,QKDOWVYHU HLFKQLV
(LQI KUXQJ
HJULIIVGHILQLWLRQHQ
2.1 Der Unternehmenserfolg. 5
2.2 Die Führung im Unternehmen 6
2.3 Führungsstilforschung 7
2.3.1 Idealtypische Ansätze 8
2.3.2 Realtypische Ansätze 9
) KUXQJVWKHRULHQ
3.1 Kontingenztheorie 12
3.2 Weitere Situationstheorien. 13
) KUXQJVNRQ HSWH
4.1 Verhaltensgitter von ODNH / 0RXWRQ. 15
4.1.1 Der Managerial Grid in der Praxis. 16
4.2 Situative Führungstheorie von HUVH / ODQFKDUG 16
4.2.1 Funktioniert situative Führung? 18
4.3 Entscheidungsbaum von 9URRP / HWWRQ 19
(UNHQQWQLVVH
5.1 Unternehmenserfolg durch situative Führung. 21
5.2 Praxisbeispiele. 22
6FKOXVVEHPHUNXQJXQG HZHUWXQJ
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EELOGXQJVYHU HLFKQLV
3
1 Einführung
Unternehmen, egal welcher Größenordnung, streben nach Erfolg; nicht zuletzt um am Markt überleben zu können. Dieser Erfolg hängt von einer Menge Faktoren ab. So braucht es ein vielversprechendes Produkt / eine vielversprechende Dienstleistung, eine konsistente Strategie und die notwendigen Humanressourcen. Dabei stellt das Unternehmen als ganzes eine Organisation dar. Mitarbeiterhierarchien, Etablierung von Prozessen, richtiger Einsatz von technischen Mitteln und die Unternehmenskultur als eine Art von Regelwerk helfen dabei, die Organisation aufrecht zu halten. Doch selbst bei bester Absicht und einer scheinbar gut funktionierenden Organisation erleiden nicht wenige Unternehmen bei ihren Geschäftsvorhaben Niederlagen, die schlimmstenfalls zur Auflösung führen. Fast täglich lässt sich der Presse und anderen Medienberichten entnehmen, dass in solchen Fällen das Management dieser Unternehmen zur Verantwortung herangezogen wird. Dies hinterfragend muss man schließlich zu der Erkenntnis gelangen, dass interpersonelle Beziehungen und das richtige Führen der Mitarbeiter eine der entschiedensten Merkmale in diesem Kontext darstellen.
Externe Variablen konfrontieren Unternehmen und zwingen es zu einer dauerhaften Überprüfung seines Organisationsaufbaus. Genauso existieren aber auch interne Variablen, die einer Führungsperson verbieten einzig ein Führungsschema anzuwenden. Um effizient führen zu können und den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, muss dem Management also ein Instrument in die Hand gelegt werden, welches sie befähigt, unterschiedliche Situationen im Führungsprozess zu berücksichtigen. Dieses Instrument existiert und wird in der Wissenschaft unter dem Begriff der „situativen Führung“ zusammengefasst.
Wie jeder andere Mensch, haben auch Führungspersonen einen persönlichen Charakter, der ihr Verhalten im Führungsprozess bestimmt. Dieses Verhalten, häufig als Führungsstil bezeichnet, ist in der Regel determiniert. Und trotzdem ist es in verschiedenen Situationen angebracht, dass der Führer sein Verhalten einer bestimmten
4
Situationen anpasst, um schneller und effizienter ein Ziel zu erreichen. In meiner Hausarbeit werde ich der Frage nachgehen, ob und inwieweit der Führungsstil, im Sinne vom Erreichen gesetzter Ziele, entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens haben kann.
Ich werde im Folgenden die Begriffe Unternehmenserfolg und Führung erklären und anschließend auf die Führungsstilforschung eingehen. Ferner werden von mir drei verschiedene Führungskonzepte vorgestellt, die bis in die heutige Zeit Bedeutung behalten haben. Schließlich werde ich versuchen die Erkenntnisse auf die Fragestellung der Hausarbeit zu beziehen, um Lösungsmöglichkeiten aufzudecken.
Bei der Ausarbeitung dieses Themas stütze ich mich hauptsächlich auf verschiedene Literaturquellen, die hierzu Erkenntnisse liefern können. Ebenso bediene ich mich dem Medium Internet, um aktuelle und praxisorientierte Aspekte mit in diese Arbeit einfließen zu lassen.
