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Hinweis:
Wenn in der folgenden Arbeit von dem Mitarbeiter, dem Vorgesetzten usw. die Rede ist, dann ist auch immer die Mitarbeiterin und die Vorgesetzte gemeint. Auf eine Doppelnen- nung wurde allein zugunsten des Leseflusses verzichtet.
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Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung ABM Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen AÜG Arbeitnehmerüberlassungsgesetz BetrVG Betriebsverfassungsgesetz bzw. beziehungsweise ca. circa d.h. das heißt IAB Institut für Arbeitsmarkt und Berufs-forschung o.g. oben genannte p.a. per anno u.s.w. und so weiter Vers. Version z.B. Zum Beispiel
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Übersicht Einordnung der Personalakquisition in die Personalwirtschaft Abbildung 2 Bevölkerungspyramide Deutschland Abbildung 3 Externe und interne Ziele des Personalmarketing
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Im April 2002 waren laut Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit in Deutschland über 4 Millionen Menschen arbeitslos. 1 Hinzu kommen, vor allem in den neuen Bundesländern, die Personen, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen z.B. ABM befinden. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass sich z.B. auf Grund der schlechten konjunkturellen Lage, viele vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Diese Gruppe wird auch als stille Reserve bezeichnet. Die tatsächliche Zahl Arbeitsuchender liegt demzufolge viel höher als die o.g. 4 Millionen. Wäre dies allerdings eine vollständige Analyse der derzeitigen Situation, welchen Sinn würde es dann machen, sich mit Personalakquisition zu beschäftigen und sogar von deren zunehmender Bedeutung zu sprechen?
Bei näherer Betrachtung wird schnell deutlich, dass die beschriebene Situation nur eine Seite der Medaille darstellt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meldete bereits im vierten Quartal 2000 eine Anzahl von 1,4 Millionen offener Stellen. 2 Der Mangel an Fachkräften im Informations- und Kommunikationssektor wurde durch die öffentlich ausgetragene Diskussion über die Einführung eines Green Card Programms in Deutschland recht offensichtlich. Weiterhin spricht der VDI in einer Pressemitteilung sogar davon, dass der Ingenieurmangel den Technologiestandort Deutschland gefährdet. 3 Es deutet vieles darauf hin, dass sich diese Probleme in der Zukunft noch verstärken werden. Mittelfristig betrachtet dürfte der von vielen Experten prognostizierte wirtschaftliche Aufschwung zu einer Nachfragesteigerung nach Arbeitskräften führen. 4 Langfristig betrachtet gibt die demographische Entwicklung Grund zu der Annahme, dass Unternehmen künftig Probleme haben werden freie Stellen adäquat zu besetzen.
1 Internet WWW page, in URL:
10.05. 2002)
2 Internet WWW page, in URL:
2002)
3 Internet WWW page, in URL:
4 Internet WWW page, in URL:
2002)
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Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, dem Leser Inhalt und Aufgaben der Personalakquisition näher zu bringen. Zudem soll die zunehmende Bedeutung der Personalakquisition als Teil der Personalbeschaffung und des Personalmarketings herausgestellt werden. Andere Bereiche der Personalbeschaffung z.B. Personalanforderung und Personalauswahl sollen nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Trotz enger Verknüpfung zu der Frage, wie es möglich ist, Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen, soll die Frage wie man sie im Unternehmen hält ebenso unberücksichtigt bleiben. Ansonsten würde auf Grund der Limitierung des Umfangs, jedes der einzelnen Themen nur sehr oberflächlich betrachtet werden können.
Zunächst ist es notwendig, Personalakquisition zu definieren, von verwandten Begriffen abzugrenzen und in die Personalwirtschaft einzuordnen. Eine anschließende Situationsanalyse und ein Überblick über die neue Bedeutung der Personalakquisition sollen den Stellenwert des Themas bekräftigen. Im Folgenden wird auf die drei Ebenen der Personalakquisition - operativ, taktisch, strategisch - eingegangen. Der Abschnitt strategische Personalakquisition stellt die Überleitung zum Personalmarketing dar. An dieser Stelle soll besonders deutlich werden, warum Personalakquisition nicht isoliert von anderen personalpolitischen Bereichen betrachtet werden kann.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist erreicht, wenn der Leser sich der zunehmenden Bedeutung der Personalakquisition bewusst geworden ist, deren Grundgedanken kennt und diese in den gesamten Unternehmensprozess einordnen kann. Ferner soll veranschaulicht werden, warum Personalakquisition zunehmend auch auf der strategischen Unternehmensebene stattfinden muss.
