren Krankenhäusern ist es durchaus noch möglich, dass diese Aufgabe "nur" eine Tür erfüllt. Dies entspricht aber nicht mehr dem Stand der Wissenschaft, sondern sollte nach neuesten Erkenntnissen durch eine räumliche Trennung erfolgen. Bei Umbau oder Neubau eines Spitals, werden die räumlichen Voraussetzungen für Patienten und Personalschleuse getrennt eingeplant.
Die wichtigsten Kriterien für die Schleusen sind einerseits die Hygienerichtlinien und anderseits das Arbeitnehmerschutzgesetz.
Diese Richtlinien werden im Laufe unserer Arbeit noch detaillierter beschrieben.
Die Definition im Buch "Der Operationsgehilfe Theorie und Praxis von Hermann Zecha"(Zecha 2000,S 21)
"Die Umbettschleuse ist eine räumliche Teilung, welche durch eine stationäre Umbettanlage die unreine von der reinen Zone trennt. Mit der Umbettanlagen wird der Patient mittels eines Förderbandes vom Bett auf den Tisch, bzw. nach der Operation vom OP-Tisch in das Bett transportiert."
[...]
Arbeit zitieren:
Dietmar Veitl, 2002, Patienten und Personalschleuse kritisch betrachtet, München, GRIN Verlag GmbH
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