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Der Unternehmenserfolg
Das Wort Unternehmenserfolg als solches lässt sich nicht definieren, wird aber in einem Zusammenhang häufig mit Unternehmensziel gleichgesetzt. Grundlegend kann davon ausgegangen werden, dass der Unternehmensgründer eine Firma aufbaut, um eine Idee
beziehungsweise Vision zu verwirklichen. 6WDHKOHspricht hier von Philosophie, Vision und Mission. 1
1 vgl. Wolfgang H. Staehle, Management, 1999, S.615
5
Diese sich daraus ableitenden Werte und Normen einer Unternehmung bilden das Unternehmensleitbild, aus dem sich das zukünftige Verhalten des Unternehmens gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Aktionären, Staat und Gesellschaft schließen lässt. 2
Das Leitbild einer Unternehmung kann als Oberziel angesehen werden, unter dem sich mehrere Unterziele subsumieren. Als betriebswirtschaftliche Unterziele können Gewinn- und Umsatzsteigerung, Kostenreduzierung, Liquiditäts- und Substanzerhaltung genannt werden. Aus Sicht des erwerbswirtschaftlichen Prinzip gilt wohl das Gewinn-und Rentabilitätsstreben als bedeutsamstes Ziel. Ebenso existieren aber auch Ziele, denen eine theoretische Grundlage fehlt, als das wären das Unabhängigkeits- bzw. Vereinigungsstreben, Streben nach Macht und Ansehen, sowie sittliche und soziale Ziele. 3
Einige dieser Ziele lassen sich der Quantität nach, also dem Zielerreichungsgrad, andere wiederum nur in qualitativer Hinsicht auf ihre Verwirklichung beurteilen und messen. Von Unternehmenserfolg kann also gesprochen werden, wenn die für ein Unternehmen wichtigen Ziele erreicht worden sind, bzw. wegweisende Sekundärziele erfüllt werden konnten.
2.2 Die Führung im Unternehmen
Des weiteren muss am Anfang dieser Arbeit erklärt werden, was unter dem Begriff „Führung“ zu verstehen ist. Bereits 1987 hatten sich weit über 1000 Autoren mit der Definition des Begriffs „Führung“ auseinandergesetzt. Die Schwierigkeit, den Begriff „Führung“ im Sinne einer finalen Definition abzugrenzen, liegt an der Komplexität der bestehenden Konzepte. Aus diesem Grund liegt der wissenschaftliche Forschungsschwerpunkt auch vielmehr auf der Betrachtung von führungsrelevanten Problemfeldern und nicht auf dem Versuch, ein ganzheitliches Netz zu „stricken“. Grundsätzlich wird mit dem Führungsbegriff die zweck- oder zielgerichtete
2 vgl. Günter Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1996, S.130
3 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, 14. Auflage, S. 3964 ff.
6
Einflussnahme verbunden. Je nachdem auf welches Objekt sich diese Beeinflussung bezieht, wird zwischen personalen (Einfluss auf Menschen) und institutionellen (Einfluss auf Organisationen) Führungsbegriffen unterschieden. Eine häufige Betrachtungsweise, die in der Literatur zu finden ist, sieht die Führung im engeren Sinne als Interaktionsprozess zwischen Führerpersonen und der Gruppe der Geführten. Im weitesten Sinne wird die Führung von organisational-strukturellen Faktoren bestimmt und ist von einem gesellschaftlich/gesamtwirtschaftlichen Einflussbereich umschlossen. 4
Eine für das Thema dieser Arbeit geeignete Definition des Führungsbegriffes fassen meiner Ansicht nach Hersey und Blanchard zusammen. Unter Führung wird hier die Beeinflussung der Tätigkeit eines Individuums oder einer Gruppe verstanden, um in einer gegebenen Situation ein bestimmtes Ziel bzw. mehrere Ziele zu erreichen. Daraus folgt, dass der Führungsprozess eine Funktion ist, bestehend aus Führer, Folgende und anderen situativen Variabeln. 5
2.3 Führungsstilforschung
Während man in der Verhaltensforschung eher das aktuelle und situationsabhängige Verhalten von Führern untersucht, wird in der Führungsstilforschung untersucht, welchem langfristigen und situationsunabhängigen Verhaltensmuster eine Führungsperson folgt. Oswald Neuberger definiert den Begriff Führungsstil als ÄHLQLQZHFKVHOQGHQ6LWXDWLRQHQUHODWLYNRQVWDQWHVVLQQYROOVWUXNWXULHUWHV
9HUKDOWHQVPXVWHUGDVDOV.RQNUHWLVLHUXQJHLQHUYHUKDOWHQVRUJDQLVLHUHQGHQ (LQVWHOOXQJRGHU*UXQGKDOWXQJDXI]XIDVVHQLVW³ 6
Diese klare Abgrenzung zwischen Führungsverhalten und Führungsstil führt gerade in der Praxis zu Fehlinterpretationen und wird darüber hinaus auch in der Wissenschaft vielseitig diskutiert. Denn eine geführte Gruppe wird das situationsabhängige Verhalten
4 vgl. Klaus Steinle, Handwörterbuch der Führung, 1999, Sp. 523-531
5 vgl. Paul Hersey / Kenneth Blanchard, Management of organizational behavior, S.82 ff. [“ (…)that
leadership is the process of influencing the activities of an individual or a group in efforts toward goal
achievement in a given situation. From this definition of leadership, it follows that the leadership process
is a function of the leader, the follower, and other situational variables.”]
6 vgl. Staehle, Management, 1995, S. 334 aus O. Neuberger, Organisation und Führung, 1977
7
Arbeit zitieren:
Thorsten Feldmann, 2002, Welchen Einfluss hat der Führungsstil auf den Unternehmenserfolg?, München, GRIN Verlag GmbH
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