Inhaltsverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis. 4
1 Einleitung. 5
2 Begriffliche Grundlagen. 6
2.1 Leistung, Leistungsprinzip, Leistungsgesellschaft. 6
2.2 Definition der Leistungsbeurteilung und Abgrenzung zu anderen Termini 7
3 Funktionen und Ziele einer Leistungsbeurteilung. 10
4 Anforderungen an die Leistungsbeurteilung. 14
5 Arten der Leistungsbeurteilung 16
6 Allgemeines/ Definition Beurteilungsverfahren. 18
6.1 Beurteilungskriterien 18
6.2 Verfahren der Leistungsbeurteilung. 21
6.2.1 Summarische Verfahren 22
6.2.1.1 Freie Verfahren 22
6.2.2 Analytische Verfahren 24
6.2.2.1 Rangordnungsverfahren. 24
6.2.2.2 Kennzeichnungs- /Auswahlverfahren. 25
6.2.2.3 Einstufungsverfahren 25
6.2.2.4 Aufgabenorientierte Verfahren 26
6.2.2.5 Zielorientierte Verfahren. 27
7 Fehler der Leistungsbeurteilung. 28
7.1 Persönlichkeitsbedingte Beurteilungsfehler. 29
7.1.1 Vorurteile. 29
7.1.2 Bezugspersoneneffekt 29
7.1.3 Projektionsfehler 30
7.1.4 Sympathie und Antipathie 30
7.1.5 Erster Eindruck. 30
7.2 Wahrnehmungsverzerrungen 31
7.2.1 Halo-Effekt: 31
7.2.2 Nikolaus- und Recency- Effekt. 32
7.2.3 Hierarchie-Effekt 32
7.2.4 Kleber- Effekt 33
7.2.5 Maßstabsfehler 33
2
7.2.5.1 Tendenz zur Strenge. 33
7.2.5.2 Tendenz zur Mitte („Zentraltendenz“) 34
7.2.5.3 Tendenz zur Milde. 34
7.3 Beurteilungsverfälschungen 35
8 Fazit. 36
9 Literaturverzeichnis 37
Kapitel 1 und Kapitel 8: Prabha Arambankudi, Justine Czapski und Dominic Weckmann
Kapitel 2 - 5: Prabha Arambankudi
Kapitel 6: Justine Czapski
Kapitel 7: Dominic Weckmann
3
Abbildungsverzeichnis
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Abbildung 2-1: Auswahl gängiger Leistungsbeurteilungstermini
Abbildung 3-1: Überblick über die verfolgten Funktionen einer Leistungsbeurteilung
Abbildung 6-1: Hauptkriterien/Einzelkriterien der Beurteilung
Abbildung 6-2: Checkliste - Auswahl geeigneter Beurteilungskriterien
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1 Einleitung
Heutzutage erscheint die Leistungsbeurteilung eine der wichtigsten Formen der Personalbeurteilung in unserer leistungsorientierten und -motivierten Gesellschaft zu sein. Insbesondere im Unternehmen, das eine minimierte Version unserer Leistungsgesellschaft darstellt, ist eine Leistungsbeurteilung ein elementares und häufig angewandtes Instrument der Personalführung. Sie dient einerseits der Feststellung der Leistung des Mitarbeiters und der darauf basierenden Gehalts- und Lohnfindung, aber andererseits auch der Vergleichbarkeit der Mitarbeiter untereinander, um das Humankapital des Unternehmens optimal nutzen zu können.
Ein Blick in die Literatur und die unternehmerische Praxis zeigt, wie komplex die Thematik der Leistungsbeurteilung ist und wie unterschiedlich Autoren als auch Unternehmen mit ihr umgehen. Aufgrund dieser vielfältigen und verschiedenen Sichtweisen, möchten wir versuchen in den nachfolgenden Kapiteln möglichst viele Aspekte aufzugreifen und ein umfassendes Bild der Leistungsbeurteilung darzustellen.
5
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Leistung, Leistungsprinzip, Leistungsgesellschaft
Wenn man etwas über die Thematik der Leistungsbeurteilung erfahren möchte, scheint es sinnvoll/hilfreich zu sein, sich zunächst mit dem Gegenstand der Leistungsbeurteilung, der Leistung sowie mit verwandten Begriffen wie Leistungsprinzip und Leistungsgesellschaft zu beschäftigen. Die nähere Erörterung dient dem Verständnis und trägt zur Klärung des Begriffs der Leistungsbeurteilung im Anschluss bei.
Unter Leistung versteht man in der Physik den Quotienten aus verrichteter Arbeit und dafür eingesetzter Energie. In der Informatik hingegen bezeichnet die Leistung die Menge an Daten, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne verarbeitet werden kann. Im Sport wiederum können unter den Begriff Leistung gleich mehrere Aspekte fallen wie Geschwindigkeit, Höhe, Weite, aber auch künstlerischer Ausdruck. Somit wird deutlich, dass jeder Bereich der Arbeit, Gesellschaft und Wissenschaft ein eigenes Verständnis und eigene Maßstäbe für den Begriff Leistung entwickelt hat.
Auch in der Personalwirtschaft, die eine interdisziplinäre Wissenschaft der Betriebswirtschaft ist, gibt es keinen homogenen Leistungsbegriff. Aufgrund dieser Vielfalt verstehen sich die Definitionen, die im Laufe dieses Abschnitts folgen, ausschließlich als eine Möglichkeit aus einer Vielzahl von Möglichkeiten.
