-Universität Bochum European Culture and Economy – ECUE
Studienabschließende Übung Europäische Wirtschaft Themenbereich: Europäische Geldpolitik 2. Semester Europäische Kultur und Wirtschaft – ECUE
Inflation Targeting - Darstellung und kritische Würdigung
von Hüsrev Akaslan
2007
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... I
Abkürzungsverzeichnis ... II
1. Einleitung ... 1
2. Definition ... 3
3. Funktionsweise des Inflation Targeting ... 5
4. Charakteristische Merkmale ... 7
4.1. Festlegung und Operationalisierung von Inflationszielen ... 7
4.2. Kommunikation, Transparenz und Rechenschaft ... 8
5. Kritische Würdigung ... 10
5.1. Praktische Erfahrungen mit Inflation Targeting ... 10
5.2. Diskussion: Inflation Targeting - Best-Practice oder Second-Best ... 12
5.3. Inflation Targeting als Strategie für die EZB? ... 14
6. Fazit ... 16
Literaturverzeichnis ... III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Inflation Targeting – die grundlegende Logik ... 6
Abbildung 2: Inflation, Inflationsziel und Inflationsprognose in England ... 6
Abbildung 3: Inflationsrate vor und nach der Adaption von Inflation Targeting ... 11
1. Einleitung
Die Festlegung vieler Zentralbanken auf das Ziel langfristiger Preisniveaustabilität hängt mit der Einsicht zusammen, dass Inflation stets ein monetäres Phänomen ist und die Geldpolitik langfristig keine realen Größen wie z.B. Beschäftigung beeinflussen kann. Aktivistische Geldpolitik kann also keine realwirtschaftlichen Erfolge generieren, sondern nur inflationistischen Druck erzeugen, der lediglich zu hohen ökonomischen Kosten abgebaut werden kann.1 Es besteht mittlerweile Konsens darüber, dass Inflation wirtschaftliche Effizienz und Wachstum beeinträchtigt, weshalb niedrige und stabile Raten notwendig sind, um die anderen ökonomischen Ziele wie Beschäftigung und Output zu erreichen.2
So haben die Zentralbanken der Industrieländer in den vergangen Jahrzehnten die Inflationsraten kontinuierlich senken können und somit eine Grundlage für gute Wachstumsraten gelegt. Preisniveaustabilität gilt deshalb als wichtiges Ziel der Geldpolitik. Die drei Hauptstrategien zur Erreichung von Preisniveaustabilität sind Geldmengensteuerung, Inflationssteuerung und Wechselkursstrategie. Gegenstand dieser Arbeit ist das Inflation Targeting, auch direkte Inflationssteuerung oder Inflationszielstrategie genannt, das seit den neunziger Jahren immer mehr Popularität unter Zentralbankern und Ökonomen gewinnt.3 Der verstärkte Einsatz dieser Strategie in Industrie- und Schwellenländern begann Anfang der neunziger Jahre, nach einer Periode zweistelliger Inflationsraten, die durch die Ölkrisen verursacht wurde.4
In der vorliegenden Arbeit soll die Strategie der direkten Inflationssteuerung zunächst dargestellt und dann kritisch gewürdigt werden. Hierzu wird zu Beginn das Inflation Targeting als geldpolitische Strategie zur Preisniveaustabilisierung definiert. In Kapitel 3 wird die Funktionsweise dieses Regimes erläutert, um im folgenden Teil allgemeine und zentrale charakteristische Merkmale des Inflation Targeting zu beleuchten.
Die kritische Würdigung im fünften Kapitel beginnt mit praktischen Erfahrungen von Ländern, die das Inflation Targeting Regime adaptiert haben. Danach sollen die Vorteile und Nachteile von Inflation Targeting dargestellt und diskutiert werden. Mit der Prüfung, ob direkte Inflationssteuerung als Strategie für die EZB in Frage kommt bzw. die aktuelle Zwei-Säulen Strategie durch Elemente des Inflation Targeting ergänzt werden kann, wird die kritische Würdigung abgeschlossen. Die Arbeit endet mit einem Fazit, das klärt, ob und inwieweit das Inflation Targeting geeignet ist, langfristig Preisniveaustabilität zu gewährleisten.
[...]
1 Vgl. Leiderman und Svensson (1995), S. 2 f.
2 Vgl. Faust und Henderson (2004), S. 120.
3 Vgl. Fendel und Frenkel (2002), S. 1139 f.
4 Vgl. Daianu und Lungu (2005), S. 1.
Arbeit zitieren:
Hüsrev Akaslan, 2007, Inflation Targeting, München, GRIN Verlag GmbH
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