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1 Inhaltsverzeichnis
1 Inhaltsverzeichnis. 2
2 Einleitung. 4
3 Definitionen 5
3.1 Gewalt. 5
3.2 Aggression 5
4 Ursachen von Gewalt 6
4.1 Übergreifende Ursachen 6
4.2 Ursachen in Familie 9
4.3 Ursachen in Freizeit 11
4.4 Ursachen in Schule 11
4.5 Erklärungsansätze zur Entstehung von Gewalt 12
Desintegrations -Verunsicherungs-Erklärungsansatz 13
Dominanztheorie. 13
4.6 Prozessverlauf von Gewalt 14
5 Prävention 16
5.1 Allgemeine Prävention 16
5.2 Prävention in Familie 17
5.3 Prävention in Schule 18
5.4 Prävention in Institutionen / Pädagogische Konzepte 18
5.4.1 Konfrontativ. 18
5.4.2 Mediativ 19
5.4.3 erlebnispädagogisch. 21
5.4.4 Szenisches Spiel 22
6 Warum gerade die Jungen? 23
7 Schlussbemerkungen. 26
Anhang I. 27
Anhang II. 31
Anhang III 32
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8 Quellenverzeichnis 34
8.1 Bücher: 34
8.2 Internet: 34
8.3 Andere 35
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2 Einleitung
In dieser Hausarbeit wird das Thema der Gewalt unter Jugendlichen behandelt. Außerdem wird versucht die Gründe, warum meist männliche Jugendliche gewalttätig werden, zu klären. Die Verbindung zur Pädagogik besteht darin, dass man sich in diesem Seminar viel mit den Erziehungsstilen, die im Laufe der Jahre entwickelt wurden (z.B. Fröbel, Pestalozzi) beschäftigt. Außerdem sind die Rechte der Kindern ein Thema. Wenn nun genau diese Kindern gewalttätig werden, stellt sich die Frage woran das liegt. Haben die vorhandenen pädagogischen Konzepte versagt, müssen alte überarbeitet oder gar neue überlegt werden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, ist es wichtig sich mit den Ursachen der Gewaltanwendung zu befassen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene Versuche diese Ursachen zu finden. Gleichzeitig befasst sie sich mit dem Ablauf der Gewalttanwendung an sich, was muss passieren, damit man Gewalt als Lösungsmittel benutzt, was geschieht während der Anwendung. Ebenso gibt diese Hausarbeit einen Überblick über verschiedene Methoden und Pädagogische Konzepte, um Gewalt vorzubeugen. In beiden Aspekten werden die verschiedenen Lebensbereichen Jugendlicher betrachtet. Nicht analysiert werden hierbei die Medien, da das den Rahmen sprengen würde. Ebenso fällt das bekannte Prinzip des Anti-Aggressions-Trainings (AAT) weg, da es zu ausführlich wäre und ein eigenes Thema ergibt.
An diese Arbeit wurde wissenschaftlich herangegangen. Sie stellt eine Zusammenfassung verschiedener Forscher dieses Themengebiets dar. Alle Autoren haben Praxiserfahrungen auf diesem Gebiet gemacht und die vorgeschlagenen Lösungen selbst erprobt.
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3 Definitionen
3.1 Gewalt
„Vereinfacht gesagt, ist Gewalt jedes Mittel, das eingesetzt wird, um einem anderen Menschen den eigenen Willen aufzuzwingen oder etwas machen zu lassen, was er/ sie nicht will (Durchsetzung von Macht)“ (http://www.mut-gegen-gewalt.de/definition.htm) Man unterteilt Gewalt in zwei Arten: die der körperlichen und die der seelischen. Von körperlicher Gewalt spricht man, wenn ein Lebewesen/Gegenstand getreten, geschlagen oder anderweitig körperlich verletzt wird. Seelische Gewalt, das heißt, jemandem Angst durch Drohung, Erpressung o.ä. zu machen. Beide Formen treten oft miteinander kombiniert auf.
Gewalt ist ein Verhalten, das darauf ausgerichtet ist die individuellen Genzen einer bestimmten Person zu überschreiten. Der Wille dieser wird durch Machtausübung gebrochen. Gewalt ist das, was die Person, der Gewalt angetan wird, als solche empfindet (vgl. Korn S.12, 2006)
3.2 Aggression
„Aggressionen (lat. aggredi=herangehen) sind die in einem Menschen innewohnenden Dispositionen und Energie.“ (vgl. Korn S.12, 2006) Aggressionen sind Reaktionen z.B. der menschlichen Psyche auf Angriffe, Verletzungen etc., in Situationen, in denen man sich unsicher fühlt. Bauriedl definiert Aggressivität als inneren Zustand. „Natürlich daran ist, dass wir Menschen im Zustand der Verunsicherung eine Reaktionsmöglichkeit haben, die unser psychisches Gleichgewicht wieder herstellt und uns befähigt unsnotfalls angreifend - zu verteidigen: wir werden 'aggressiv'“ (Kuhlmann S.40, 1999)
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4 Ursachen von Gewalt
4.1 Übergreifende Ursachen
Ursachen für Gewalt sind vielfältig und weit gefasst. Oft treten sie in Kombination miteinander auf. In den unterschiedlichen Bewegungsräumen der Jugendlichen treten verschiedene Aspekte auf, die zu späterer Gewaltanwendung führen.