„Leistung bezeichnet einerseits die Tätigkeit, die jemand ausübt, unabhängig davon, ob sie erfolgreich ist oder effizient durchgeführt wird. Andererseits bezeichnet Leistung, was das Individuum bei einer auf ein Ziel
gerichteten Tätigkeit als Ergebnis hervorbringt, ebenfalls unabhängig davon, wie dieses Ergebnis bewertet wird.“ 1
Die Thematik der Leistung nimmt in der modernen, industrialisierten Gesellschaft, die sich zunehmend als Leistungsgesellschaft versteht, eine zentrale Rolle ein, da „die materiellen
1 Becker, F.G.: Lexikon des Personalmanagements, S. 229
6
und sozialen Chancen, die soziale Anerkennung sowie die soziale Position wesentlich von der vom Einzelnen erbrachten Leistung abhängen“. 2
Das Leistungsprinzip ist maßgebend sowohl für die marktwirtschaftliche und soziale Ordnung einer Leistungsgesellschaft als auch in der „Mikroleistungsgesellschaft“ 3 , dem Unternehmen. „Grundvoraussetzung und Inhalt eines Leistungsprinzips ist die Chancengleichheit der betroffenen Personen. Im idealtypischen Modell werden zudem Sanktionen nach dem Grad der Erfüllung der funktionalen Erfordernisse bzw. Erwartungen an die jeweils angenommene Position bewertet und verteilt bzw. nicht verteilt.“ 4 „Das Gelten des Leistungsprinzips impliziert, dass ‚Leisten’ mehr Wert zukommt als anderen Kriterien.“ 5
2.2 Definition der Leistungsbeurteilung und Abgrenzung zu anderen Termini
„Die Leistungsbeurteilung ist als eine spezifische Form der Personalbeurteilung mit besonderer Ausrichtung zu verstehen. Sie stellt einen institutionalisierten Prozess zur planmäßigen und formalisierten Gewinnung, Verarbeitung und Auswertung von Informationen über die in einer bestimmten Periode erbrachte Leistung (im Gegensatz zur Potenzialbeurteilung) eines Mitarbeiters durch dazu beauftragte Mitarbeiter bez. vereinbarter Leistungskriterien dar.“ 6
Die Leistungsbeurteilung nimmt die Fähigkeiten, Fachkenntnisse und Leistungen auf, die ein Mitarbeiter in einer vorangegangenen Periode erbracht hat. Die gewonnenen Informationen werden anschließend ausgewertet, analysiert und beurteilt. Sie sollen später Aufschluss zu konkreten Fragestellungen geben, als Hilfsmittel bei Entscheidungsfindungen verfügbar sein und zur Reflexion der Unternehmenssituation auf den unterschiedlichen Organisationsebenen dienen.
2 http://lexikon.meyers.de/meyers/Leistungsgesellschaft, [vom 2007/04/09]
3 Becker, F.G.: Grundlagen betrieblicher Leistungsbeurteilungen, S. 107
4 Becker, F.G.: Lexikon des Personalmanagements, S. 235
5 Becker, F.G.: Lexikon des Personalmanagements, S. 235
6 Berthel, J./Becker, F.G.: Personal-Management, S. 155
7
Ein Blick in die Literatur zeigt das weite Spektrum der Leistungsbeurteilung an und verdeutlicht gleichzeitig, welche Problematik sich bei der eingehenden Auseinandersetzung mit der Thematik ergibt.
Einerseits werden der Begriff der Leistungsbeurteilung und die dazugehörigen Begriffe von einzelnen Autoren synonym verstanden und nicht differenziert betrachtet. Andererseits wird der Begriff von Autor zu Autor mit eigenen Definitionen neu belegt.
Daher wird im Folgenden versucht, den Begriff etwas stärker abzugrenzen. Das Beurteilungsobjekt ist die Leistung und nicht die Persönlichkeit oder die Person des zu Beurteilenden. Des Weiteren bezieht sich die Leistungsbeuteilung ausschließlich auf eine vergangene Zeitspanne und nicht - wie die Potenzialbeurteilung - auf die Zukunft.
Letztlich ist die Leistungsbeurteilung noch von der Prognose, Diagnose und Bewertung abzugrenzen. Alle Termini, die eine Beurteilung im Sinne einer Prognose ganz oder teilweise implizieren, sind von der Leistungsbeurteilung zu differenzieren, da sie rein zukunftsbezogene Aussagen machen. Die Leistungsbeurteilung geht zudem über eine Diagnose und Bewertung hinaus, da eine Diagnose lediglich das Feststellen eines Sachverhaltes beschreibt und die Bewertung primär die subjektive Zuweisung eines Wertes zum Beurteilungsobjekt darstellt 7 .
Die Abbildung 1 gibt einen Überblick über die vielen unterschiedlichen Begriffe, die im Zusammenhang mit der Leistungsbeurteilung verwendet werden, diesen jedoch konkret nicht meinen. Diese Vielfalt an verwandten Begriffen führt zu Irritationen und Verzerrungen im Hinblick auf das Verständnis. Jedoch ist zu bemerken, dass die englische Literatur die gleiche Problematik aufweist.
7 Vgl. Seitz, S.: Aufgabenorientierte Leistungsbeurteilung als Instrument der Organisationsentwicklung - Ein Beitrag zur lernenden Organisation, S. 40 - 43, Jena, Friedrich-Schiller Universität, Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Diss., 1996
8
Arbeit zitieren:
D. Weckmann, P. Arambankudi, J. Czapski, 2007, Die Leistungsbeurteilung in der Personalführung, München, GRIN Verlag GmbH
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