Der Die gute Sozialarbeiter in
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung Seite 3
2 Soziale Arbeit als normative Profession Seite 4
3 Allgemeine und besondere Bedeutung von Ethik und Moral Seite 6
in der Sozialen Arbeit
4 Exemplarische Darstellung der Praxis Sozialer Arbeit der Seite 9
ethisch-moralischen Anforderungen
5 Schlussfolgerungen und persönliche Stellungnahme Seite 11
Literaturverzeichnis Seite 13
2
Kapitel 1: Einleitung
Beginnend zur Thematik „Der gute Sozialarbeiter“ muss man die damit verbundene Situation entwirren um klar die Zusammenhänge bzw. welchen Aspekt man davon ausformuliert darlegen.
Moralische Pflicht gefordert von Politik und Öffentlichkeit
Im Zuge der Entmoralisierung und des Werteverlust in der Gesellschaft, wird nach Thiersch (2005, 1245) von Politik und Öffentlichkeit gefordert, Werte und Normen zu regenerieren um von der Gesellschaft ausgeschlossene oder benachteiligte wieder einzugliedern. Um diese Aufgabe zu realisieren muss zuerst einmal verdeutlicht werden, was einen guten Sozialarbeiter ausmacht.
Qualitätsmanagement
In der Sozialen Arbeit gibt es jedoch nicht nur professionelle Fachkräfte, ein großer Teil wird vom „Ehrenamt“ oder von „engagierten Bürgern“ (Thiersch 2005, 1245) getragen. Um auch diesen eine Richtschnur zu geben, von welcher sie sich leiten lassen können, ist eine Definition dringend erforderlich. Der Staat muss sich auf sie verlassen können, die Soziale Arbeit muss sie mit einbeziehen können. Das Qualitätsmanagement des eigenen Berufsstandes macht es erforderlich einen Werte-und Normen-Katalog für den guten Sozialarbeiter zu entwerfen.
Soziale Perspektiven
Soziale Gerechtigkeit und Gesellschaft müssen vereint werden, Benachteiligte müssen ebenso integriert werden wie die Oberschicht. Der steigende Sektor der Wirtschaft im Dienstleistungsbereich erfordert zudem, den eigenen Berufsstand zu hinterfragen und ein eindeutiges Berufsbild festzulegen, schon allein der Tatsache wegen, um konkurrenzfähig in der Ökonomie zu bleiben.
Eindeutig ist damit belegt, dass verschiedene Bereiche in der Gesellschaft eine klare Erläuterung eines guten Sozialarbeiters fordern und die Diskussion darüber durchaus einen Praxisbezug hat. Der nachfolgende Text soll versuchen, alle Bereiche mit einzubeziehen, jedoch ist das Leitziel eine persönliche Definition zu finden und den eigenen Ansatz zu formulieren.
Kapitel 2: Soziale Arbeit als normative Profession
Um eine These über Soziale Arbeit als normative Profession erstellen zu können, müssen zunächst die Begrifflichkeiten geklärt werden.
Soziale Arbeit
Die Profession Soziale Arbeit fördert nach dem DBSH (1997, 2) den sozialen Wandel, löst Probleme innerhalb menschlicher Beziehungen bzw. greift da ein, wo Menschen in Wechselwirkung zu ihrer Umwelt stehen. Sie basiert auf den Menschenrechten und der sozialen Gerechtigkeit.
Normative Profession
Die etymologische Nominaldefinition von normativ ist „normgebend“ bzw. „Normen, Regeln aufstellend“ (Büntig/Karatas 1999,820), wo hingegen eine Profession „Beruf, Gewerbe“ (Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.) 1996, 588) bedeutet. Folglich ist eine normative Profession ein als Richtschnur dienender Beruf.
Zusammenhang
Die These liegt nun nahe, dass Soziale Arbeit eine normative Profession ist, also ein Gewerbe, dessen moralische Vorstellungen anderen als positives Beispiel dienen kann. Soziale Arbeit beinhaltet in ihrem Berufsstand die Repräsentation von Werten und Normen und sollte somit in der Öffentlichkeit ein Bild vertreten, was ihrer persönlichen Ethik entspricht, um eine nachvollziehbare Argumentation zu haben, was „falsch und
richtig“ (Schneider 1999, 1) ist und um vorbildlich als ausgereifte Profession für andere gelten zu können.
Doch ist Soziale Arbeit tatsächlich eine normative Profession?
Nach Schneider (1999, 160) ist es die Aufgabe sozialer Beruf moralische Kompetenz zu repräsentieren und um mit dieser Aufgabe überhaupt betraut zu werden, ist es notwendig eine normative Profession zu sein.
Eine normative Profession muss bestimmte „Bedingungen schaffen“ um den „nationalen Kodex“ auszuwerten und zu unterstützen. (DBSH 1997, 4), somit ein Leitbild für die Gesellschaft vorzuleben.
Jedoch hat auch jeder in der Sozialen Arbeit Tätige eine persönliche Ethik, individuell gestaltet durch seine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse (Schilling 2005, 156), man „erarbeitet“ sich „seine eigene Weltanschauung“ und hat ein „Fundament“ (Baum 1996, 154).
Jedoch gibt es nach Küng (1999,2) „ein Minimum an gemeinsamen Werten, Normen und Haltungen“, denn ohne dieses wäre ein menschliches Zusammenleben nicht realisierbar.
Womit jeder seine individuellen Eindrücke mit einbringen kann, Aufgabe der Sozialen Arbeit ist es jedoch, eine allgemein vertretbare und nachvollziehbare Ethik zu repräsentieren, man muss sich jeder Zeit seines beruflichen Auftrags und Handelns bewusst sein.
Die Soziale Arbeit ist folglich eine Normative Profession, sie ist der theoretische Grundbaustein in der Gesellschaft, der diskutiert, verändert und umsetzt. Soziale Arbeit bemüht sich in ihrem Gewerbe um eine Ethik, von der jeder überzeugt sein kann.
Arbeit zitieren:
Lena Kölblin, 2007, Der gute Sozialarbeiter - Reflexion zur Frage der Grundhaltung in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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