Einer, der in der Öffentlichkeit meist genannten Gründe, ist die eigene Opferrolle der Täter. Viele von ihnen haben in ihrer Entwicklungsgeschichte selbst Gewalt erlebt. Diese Erfahrungen begannen oft in der frühen Kindheit und bestanden über einen längeren Zeitraum. Dennoch kann man nicht pauschalisierend davon ausgehen, dass alle Opfer später zu Gewalttätern werden.
Bei der Argumentation für die Ursachen der Gewaltanwendung Jugendlicher vergisst die Allgemeinheit, dass es viel mehr, weit reichendere Gründe gibt. Eine fehlende Bezugsperson kann sich ebenfalls zum Auslöser für gewalttätiges Verhalten im Jugendalter entwickeln. „Im Idealfall besteht die Familie aus 3 Personen - Mutter, Vater, Kind - einer Triangel“ (Völker S124, 2007). Fehlt eine dieser Personen, kann es passieren, dass das Kind ohnmächtig der Macht der überbliebenen Bezugsperson ausgeliefert ist. Es existiert keine Kontrolle mehr, die dafür sorgt, dass die
Frustrationsaggressionen der überforderten Erziehungsperson nicht in Gewalt gegen das Kind ausarten. In der Psychologie spricht man dann von einer missratenen Triangulierung (vgl. Völker S124, 2007) In den reicheren Gebieten des Westen Deutschlands tritt häufig die so genannte „Wohlstandsverwahrlosung“ Kuhlmann S.25, 1999) auf. Das bedeutet, dass die Jugendlichen aufgrund des Übermaßes an elektronischen Spielsachen (Nintendo, Playstation, Laptop etc.) emotional erkalten und distanziert werden. Diese Beschäftigungsmöglichkeiten stellen eine Ersatzerziehung dar. Die eigentliche Realität kann mangels Erfahrungen nicht mehr bewältigt werden. Die Fiktion wird zur Realität (vgl. Kuhlmann S.26, 1999)
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Damit einher kann auch die Tatsache gehen, dass gerade in den reicheren Familien den „Kindern fast jedweder Wunsch“ (Kuhlmann S.27, 1999) von den Augen abgelesen wird, sie bekommen alles erfüllt. Dadurch können sie keine Frustrationserfahrungen machen. Sie lernen nicht wie man damit umgeht und reagieren bei späteren Frustrationen in Schule und Freizeit mit den primitivsten Mitteln.
Viele der konservativeren Bürger kritisieren die Alt-68er und ihre angebliche antiautoritäre Erziehung. Dass damit der „Laissez-Fair-Stil“ (Kuhlmann S.28, 1999) gemeint ist, wird übersehen. Dieser Erziehungsstil funktioniert nach dem Lustprinzip. Als Erziehender handelt man nur, wenn man Lust dazu verspürt und gleichzeitig handelt man nur so, dass das Kind keine Unlusterfahrungen machen muss. Somit kann man auch bei dieser Methode keine Erfahrungen mit Frustrationen machen. Das Kind baut keine Frustrationstoleranz auf und reagiert später bei dem kleinsten Ärgernis mit hoher Reizbarkeit.
Da in der BRD an allen Punkten gekürzt und gespart wird, und das meist im sozialen Bereich anfängt, gibt es kaum noch Beschäftgungsangebote undmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Dadurch kommt es dazu, dass viele früher oder später anfangen sich zu langweilen. Es gilt lieber etwas Negatives zu erleben, als überhaupt nichts (vgl. Kuhlmann S.33, 1999). So entsteht für sie wenigstens für einen kurzen Augenblick eine „positive Erlebnisqualität“ (Kuhlmann S.33, 1999) Auch die in den Menschen innewohnenden Feindbilder sorgen für Gewaltanwendungen. Sie dienen dazu, die eigene Unsicherheit oder Schuld auf andere zu übertragen, einen ,Sündenbock' zu finden, um umgehen zu können, sich mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Die dadurch entstandene Bösartigkeit des Gegenübers ersetzt die Spiegelung der eigenen Person.
Wird Kindern während ihres Aufwachsprozesses signalisiert sie seien egal, nichts wert, unwichtig etc., verinnerlichen sie dieses und entwickeln kein positives Bild von sich selbst. Es entsteht das „negative Selbstkonzept“ (Kuhlmann S.46, 1999). Sieht man sich selbst nicht als wichtig an, empfindet man auch keinen Respekt vor sich selbst. Demnach fällt es auch schwer in
Arbeit zitieren:
Alexandra Haberecht, 2007, Jugendliche als Gewalttäter, München, GRIN Verlag GmbH
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