Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hausarbeit, 2006, 20 Seiten
Autor: Diplom Online-Journalist Michael Johannes Manger
Fach: Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Darmstadt (Journalismus)
Tags: Systemtheorie, Online-PR, PR, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Journalismus, Hochschule Darmstadt, Unternehmenskommunikation, CSR, Web 2.0, Meinungsmacher
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-06993-9
ISBN (Buch): 978-3-638-95537-9
Dateigröße: 255 KB
Der Mensch hat eine zentrale Fähigkeit, die ihm vom Tier unterscheidet – die Exzentrizität. Er kann sich im Hier und Jetzt sehen aber auch in die Zukunft und die Vergangenheit blicken und dank seiner Kognitionen komplexe Erklärungsmodelle aufstellen. Der Mensch möchte sich Dinge und Zusammenhänge erklären. Manche wollen sogar erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Vision von einer omnipotenten Erklärung unserer Welt ist so alt, wie die Menschheit selbst. In Goethes Fast geht die tragische Hauptfigur dafür sogar einen Bund mit dem Teufel ein.
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
In diesem Abschnitt wird sich die vorliegende Arbeit mit der konstruktivistischen Systemtheorie und dem Berührungspunkten dieser Theorie mit den Public Relations auseinandersetzen. Um in das Thema einzusteigen, werden zu Beginn dieses Absatzes zunächst die Grundbegriffe „Konstruktivismus“ und „Systemtheorie“ verdeutlicht.
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Darmstadt h_da
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften Studiengang
Online-Journalismus / Schwerpunkt Online-PR/Öffentlichkeitsarbeit
Systemtheorie und PR
Wissenschaftliche Hausarbeit
vorgelegt von:
Michael Johannes Manger
Sommersemester 2006
6. Semester Online-Journalismus
30. Juli 2006
Inhaltsangabe
1.0 Einleitung
2.0 Konstruktivistische Systemtheorie
2.1 Der Radikale Konstruktivismus
3.0 Grundlagen der Systemtheorie
3.1 Die Denker der Systemtheorie
3.2 Die Allgemeine Systemtheorie
3.2.1 Organisierte Komplexität
3.2.2 Unorganisierte Komplexität
3.2.3 Offene und geschlossene Systeme
4.0 Die Systemtheorie in der Soziologie
4.1
Strukturfunktionalismus
4.1.1
Der
Begriff
Struktur
4.1.2 Der Begriff Funktion
4.1.3
Die
Begriffe
Struktur
und Funktion in der Systemtheorie
5.0 Die Theorie sozialer Systeme nach Luhmann
5.1 Die funktional-strukturelle Theorie
5.1.1
Autopoiesis
5.1.1.1 Operative und strukturelle Kopplung
5.1.2
Kommunikation
6.0 Die PR-Theorie nach Klaus Merten
6.1 Der Rahmen der PR-Theorie nach Merten
6.2 Evolution von Kommunikation
6.3 Die wachsende Zahl an Medienangebote
6.4 Fiktionale Strukturen
6.4.1 Evolution fiktionaler Strukturen
6.4.2
Öffentliche
Meinung
6.4.3 Corporate Identity (CI)
7.0 Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten
8.0 PR als Metakommunikation
9.0 Kritische Würdigung
9.1 Konstruktivismus Kritik nach Saxer
9.1.1 Der Konstruktivismus erklärt zu wenig
9.1.2 Journalismus braucht objektive Faktoren
9.2 Merten Theorie mit ethischen Mängeln
10.0 Fazit
Literaturverzeichnis
2
1.0
Einleitung
Der Mensch hat eine zentrale Fähigkeit, die ihm vom Tier unterscheidet die
Exzentrizität. Er kann sich im Hier und Jetzt sehen aber auch in die Zukunft und die
Vergangenheit blicken und dank seiner Kognitionen komplexe Erklärungsmodelle
aufstellen. Der Mensch möchte sich Dinge und Zusammenhänge erklären. Manche
wollen sogar erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Vision von einer
omnipotenten Erklärung unserer Welt ist so alt, wie die Menschheit selbst. In Goethes
Fast geht die tragische Hauptfigur dafür sogar einen Bund mit dem Teufel ein. Die
Wissenschaft hat in den letzten Jahrhunderten viele Fortschritte gemacht aber es
gibt noch immer Phänomene und Dinge, die selbst für den intelligentesten Denker
unvorstellbar sind z.B. die Unendlichkeit des Kosmos. Die Menschheit gibt aber
trotzdem nicht auf und forscht weiter auf der Suche nach neuen Erklärungsversuchen
und diese verhalten sich wie eine Limesfunktion der Mathematik: Sie nähern sich
immer näher einem Punkt an, der aber in der Unendlichkeit verborgen ist uns so nie
erreicht werden kann. Dabei wird doch in vielen Teilbereichen geforscht und kleine
Bruchstücke werden erklärt und verstanden. Was die Wissenschaft aber bisher noch
nicht so häufig hervorgebracht hat, ist eine Makrotheorie, die versucht unsere Welt in
gesellschaftlicher Hinsicht global zu erklären. Eine solche Theorie ist die
Systemtheorie. Die Systemtheorie und verwandte Theorien sind heute Grundlage für
viele Wissenschaften. Die Soziale Arbeit bezieht ihr Life Model aus den Grundaussagen
von Luhmann, die PR als junge Wissenschaft fand in der Systemtheorie eine Grundlage
für professionelles Handeln und auch die Biologie und auch die Medizin greifen auf
Systemtheorie zurück. Die Systemtheorie ist eine Theorie mit ökologischem Ansatz, da
sie keine Einzelbereiche betrachten, sondern immer das Ganze im Blick hat. Diese
Arbeit soll zum Anlass genommen werden die Systemtheorie näher zu betrachten und
eine Verbindung zwischen Systemtheorie und der PR zu schaffen.
