Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1. Einleitung und Fragestellung 3
2. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft 3
2.1 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutztierhaltung 3
2.2 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutzpflanzen 4
3. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in Bezug zur landwirtschaftlichen
Nutzungsform in den unterschiedlichen Erdzonen 6
4. Zusammenfassung der Ergebnisse 9
5. Literaturverzeichnis 10
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1. Einleitung und Fragestellung
Innerhalb des Themenbereichs der natürlichen Grenzen der Landwirtschaft beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Fragestellung, wie die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in den verschiedenen Erdzonen in Zusammenhang mit der dortigen Bewirtschaftung durch den Menschen stehen, beziehungsweise eine entsprechende Bewirtschaftung bedingen. Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst erklärt, welche natürlichen Grenzen der Landwirtschaft es bezüglich Nutztierhaltung und Nutzpflanzenanbau gibt. Im zweiten Teil wird konkret betrachtet, wie sich der Mensch den jeweiligen landwirtschaftlichen Nutzungspotentialen in den verschiedenen Erdzonen annähert. Gerade in Teilen der Welt, an denen eher ungünstige Bedingungen für Landwirtschaft herrschen, ist es nötig, dass der Mensch Methoden nutzt, die durch ihre lokale Anpassung dennoch akzeptable Erträge und Nahrung schaffen.
2. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft
Da Landwirtschaft sowohl die Bewirtschaftung des Bodens als auch die Viehzucht zum Zweck der Erzeugung von Nahrungs- oder Futtermitteln umfasst (LESER 2001: 455), stehen Nutztier und Nutzpflanze im Mittelpunkt der Betrachtung der natürlichen Grenzen der Landwirtschaft. Im Folgenden werden daher zunächst Nutztiere und danach Nutzpflanzen separat behandelt.
2.1 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutztierhaltung
Nutztierhaltung ist prinzipiell überall da möglich, wo eine Vegetationsdecke zu finden ist. Selbst in klimatisch und edaphisch marginalen Zonen ist Viehhaltung möglich, wenn die individuellen Ansprüche der Tiere beachtet werden. Hier gibt es deutliche Unterschiede bezüglich der tierischen Trockenheitstoleranz. So brauchen Schafe oder Ziegen mindestens alle zwei Tage Wasser, während Kamele bis zu sieben Tage ohne Wasser auskommen können. Noch variabler ist der Grad der tierischen Hitze- bzw. Kältetoleranz. Man findet sowohl Tiere, die in kalten Klimazonen gehalten werden können, beispielsweise Yaks oder Llamas, als auch Tiere, die trockene Klimate bevorzugen wie etwa Wasserbüffel oder Zeburinder (SPIELMANN 1989: 81, 84). Ein weiterer begrenzender Faktor in der Nutztierhaltung sind Krankheiten und Schädlinge, die in bestimmten Gebieten bevorzugt zu finden sind. So ist in weiten Teilen Afrikas Nutztierhaltung nur schwerlich zu betreiben, weil die entsprechenden Gebiete von ihren Umweltbedingungen einen geeigneten Lebensraum für die Larven der Tsetse-Fliege bieten, und durch sie die Trypanosomiase (Nagana bei Tieren,
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Schlafkrankheit beim Menschen genannt) übertragen wird. Jedoch gibt es auch hier bestimmte Tierrassen, die dagegen eine Immunität entwickelt haben, sich also insofern an die dortigen Lebensbedingungen angepasst haben (SPIELMANN 1989: 86).
2.2 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutzpflanzen
Jede Pflanze benötigt ein gewisses Maß an Licht, Wärme, Wasser, Kohlendioxid, Sauerstoff, Nährsalze und ein Wachstumsmedium. Des Weiteren muss sich der pH-Wert in einem bestimmten Bereich befinden. In der Natur ist es jedoch hauptsächlich der Mangel an Wärme und der Mangel an Wasser (vgl. Abb. 2), der die Bodenbewirtschaftung nicht in allen Gebieten der Erde erlaubt. So spricht man in der Geographie auch von Wärmemangelgrenzen und Wassermangelgrenzen. Polargrenzen (vgl. Abb. 1) und Höhengrenzen stellen Wärme- mangelgrenzen dar, während man Wassermangelgrenzen als Trockengrenzen bezeichnet.
Polargrenzen:
Bei den Polargrenzen ist wie geschrieben ein Wärmedefizit der primär minimierende Faktor. Jede Pflanze hat individuelle Ansprüche an Mindesttemperaturen über einen bestimmten Zeitraum, um nicht nur zu überleben, sondern auch zur Reife zu kommen. Weiterhin besteht noch das Risiko von Früh- oder Spätfrösten.
Höhengrenzen:
Auch Höhengrenzen stellen primär Wärmemangelgrenzen dar. Jedoch sind sie nur fragmentarisch ausgebildet und begrenzen nur relativ kleinräumlich global gesehen. Allerdings können sie durch Gesteinsart, Böden, Hangneigung, Exposition zur Sonne und Hauptwindrichtung erheblich modifiziert werden. Hinzu können weitere Risikofaktoren wie Lawinen, Muren, Hangrutschungen, erhöhte Erosionsgefahr und Wetterstürze kommen.
Trockengrenzen:
Bei den Trockengrenzen als Wassermangelgrenzen sind nicht unbedingt die reinen Niederschlagswerte aussagekräftig. Die Verteilung der Niederschläge über das Jahr ist entscheidend, denn ein Überangebot an Wasser in der Regenzeit und eine lange Trockenzeit danach sind logischerweise beim Ackerbau ungünstiger zu werten, als regelmäßiger Niederschlag über das ganze Jahr verteilt. Weiterhin bleibt zu sagen, dass im Grenzbereich die Speicherfähigkeit des Bodens für Wasser zusätzlich limitierend wirken kann (ARNOLD 1997: 129ff).
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Arbeit zitieren:
Ramon Hendriks, 2006, Wie beeinflussen die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in den unterschiedlichen Erdzonen die Bewirtschaftungsform durch den Menschen?, München, GRIN Verlag GmbH
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