Gliederung
1. Einleitungsteil
1.1 Einführung
1.2 Überblick über die Gestaltung der Hausarbeit
2. Hauptteil
2.1 Harold Garfinkel
2.2 Begriff der Ethnomethodologie
2.3 Was ist Ethnomethodologie
2.4 Erkenntnisinteresse der Ethnomethodologie
2.5 Theorie zur Konstruktion der sozialen Wirklichkeit
2.6 Soziale Wirklichkeit
2.6.1 Alltagswirklichkeit und Alltagswelt
2.6.2 Krisenexperimente
2.6.3 Alltagswissen
2.6.4 Die bewußte Aneignung von Alltagswissen
2.6.5 Methoden der Ethnomethodologie
2.6.6 Handlungen
2.6.7 Alltagsdenken
3. Schlußteil
3.1 Kritik an der Ethnomethodologie
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1. Einleitungsteil
1.1 Einführung
Die Grundproblematik dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Ethnomethodologie. Sie ist eine Forschungsrichtung der Soziologie u nd gilt als eine der schwerverständlichsten soziologischen Lektüre:
"Der Sprecher erwartet, der andere werde seinen Bemerkungen den vom Sprecher intendierten Sinn zuschreiben, und gerade dadurch erlaube der andere ihm, dem Sprecher, die Annahme, dass beide wüssten, worüber der Sprecher gerade spreche - und zwar ohne dass irgendeine Überprüfung erforderlich sei." (Garfinkel 1973, S. 205)
Harold Garfinkel schuf mit der Ethnomethodologie einen Ansatz, der eine Gegenbewegung zum Strukturfunktionalismus ausprägen sollte.
1.2 Überblick über die Gestaltung der Hausarbeit
Das folgende Textmaterial widmet sich kurz dem Urheber der Ethnomethodologie, Harold Garfinkel, und seiner Bedeutung für diese außergewöhnliche Forschungsrichtung in der Soziologie. Die Ausarbeitung beschäftigt sich dann mit den Fragen zur Beschreibung und zum Ziel der Ethnomethodologie. Anschließend stellt dieser Text besondere Begriffe und deren Anwendung dar. Zusätzlich erfolgt dann ein Einblick in verschiedene Forschungsexperimente und abschließend werden Kritiken zur Ethnomethodologie vorgestellt.
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2. Hauptteil
2.1 Harold Garfinkel
Harold Garfinkel machte 1954 die spezielle Forschungsrichtung der Soziologie erstmals bekannt. Der Urheber studierte ab 1952 an der Harvard Universität und war ein Schüler von Talcott Parsons. An dieser Universität lernte er Schütz kennen und wurde durch jenen in seiner weiteren Arbeit sehr beeinflußt. In seiner Dissertation unternahm Garfinkel eine detaillierte Studie über die unterschiedlichen handlungstheoretischen Grundvorstellungen von Parsons und Schütz sowie ihren gedanklichen Hintergründen.
2.2 Begriff der Ethnomethodologie
"... Ethnomethodologie... gilt als Spezialdisziplin, die sich im Rahmen einer kognitiven Soziologie einordnet, einer Soziologie des Zustandekommens sozialen Wissens..." (Weiss 1993, S. 121)
Der Begriff Ethnomethodologie setzt sich aus "ethno" und "methodology" zusammen. Die Silben "ethno" verweisen auf Ethnos und Ethnographie, d.h. die Praxis von gewöhnlichen Menschen und eine beschreibende Völkerkunde. Die Silben "methodology" verweisen auf die Methodik, nach der die praktische Aktivität aufgebaut ist. Garfinkel war sich über sein außergewöhnliches Forschungsinteresse im klaren. Er prägte den Ausdruck Ethnomethodologie, w eil er auf keine soziologischen Fachbegriffe zurückgreifen konnte. (vgl. Weiss 1993, S.111)
2.3 Was ist Ethnomethodologie
"... Ethnomethodologie enthüllt das soziale Leben als eine Reihe solch beeindruckender Leistungen der Wirklichkeitskonstruktion, völlig abgehoben vom aktuellen Verhalten, Inhalten und Emotionen." (Weiss 1993, S. 120)
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Das Lexikon beschreibt Ethnomethodologie als eine Forschungsrichtung, die versucht, Methoden ausfindig zu machen, mit denen der Mensch sich seinen Alltag erschafft.
Das Ziel dieser Wissenschaft ist es, so nah wie möglich die Einzelheiten zu erforschen, die das soziale Leben von Moment zu Moment ausmachen. Es sind die Methoden, mit denen die Gesellschaftsmitglieder tägliche Routinearbeiten, selbstverständliche Handlungen und Interaktionen, also zwischenmenschliche Unternehmungen, bewältigen. (vgl. Lexikon der Soziologie 1994, S.186)
2.4 Erkenntnisinteresse der Ethnomethodologie
Garfinkel will mit der Ethnomethodologie Methoden untersuchen, mit denen Handelnde ihren Alltag erzeugen und ihrer Welt einen Sinn, eine Bedeutung, geben. Er will aber auch zeigen, daß die untersuchte Alltagswelt zerbrechlich und selbständig ist. Die Ethnomethodologie beschäftigt sich intensiv mit Schemata, die das Wesen des Menschen verändern können. Das Erkenntnisinteresse richtet sich demzufolge auf die Eigenschaften der Methoden, die zur Erschaffung und Zerstörung der sozialen Wirklichkeit eingesetzt werden. Antworten auf diese Fragen finden die Forscher nur durch Erarbeitung und Überprüfung individueller Wirklichkeiten.
Empirische ethnomethodologische Forschung wird in einer Vielzahl von verschiedensten Handlungsfeldern durchgeführt, da ein konkreter Untersuchungsbereich nicht eingrenzbar ist. (vgl. Patzelt 1987, S. 11)
2.5 Theorie zur Konstruktion der sozialen Wirklichkeit
Garfinkel hält sich bei seinen theoretischen Betrachtungen an Heideggers Aussagen, der die Existenzangst des Menschen als Grundlage dafür sieht, daß sich das Individuum ständig im Alltag einen Sinn erzeugt. D ieser beliebige Sinn wird durch Mitmenschen weitergeführt. Garfinkel betrachtet die soziale Wirklichkeit aus der Sichtweise eines Forschers. Er sieht die Wirklichkeit als gegeben und entworfen. In den Augen des Alltagsmenschen ist die Wirklichkeit allerdings eine Selbstverständlichkeit. Diese Selbstverständlichkeit herrscht vor, da bei einer Hinterfragung des alltäglichen Lebens eine mysteriöse Unbegründbarkeit auftaucht. Mit diesen Aussagen stützt sich
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Arbeit zitieren:
Claudia Braun, 1997, Ethnomethodologie - Theorie und Empirie, München, GRIN Verlag GmbH
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