2.0 Konstruktivistische Systemtheorie
In diesem Abschnitt wird sich die vorliegende Arbeit mit der konstruktivistischen
Systemtheorie und dem Berührungspunkten dieser Theorie mit den Public Relations
auseinandersetzen. Um in das Thema einzusteigen, werden zu Beginn dieses Absatzes
zunächst die Grundbegriffe ,,Konstruktivismus" und ,,Systemtheorie" verdeutlicht.
Die Wurzeln des Konstruktivismus liegen in der Sprachforscher, der Entwicklungs-
psychologie und der Kybernetik. (Stoller-Schai 98)
Der wesentliche Denker des radikalen Konstruktivismus war Ernst von Glasersfeld.
Glaserfeld formulierte die Grundbegriffe seiner Epistemologie (der Radikale
Konstruktivismus ist eine Erkenntnistheorie) so:
Wissen wird nicht durch die Sinne und auch nicht durch Kommunikation aufgenommen
bzw. passiv konsumiert, sondern Wissen wird von jedem Menschen im kognitiven
Prozess des Denkens aktiv gebildet bzw. aufgebaut.
3
Kognition ist in der Biologie als Adaption anzusehen und strukturiert die
Erfahrungswelt auf viable Art (d.h. Eine Konstruktion von Wirklichkeit ist dann viabel,
wenn sie in unser Weltbild passt, d.h. mit unserem Weltbild stimmig ist - das heißt,
wenn sie zum erfolgreichen Überleben einer Art/Rasse oder eines Subjekts beiträgt.)
(vgl. Stoller-Schai 98). Die Kognition ist nicht die Erkenntnis einer objektiven
Wirklichkeit. Jedes Subjekt ist also nur der eigenen individuellen Realität zugänglich.
Glasersfeld bezeichnet dies als einen epistemischen Solipsismus: In meinem
Erkennen existiert nur meine Realität. (vgl. Stoller-Schai 98)
Beim Radikalen Konstruktivismus bedeutet Erkennen nicht das Erstellen bzw.
Herstellen einer Abbild der Wirklichkeit, sondern vielmehr eine Konstruktion von
Wirklichkeit. Diese Konstruktion beinhaltet auch immer eine Vereinfachung der realen
Welt, um die Komplexität für den Menschen begreifbar zu machen. Der Mensch kann
so einfacher in einer komplexen Welt handeln.
2.1 Der Radikale Konstruktivismus
Der Radikale Konstruktivismus trennt nicht zwischen philosophischer Erkenntnis-
theorie und empirischer Wissenschaft, da Erkennen nicht das Abbild einer Wirklichkeit
herzustellen bedeutet, sondern eher eine Vereinfachung von komplexer Realität durch
die eigene Konstruktion der Wirklichkeit. (Stoller Schai 98)
Aus den bisher betrachteten theoretischen Ansätzen entwickelte sich in der modernen
PR-Forschung ein Ansatz, der stark auf die Systemtheorie aufbaut: Die PR-Theorie von
Klaus Merten auf die ich noch später ausführlich eingehen werde.
