Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Aufgaben und Ziele der pädagogischen Beratung 4
3. Schulberatung 5
3.1. Aufgabenbereiche 5
3.2. Ziele der Schulberatung 7
3.3. Schulberatung als Tätigkeitsfeld für Sozialpädagogen 8
3.3.1. Schulsozialarbeit 9
3.4. Schulberatung am Beispiel der Berufsberatung 10
3.4.1. Geschichtlicher Hintergrund 10
3.4.2. Bedarf an Berufsberatung 11
3.4.3. Theorien zur Berufswahl 13
3.4.4. Fragebögen als Methode der Informationsgewinnung 14
4. Fazit 15
5. Quellenangaben 17
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1. Einleitung
Das Leben ist sehr komplex und vielschichtig geworden. Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten tragen die Menschen, im speziellen die Kinder, mehr Verantwortung für ihr Tun und Handeln. Die Rechte eines jeden Einzelnen haben eine enorme Bedeutung erlangt. Zu diesen Rechten gehört eine größere Entscheidungsfreiheit im Leben. Solange man sich an die bestehende Gesetzgebung hält, kann und soll jeder selbst entscheiden, was er wann, wo und wie machen will. Man hat das Recht, seinen zukünftigen Lebensweg selbst zu gestalten. Auf der anderen Seite gibt es einen immer größeren Druck und steigende Beeinflussung durch die hohen Anforderungen der Gesellschaft. Das Grundproblem ist, dass die Menschen oftmals zu einem der folgenden Extreme tendieren: Entweder lassen sie sich zu wenig auf ihre Umwelt ein und sind starr in ihrem Denken, oder sie lassen sich zu sehr von außen leiten und beeinflussen (vgl. Belardi 2001, S.53).
Im Bezug auf den Alltag zeigt sich, dass den Menschen eine ausreichend reflexive Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und sich selbst fehlt. Die nötige Relevanz, sich mit Themen wie z.B. Alkohol, Drogen oder Sexualität auseinanderzusetzen und sich über die Folgen ihres Handelns im Klaren zu sein, wird oftmals nicht mehr erkannt (Giesecke 2001, S.165-168; Flitner 1999, S.205 f.).
Heute gibt es immer mehr Kinder, die zu Hause alleine sind. Mütter und Väter sind häufig beide berufstätig. Auch steigt die Zahl der Alleinerziehenden stetig. Hinzu kommen die wachsende Zahl der Arbeitslosen sowie der steigende Druck in der immer härter umkämpften Berufswelt. Die Erwachsenen haben selbst mit vielen Problemen zu kämpfen. Dadurch kommt es oft vor, dass sie ihrem Nachwuchs zu wenig Aufmerksamkeit bei Themen wie dem Einstieg in die Berufswelt schenken. Aber auch bei anderen Problemen des Alltags herrscht häufig Klärungsbedarf. Beratungsangebote können auch für Jugendlichen eine große Hilfe bei Problemen und Entscheidungsfindungen sein. Deshalb sollen im Folgenden kurz die Aufgaben der Pädagogischen Beratung erläutert werden. Anschließend soll aufgezeigt werden, welche Funktionen die Schulberatung hat und warum sie so bedeutend ist. Abschließend soll dies am Beispiel der Berufsberatung erläutert werden.
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2. Aufgaben und Ziele der pädagogischen Beratung
Durch wachsende Handlungs- und Entscheidungsfreiräume in vielen Bereichen des Lebens, hat auch der Bedarf an Beratung zugenommen. „Ziel jeglicher Beratung ist es, durch Informationen, klärende Gespräche, Ermutigungen und die gemeinsame Erarbeitung von Entscheidungshilfen den Ratsuchenden zur Selbsthilfe zu befähigen“ (Schaub/Zenke 2002, S.76). Beratung wird verstanden als freiwilliges Gespräch zwischen Ratsuchendem und Beratendem, bei dem der Ratsuchende eine Entscheidungs- bzw. Orientierungshilfe wünscht. Es geht darum, dass im Gespräch mit einem professionellen Berater neue Aspekte bei einem Problem oder einer Konfliktlage beleuchtet werden. Die gemeinsame Suche nach einem Lösungsansatz soll auch der Verhaltensorientierung dienen.
