Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung 3
1 Das vier Ohren Modell 3
1.1 Senderseite einer Nachricht 5
1.2 Die Empfängerseite einer Nachricht 6
2 Das Modell vom Inneren Team 7
2.1 Innere Pluralität 7
2.2 Die Teammitglieder 9
2.3 Die Arbeitstechnik im Inneren Team 10
2.4 Die Urheber innerer Botschaften 13
2.5 Innendienst und Außendienst 14
2.6 Kontextabhängigkeit 15
2.7 Die Herkunft unseres inneren Teams 16
2.8 Teambildung und Teamentwicklung 16
3 Resümee 18
4 Literaturverzeichnis 19
0 Einleitung
Nachdem Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun 1981 und 1989 die ersten beiden Werke der Trilogie Miteinander Reden veröffentlicht hat, brachte er im Jahr 1998 den dritten Band heraus. Mit dem dritten Band Miteinander Reden – DAS <
Als Ausgangspunkt für das Verständnis dieses Kapitels möchte ich als Grundlage die vier Seiten einer Nachricht, das Vier-Ohren-Modell, in seinen Grundzügen darstellen und erläutern.
1 Das vier Ohren Modell
Die Grundlage, auf der Schulz von Thun seine Thesen entwickelt hat, ist das Modell der vier Seiten einer Nachricht.
Dieses Modell ist 1977 durch Anregungen von Bühler (1934) und Watzlawick (1969) entstanden. Bühler sieht drei Aspekte der Sprache: Darstellung, Ausdruck und Appell. Watzlawick hingegen unterscheidet zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekt von Nachrichten.
Schulz von Thun konstruiert daraus sein Modell (s. Abb. 1), indem er beide vermischte. Darstellung bei Bühler und Inhaltsaspekt bei Watzlawik entsprechen dem Sachinhalt bei Schulz von Thun. Watzlawiks Beziehungsaspekt wird von Schulz von Thun durch drei der Seiten einer Nachricht gefasst, nämlich durch Selbstoffenbarung, Beziehung (im engeren Sinne) und Appell, womit er auch den metakommunikatorischen Anteil einer Nachricht miteinbezieht.
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Der Ausdruck bei Bühler wird bei Schulz von Thun zur Selbstoffenbarung. Der Appell von Bühler wird ebenfalls übernommen, aber er fügt den Beziehungsaspekt von Watzlawik noch mit in sein Modell ein.
Abb. 1: Die vier Seiten oder Aspekte einer Nachricht (Schulz von Thun 1981, S.30)
Hieraus entsteht ein Kommunikationsquadrat, über das Schulz von Thun selber sagt: ,,Den Vorteil des hier vorgestellten Modells sehe ich darin, dass es die Vielfalt möglicher Kommunikationsstörungen und -probleme besser einzuordnen gestattet und den Blick öffnet für verschiedene Trainingziele zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit." (Schulz von Thun 1981 ,S.30). Diese vier Seiten des Kommunikationsquadrates sind:
• Sachinhalt
• Selbstoffenbarung
• Beziehung
• Appell
Schulz von Thun teilt in seinem Modell der vier Ohren einen Satz in einen Akkord auf. Diese Zusammenspieler (Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell) bezeichnet er sozusagen mit ihrer Funktion. Diese vier Seiten eines Akkords mit ihren Ober- und Untertönen, welche die Intensität oder ihre hierarchische Stellung beschreiben, spielen in jeder Kommunikation, auch in der Inneren, eine Rolle. Für das Hören eines Akkordes wurde somit ein Modell geschaffen, mit dessen Hilfe man eine Aussage in vier Bestandteile zerlegen kann. Neben dem Gesagten (Sachinhalt) schwingt doch gleichzeitig immer etwas über die Beziehung zwischen den an der Kommunikation beteiligten Personen (Beziehung), über den Sprecher (Selbstkundgabe) und über das Ziel des Sprechers (Appell) mit. (vgl. Schulz von Thun 1998, S.11)
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Durch die Vorstellung und den geübten Umgang mit diesen vier Wechselspielern einer jeden Kommunikation lassen sich viele Probleme in der Kommunikation verstehen, bewusst machen und somit beseitigen oder bereits im Vorfeld verhindern. Genauso wie auf der Sprecherseite die vier Anteile bei jeder Aussage mitschwingen, existiert auch auf der Hörerseite die Problematik, Aussagen überwiegend mit einem der vier Ohren wahrzunehmen. Ebenso muss sich hier ein bewusster Umgang mit dem Gehörten angeeignet werden. (vgl. ebd., S.11f.)