Auch wenn das Thema alle Mitarbeiter eines Unternehmens betrifft, so ist bereits jetzt abzusehen, dass der Arbeitskräftemangel bei den so genannten High Potentials oder High Performern besonders drastisch ausfallen wird. Aus diesem Grund soll neben der generellen Darstellung des Problems, bei konkreten Maßnahmen und Beispielen vor allem auf die genannte Zielgruppe eingegangen werden.
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Über den Begriff Personalakquisition gibt es, wie auch über andere personalwirtschaftliche Ausdrücke, in der Fachliteratur keine einheitliche Auffassung. So werden synonym bzw. sinnähnlich häufig auch die Begriffe Personalbeschaffung, Personalmarketing, Personalwerbung, Personalrekrutierung oder Personalgewinnung verwendet. Im nachfolgenden sollen die in dieser Hausarbeit am häufigsten verwendeten Begriffe definiert werden. „Personalwirtschaft ist das Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre, dass sich mit den arbeitenden Menschen und damit den personellen und sozialen Aufgaben im Unternehmen befasst. 5 “ Laut Jung lässt sich die Personalwirtschaft in drei übergeordnete Aufgabengebiete gliedern: Personelle Leistungsbereitstellung, Leistungserhalt und -förderung sowie Informationssysteme der Personalwirtschaft. 6 . Zum erstgenannten Gebiet gehört unter anderem auch die Personalbeschaffung.
Bei den Autoren der Fachliteratur herrscht Einigkeit darüber, dass die Personalbeschaffung eine klassische Hauptaufgabe der Personalwirtschaft ist. 7 Ihr Ziel besteht darin, personelle Unterdeckung zu beseitigen und die benötigten Arbeitskräfte unter qualitativen, quantitativen, zeitlichen und örtlichen Aspekten zur Verfügung zu stellen. 8 Grundlage hierfür sind Erkenntnisse aus der Personalbedarfs- und Personalbestandsplanung 9 . Ein Instrument der Personalbeschaffung ist die Personalakquisition. Dies geht aus der nachfolgenden Definition, die aus der Sammlung Poeschel „Grundbegriffe der Personalwirtschaft“ übernommen wurde, hervor.
„Personalakquisition bezeichnet die Summe der Maßnahmen, durch die im Rahmen der Personalbeschaffung mit potentiellen Stelleninhabern Kontakt aufgenommen wird. Über
5 Jung, H. (1995): Personalwirtschaft, Oldenbourg, S.4
6 vgl Jung, H. (1995) S. 4
7 vgl. Olfert, K./ Steinbuch, P.A. (1990): Personalwirtschaft, 4. Auflage, Ludwigshafen, S. 25
8 vgl. Hentze, J. (1994): Personalwirtschaftslehre 1, 6. Auflage, Bern Stuttgart Wien, S.217
vgl. Jung, H. (1995) S. 5
vgl. Olfert,K/ Steinbuch, P.A. (1990), S.97
9 vgl. Jung H. (1995) S. 128
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die Personalwerbung wird das externe Personalbeschaffungspotential angesprochen.“ 10 Interne Maßnahmen der Personalbeschaffung werden laut dieser Definition als interne Personalakquisition bezeichnet. 11 Abbildung 1 soll die Einordnung der Personalakquisition in die klassischen Bereiche des Personalwesen nochmals verdeutlichen.
Einordnung der Personalakquisition in die Personalwirtschaft 12 Abb. 1:
Personalakquisition bzw. Personalwerbung kann aber nicht nur als Teilbereich der Personalbeschaffung, sondern auch als Teilbereich des Personalmarketings gesehen werden 13 . Über die Definition des Begriffs Personalmarketing gibt es zahlreiche unterschiedliche Meinungen. So wird Personalmarketing teilweise nur als Instrument der Personalbeschaf- 10 WeberW./ Mayrhofer W./ Nienhüser W. (1993): Sammlung Poeschel. Grundbegriffe der Personalwirt-
schaft, Stuttgart, S. 197
11 vgl. Weber W./ Mayrhofer W./ Nienhüser W. (1993), S. 197
12 vgl. Jung H. (1995) S. 4 und 5
13 vgl. Schneider B. (1995): Europäische Hochschulschriften, Reihe V, Bd. 1794, Volks- und Betriebswirt-
schaft. Personalbeschaffung, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, S.26
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Markus Heidler, 2002, Die zunehmende Bedeutung der Personalakquisition als Teilbereich der Personalbeschaffung und des Personalmarketings, München, GRIN Verlag GmbH
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