3.0 Grundlagen der Systemtheorie
In der Wissenschaft gibt es zwei meist stark abgegrenzte Kulturen bzw. Lager. Auf der
einen Seite gibt es die naturwissenschaftlich-technische Kultur und auf der anderen
Seite die geisteswissenschaftlich-literarische Kultur. Diese beiden Lager zeigen ihre
Kluft ganz stark im unterschiedlichen Umgang mit der Systemtheorie und ihren
Begriffen. Diese Tatsache macht es nicht gerade einfach einheitliche Gesetze,
Gesetzmäßigkeiten und Begriffsklärungen aufzufinden. Auch zwischen Soziologie und
Naturwissenschaften gibt es in Sachen Systemtheorie kaum Einigkeit. Die
wissenschaftliche Gemeinschaft unterscheidet in ihrem Diskurs die funktional-
strukturelle Systemtheorie auf der Seite der Soziologie und die mathematisch-
kybernetische Systemtheorie auf der Seite der Naturwissenschaften. Ein
Hauptvertreter der mathematisch-kybernetischen Systemtheorie ist der Philosoph
Gunter Ropohl. Ropohl zur Lagerbildung in der Systemtheorie: ,, ...Es hat den Anschein
als verdanke Habermas seine Kenntnisse der kybernetischen Systemtheorie fast
durchweg den eigenwilligen Umdeutungen Luhmanns, und es soll uns nicht weiter
stören, wenn zwei Blinde über Farbe streiten" (Ropohl 79, S. 85). Ungeachtet dieser
nicht immer sachlichen Kritik von Ropohl wurde die strukturell-funktionale
Systemtheorie stark weiter betrieben und ist heute unbestritten eine Methode der
Scientific Community soziale Prozesse und Zusammenhänge zu beschreiben und
4
wissenschaftlich zu erhellen. In der Systemtheorie geht es um eine Untersuchung
einer Ganzheitlichkeit. Nicht einzelne Individuen werden betrachtet, sondern die
Gesellschaft und die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft bzw. die Stellung von
Systemen im Ganzen bzw. die Stellung von Elementen in Systemen und die Interaktion
von Element und Systemen von Systemen untereinander und die Interaktion von
System und Umwelt stehen im Mittelpunkt der Systemtheorie. Die Systemtheorie
bewegt sich auf der Macroebene und es geht um die Vernetzung von
Einzelphänomenen zu einer als System bezeichneten Ganzheit. (Kohring, 2000, S. 154)
Dieser Ansatz führt dazu, dass man ein System nicht allein durch seine
Einzelphänomene beschreiben kann. Ein System kann erst durch die Erfassung der
gegenseitigen Wechselbeziehungen zwischen seinen Bestandteilen ganz erfasst und
beschrieben werden. Zentraler Gegenstand der Systemtheorie ist damit ,,die
Organisation der komplexen Wechselbeziehungen zwischen einzelnen Elementen"
(Kohlring 2000, Seite 154). Was Element eines Systems ist und was nicht zum System
gehört, wird erst nach der genauen Betrachtung, wie ein System seine Elemente
miteinander verbindet offenbar. Elemente die nicht zum System gehören, werden
hierbei der Umwelt des Systems zugeordnet. Die Grenzen eines Systems definieren
sich dadurch, was nicht dazugehört, also als ,,Differenz zwischen System und Umwelt"
(Rühl 2000, Seite 155).
3.1 Die Denker der Systemtheorie
Im folgenden Abschnitt wollen wir uns die Systemtheorie genauer ansehen und auf die
Köpfe hinter der Theorie eingehen.
3.2 Die Allgemeine Systemtheorie
Wie wir schon oben lesen konnten, wurde der Begriff der Systemtheorie ursprünglich
aus den Naturwissenschaften entlehnt. Der Begriff Systemtheorie wurde in den 30er
Jahren in der Biologie verwendet. In den 30er Jahren gab es einen Streit zwischen der
Biologie und der Physik. Die Physik hatte zur Weltbeschreibung einen deduktiven
Ansatz. Die Physik leitete also das Einzelne vom Allgemeinen ab. Dieses deduktive
Verfahren war in der Physik gut anzuwenden. Die Biologie sah sich aber außer Stande
diesen Ansatz der Deduktion zu übernehmen und so das Leben auf rein physikalische
und chemische Abläufe als Begründungen zu reduzieren. Daher fand eine Abweichung
von der Beobachtung von Einzelphänomenen hin zum System statt. Ab dieser Zeit
wurde der Körper z.B. des Menschen als Organismus also als System betrachtet und
so als Ganzes wahrgenommen und nicht nur seine einzelnen Bestandteile. Die ersten
Veröffentlichungen zu dieser ganzheitlichen Sichtweise in der Sozialen Arbeit spricht
man heute vom Ökologischen Ansatz (Life Model) erfolgten aber erst in den 50er
Jahren. Der Physiologe und Zoologe Ludwig von Bertalanffy formulierte in seiner
,,Allgemeinen Systemtheorie" die Theorie über ,,die Organisationsform der komplexen
Wechselbeziehung zwischen einzelnen Elementen." (Kneer / Nassehi 97, S 21). In
seiner Theorie unterschied Bertalanffy zwei Punkte. Diese Punkte sollten einige Jahre
später auch in der Soziologie einen wichtigen Platz einnehmen. Bertalanffy
unterschied erstens in organisierter und unorganisierter Komplexität und zweitens
5
Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
PR-Strategien im Mittelstand
Autor: Isabella HolzHauptseminararbeit, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Sozialsystem "Familie"
Autor: Oliver WennmannHausarbeit, 2001 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
IAS/IFRS für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
Autor: Stefanie HandkePraktikumsbericht / -arbeit, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 7,99 EUR
IFRS für kleinere und mittlere Unternehmen- Pro und Contra
Autor: Norbert SchillerSeminararbeit, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Wissenschaftliche Modelle und Untersuchungen zum Verhältnis von Public Relations und Lokaljournalismus
Autoren: Anne Lehwald, Ellen Dietzsch, Lars OertelForschungsarbeit, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 34,90 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Bisher keine Kommentare