An einem Beispiel verdeutlicht Schulz von Thun (1981, S.25f.) die vier Aspekte einer gesendeten bzw. einer empfangenen Botschaft.
1.1 Senderseite einer Nachricht
Wenn bei einer Autofahrt der Beifahrer zu seiner das Auto lenkenden Frau sagt: „Du, da vorne ist grün!", beinhaltet diese Botschaft auf Senderseite alle vier Aspekte der Nachricht (s. Abb. 2).
Offensichtlich ist die Sachinformation über den Zustand der Ampel – sie steht auf grün. Dem Selbstoffenbarungsteil der Botschaft kann man entnehmen, dass der Sender der Nachricht ein aufmerksamer Beifahrer ist. Vielleicht hat er es eilig. Außerdem geht aus Nachricht hervor, wie der Sender zum Empfänger steht, wie die Beziehung der beiden ist.
Die gewählten Formulierung der Tonfall und non-verbale Begleitsignale signalisieren dies. Alle Nachrichten haben auch einen Appell, d.h. die Funktion auf den Empfänger Einfluss zu nehmen. Der Befehl in unserem Beispiel lautet eventuell: "Gib ein bisschen mehr Gas, dann schaffen wir es noch bei grün!" (Schulz von Thun 1981, S.29) Schulz von Thun (ebd., S.35f.) beschränkt sich in Anlehnung an Watzlawicks Aussage "Man kann nicht nicht kommunizieren" nicht nur auf verbale Kommunikation sondern auch nonverbale Aspekte sind für ihn sehr wichtig.
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Abb. 2: Beispielsituation – Die vier Botschaften der Nachricht (Schulz von Thun 1981, S.31)
1.2 Die Empfängerseite einer Nachricht
Schulz von Thun (1981, S.45f.) geht auch auf die Situation des Empfängers ein, die sich durch den Satz unseres Beispiels: „Du, da vorne ist grün!" ergibt. Die vier Aspekte der gesendeten Nachricht besitzen auch vier verschiedene Bedeutungsinhalte der Nachricht, die vom Empfänger erarbeitet werden müssen. Dafür verwendet er den Begriff der vier "Ohren":
• Sachinhaltsohr
• Selbstoffenbarungsohr
• Beziehungsohr
• Appellohr
Ähnlich wie die vier Aspekte der gesendeten Nachricht lassen sich auch diese vier Aspekte des Hörens erklären. Schulz von Thun (ebd., S.47) meint, dass bei den meisten Menschen ein Empfangsohr (ein Empfangsaspekt) besonders ausgeprägt ist. In unserem Beispiel kann dies dann bedeuten, dass die Frau auf die empfangene Nachricht mit einem übergroßen Beziehungsohr reagiert. Sie fühlt sich sofort als inkompetente Autofahrerin tituliert und antwortet gereizt. Oder eine Frau mit einem übergroßen Appellohr könnte die Geschwindigkeit des Fahrzeugs erhöhen, um dem gehörten (interpretierten) Appell nach mehr Geschwindigkeit Folge zu leisten. Mit diesem relativ einfach zu verstehenden Modell gelingt es Schulz von Thun, viele Kommunikationsprozesse und Beziehungen genauer zu untersuchen und anhand von vielen Beispielen die Kommunikationsprobleme zu erklären.
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Arbeit zitieren:
Michael Hinkel, 2002, Friedemann Schulz von Thun: Das Modell vom "inneren Team" - Eine Darstellung, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Modell des Inneren Teams nach Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun
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Michael Hinkel's Text Friedemann Schulz von Thun: Das Modell vom "inneren Team" - Eine Darstellung ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michael Hinkel hat den Text Friedemann Schulz von Thun: Das Modell vom "inneren Team" - Eine Darstellung veröffentlicht
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