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Die Bindungstheorie als Grundlage für Intervention

Hausarbeit, 2007, 15 Seiten
Autor: Liliya Stoyanova
Fach: Pädagogik - Allgemein

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V81139
ISBN (E-Book): 978-3-638-83647-0

Dateigröße: 203 KB


Textauszug (computergeneriert)

Freie Universität Berlin
Pädagogische Intervention in unterschiedlichen Kontexten
Sommersemester 2007

Hausarbeit

Die Bindungstheorie als Grundlage für Intervention

von

Liliya Stoyanova

 

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Der Anfang der Bindungstheorie 4

III. Die Bindungstheorie 4

1. Bindung 5
2. Bindungs- Explorationsbalance und Feinfühligkeit 6
3. Die „Fremde Situation“ und Bindungsqualität 8

IV. Interventionsprogramme 10

1. STEEP 10
2. PEKiP 11
3. Projekt Opstapje 12

V. Schlussbemerkungen 13

VI. Quellen und Literatur 14

 

 

I. Einleitung

Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. Wir sind alle auf Kommunikation angewiesen.

Bereits Neugeborene sind gut ausgerüstet, um zu kommunizieren. Sie versuchen beispielweise Aufmerksamkeit zu bekommen, indem sie den Kopf drehen, weinen oder lachen. Das kleine Kind kommt mit seinem Bedürfnis nach sozialem Kontakt und emotionalem Austausch zur Welt. Es sucht nach Wärme, Verständnis und liebevollen Beziehungen. Neben Nahrung, gehören diese Bedürfnisse unvermeidlich zu dem Leben jedes einzelnen Individuums. In der Regel sind die leiblichen Eltern diese, die dem Kind diese Bedürfnisse sichern müssen. Zwischen Mutter und Kind besteht eine ganz besondere Beziehung, die eine enorme Rolle für die weitere Entwicklung und die Sozialisation des Kindes spielt.

Wir leben heute in einer modernen Gesellschaft, in der Unabhängigkeit, Mobilität und Flexibilität als "Zauberwörter" gelten. Das Bedürfnis, das Streben, immer mehr möglichst gleichzeitig zu erfahren und zu erledigen, sind zu modernen Begleitern des Alltags zahlreicher Eltern geworden. Das aber steht im Widerspruch zu den Bedürfnissen ihrer Kinder. Viele Mütter gehen heute früher auf dem Arbeitsmarkt und es werden immer mehr Kinder von fremden Personen betreut oder im schlimmsten Fall sogar allein zu Hause gelassen. Es lassen sich sehr viele Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei Kindern auf ihr familiäres und soziales Umfeld zurückführen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich unweigerlich die Frage: Wie kann eine stabile Mutter-Kind-Beziehung aufgebaut werden und welche Folgen hat eine "schlechte" Bindung für die weitere Entwicklung eines Kindes?

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie gestörte Mutter-Kind-Beziehungen wieder aufgebaut und gestärkt werden können.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu zeigen wie wichtig die Bindung für unsere Entwicklung ist und welche Folgen eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung haben kann.

Um dieses zu erreichen, werden die Bindungstheorie und die dazugehörigen verschiedenen Bindungsstile und Verhaltensunterschiede ausführlich dargestellt. Die Bindungstheorie untersucht die Bedeutung der Bindung des Kindes an seine Bezugsperson und deren Konsequenz für die Persönlichkeitsentwicklung und für die Entwicklung psychopathologischer Störungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Vor diesem Hintergrund wird zunächst Bindung definiert und ihre Funktion erläutert. Weiterhin wird auf die Bindungstypen und deren Feststellung hingewiesen, um dann auf verschiedene Interventionsprogramme einzugehen, die die Bindungstheorie als Grundlage haben sollen.

II. Der Anfang der Bindungstheorie

Die Bindungstheorie wurde durch den britischen Psychiater John C. Bowlby theoretisch begründet und in langjähriger Zusammenarbeit mit der Kanadierin Mary S. Ainsworth empirisch bestätigt.
Den Anstoß zu seinem lebenslangen Forschungsprojekt erhielt Bowlby im England der Nachkriegszeit, als er als Kinderpsychiater Kontakt zu vielen Kindern hatte, die durch die Kriegswirren früh von ihren Eltern getrennt worden waren und zum Teil schwerwiegende Persönlichkeitsstörungen aufwiesen.

Die Grundlagen der Bindungstheorie wurden in den 50er Jahren gelegt als Mary Ainsworth zum Forschungsteam von John Bowlby stieß. Die Bindungsforschung war gekennzeichnet durch genaues Beobachten von Bindungssignalen und mütterlicher Feinfühligkeit, den Verhaltensstrategien sicher und unsicher gebundener Kinder in der „Fremden Situation“ und den weiteren Folgen für die Entwicklung.1

Die Bindungstheorie besitzt Berührungspunkte mit der Psychoanalyse, mit der sie die Auffassung teilt, dass frühkindliche Erlebnisse ein Schlüssel zur Erklärung der gesamten weiteren Entwicklung eines Menschen sind.

III. Die Bindungstheorie

In der Psychoanalyse wird behauptet, dass die erste menschliche Beziehung des Kindes der Grundstein zu seiner Persönlichkeit ist.2

[....]


1 Vgl. dazu: Ahnert, L. (2004)

2 Vgl. dazu: Bowlby, J. (1986)


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