Die pädagogische Beratung unterstützt die Entwicklung des Menschen, um zu einer gesellschaftlich handlungsfähigen Person zu werden. Ziele der Erziehung werden erkannt und Wege, auf dem diese zu erreichen sind, gewiesen. Schwierigkeiten und Probleme, die dabei auftreten, werden erläutert und Lösungen gemeinsam erarbeitet. Dabei kommt die pädagogische Beratung nicht nur in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Tragen, sondern auch mit Erwachsenen bzw. Eltern. Für die schwere Aufgabe der Kindererziehung und der Erziehung von Jugendlichen gibt es wenige Vorbereitungsmöglichkeiten für die Erwachsenen. Frühere Generationen orientierten sich an dem Erziehungsvorbild der Eltern. Heute, in einer Welt des Umbruchs und der veränderten Familiensituation, ist das kaum noch möglich. Umso dringlicher suchen Eltern nach Orientierungshilfen, die sie in der pädagogischen Beratung finden.
In der Pädagogischen Beratung können verschiedene Felder unterschieden werden: Familienberatung, Psychosoziale Einzelfallhilfe, Organisationsberatung sowie die Bildungs- und Berufsberatung. Psychosoziale Einzelfallhilfe und die Bildungs- und Berufsberatung beziehen sich auf das Individuum, welches der Bemühungen bedarf. Diese Betätigungsfelder finden sich auch in der Schule wieder. Familienberatung betrachtet auch das Umfeld des Individuums, denn dort herrscht oft ein großes Problempotential. Die Organisationsberatung beinhaltet u. a. Konfliktberatung unter Mitarbeitern, aber auch Strukturveränderungen und Prozessbetreuung. Schulberatung
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umfasst alle Felder und ist daher sehr vielschichtig (vgl. Woldrich 1998; Schmidinger, in: Ender/ Schratz/ Steiner-Löffler u.a. (Hrsg.) 1996, S. 63-68).
3. Schulberatung
3.1. Aufgabenbereiche
Die Schule hat eine wichtige Rolle für die Sozialisation des Individuums. Nach der Sozialisationstheorie gehören zu den Hauptfunktionen der Schule: Qualifikation, Selektion und Integration (nach Fend 1981, in: Mack 1999, S. 282). Qualifikation bezieht sich auf die zu erfüllenden gesellschaftlichen und beruflichen Eignungsvoraussetzungen. Der Selektionscharakter der Schule zeigt sich durch die unterschiedlichen Schularten. Die beruflichen, und damit auch sozialen, Aufstiegschancen sind abhängig von dem jeweiligen schulischen Werdegang. Die Integration zeigt sich durch das Vermitteln der Grundwerte unserer Gesellschaft. Damit sollen die Kinder in die Gesellschaft integriert werden, und andersrum die Werte und Normen sollen Teil der Kinder werden (vgl. Mack 1999, S.282).
In der Schulberatung kommen u. a. Beratungslehrer und Schulpsychologen zum Einsatz. Ihre Arbeitsfelder sind Schullaufbahnberatung, Berufsberatung, individualpsychologische Beratung und die Beratung von Schule und Lehrern. Die Schullaufbahnberatung bietet den Schülern Informationen über mögliche schulische und schulanschließende Bildungsgänge. Sie soll damit der Entscheidungshilfe dienen. Zeugnisse, Noten, Lehrereinschätzungen, aber auch Gespräche mit Eltern helfen dem Beratenden dabei, die individuellen Eignungsvoraussetzungen und Erwartungen der Schüler/innen aufeinander abzustimmen. Überdies werden auch In-formationen über Förderungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen vermittelt (vgl. Heller, 1983).
Die individualpsychologische Beratung versucht die sozialen und / oder emotionalen Probleme zu lösen. Das Hauptziel ist es, die Ichbezogenheit durch eine Erweiterung des Bezugsrahmens zu einer stärken Interaktion mit den Mitmenschen auszubauen. Das schulische Verhalten, und dabei auftretende Probleme wie Lernschwierigkeiten,
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Arbeit zitieren:
Timothy Fitschen, 2005, Schulberatung als Bestandteil pädagogischer Beratung, München, GRIN Verlag GmbH
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