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Hauptseminararbeit, 2006, 23 Seiten
Autor: Anonym
Fach: Sport - Sportgeschichte
Details
Tags: Ausgewählte, Aspekte, Profifußballs
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-82846-8
ISBN (Buch): 978-3-640-39333-6
Dateigröße: 192 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Wie kein anderer Sport schafft es Fußball, die Menschen in seinen Bann zu ziehen. In den letzten Jahrzehnten ist er zu einem Magnet der Unterhaltungs- und Freizeitindustrie geworden, über den sich ganze Nationen definiert und identifiziert haben. Das jüngste Beispiel ist hierzulande die Fußballweltmeisterschaft, bei der die Zuschauerzahlen weltweit vor dem Fernseher oder auf den zahlreich aufgebauten Großbildleinwänden unvorstellbare Dimensionen einnehmen. Allein die Zuschauerzahlen in den Stadien sind rekordverdächtig. So werden in den ausverkauften WM-Stadien insgesamt über drei Millionen Fans erwartet. Fußball avanciert z. Zt. zu dem beherrschenden Thema in den Medien, das alle sonstigen Themen aus Politik und Gesellschaft in den Hintergrund drängt. Am Tag des Eröffnungsspiels der deutschen Nationalelf herrschte eine erwartungsfrohe Festtagsstimmung, wie sie höchstens noch das Weihnachtsfest zu verbreiten im Stande ist. Auf vielen öffentlichen Plätzen in Städten und Dörfern sowie in Gaststätten, Biergärten oder einfach zu Hause versammeltem sich riesige Menschenmassen, um das erste Spiel der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Lande zu verfolgen. Fußball bewegt längst nicht mehr nur die Emotionen von Millionen Menschen, im Fußball selbst werden mittlerweile auch Millionenbeträge bewegt. Der gesellschaftliche Wandel im Laufe des 20. Jahrhunderts machte somit auch vor dem Fußball nicht Halt. Als Ende Mai 1903 in Hamburg das erste Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem VfB Leipzig und dem DFC Prag stattfand, steckte der deutsche Fußball noch in den Kinderschuhen. Etwa 2000 Zuschauer brachten damals umgerechnet 473 Mark Umsatz, während Fußball in England bereits Volkssport war und die Stadien seit Jahren regelmäßig füllte. Als beispielsweise Birmingham im Jahre 1913 das Pokalfinale erreichte, standen vierzig Sonderzüge bereit, um die begeisterten Klubanhänger nach London zu bringen. Im ausverkauften Stadion verfolgten damals 120.000 Menschen das Spiel (Schulze-Marmeling 2000: S. 122). Die Anfänge des modernen Fußballs liegen eindeutig in England, doch schnell gewann das Spiel auch Anhänger in Deutschland. Anfänglich verbreitet im Bürgertum, wurde Fußball in Deutschland mehr und mehr zum Arbeitersport und fand großes Interesse. Kontinuierlich stieg das Interesse am Fußball und der Sport wurde immer beliebter bis hin zum Massenspektakel.
Textauszug (computergeneriert)
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Fachbereich Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft
Institut für Sportwissenschaft
Hauptseminararbeit
Hauptseminar: Aktuelle Probleme der Sportgeschichte
Sommersemester: 2006
Ausgewählte Aspekte des Profifußballs
18. Juni 2006
Gliederung
1 Einleitung Seite ...3
2 Amateur- vs. Profifußball Seite ...5
3 Einführung der Vertragsspieler Seite ...6
4 Anfänge des Profifußballs Seite ...7
5 Fußballskandale Seite ...9
5.1 Bundesligaskandal Seite ...9
5.2 Wettskandal Seite ...10
5.3 Schiedsrichterskandal in Italien Seite ...11
6 Vermarktung des Fußballs Seite ...12
7 Marketingstrategien Seite ...13
8 Die Rolle der Zuschauer Seite ...14
9 Literatur Seite ...21
1 Einleitung
Wie kein anderer Sport schafft es Fußball, die Menschen in seinen Bann zu ziehen.
In den letzten Jahrzehnten ist er zu einem Magnet der Unterhaltungs- und Freizeitindustrie geworden, über den sich ganze Nationen definiert und identifiziert haben. Das jüngste Beispiel ist hierzulande die Fußballweltmeisterschaft, bei der die Zuschauerzahlen weltweit vor dem Fernseher oder auf den zahlreich aufgebauten Großbildleinwänden unvorstellbare Dimensionen einnehmen. Allein die Zuschauerzahlen in den Stadien sind rekordverdächtig. So werden in den ausverkauften WM-Stadien insgesamt über drei Millionen Fans erwartet.
Fußball avanciert z. Zt. zu dem beherrschenden Thema in den Medien, das alle sonstigen Themen aus Politik und Gesellschaft in den Hintergrund drängt. Am Tag des Eröffnungsspiels der deutschen Nationalelf herrschte eine erwartungsfrohe Festtagsstimmung, wie sie höchstens noch das Weihnachtsfest zu verbreiten im Stande ist. Auf vielen öffentlichen Plätzen in Städten und Dörfern sowie in Gaststätten, Biergärten oder einfach zu Hause versammeltem sich riesige Menschenmassen, um das erste Spiel der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Lande zu verfolgen.
Fußball bewegt längst nicht mehr nur die Emotionen von Millionen Menschen, im Fußball selbst werden mittlerweile auch Millionenbeträge bewegt. Der gesellschaftliche Wandel im Laufe des 20. Jahrhunderts machte somit auch vor dem Fußball nicht Halt. Als Ende Mai 1903 in Hamburg das erste Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem VfB Leipzig und dem DFC Prag stattfand, steckte der deutsche Fußball noch in den Kinderschuhen. Etwa 2000 Zuschauer brachten damals umgerechnet 473 Mark Umsatz, während Fußball in England bereits Volkssport war und die Stadien seit Jahren regelmäßig füllte. Als beispielsweise Birmingham im Jahre 1913 das Pokalfinale erreichte, standen vierzig Sonderzüge bereit, um die begeisterten Klubanhänger nach London zu bringen. Im ausverkauften Stadion verfolgten damals 120.000 Menschen das Spiel (Schulze-Marmeling 2000: S. 122).
Die Anfänge des modernen Fußballs liegen eindeutig in England, doch schnell gewann das Spiel auch Anhänger in Deutschland. Anfänglich verbreitet im Bürgertum, wurde Fußball in Deutschland mehr und mehr zum Arbeitersport und fand großes Interesse. Kontinuierlich stieg das Interesse am Fußball und der Sport wurde immer beliebter bis hin zum Massenspektakel. Heutzutage bieten die Stadien teilweise nicht genügend Plätze, um alle Fußballinteressierten unterzubringen. Allein der Kartenverkauf bringt jedoch Einnahmen von mehreren Millionen Euro. TV-Rechte, Werbung und Sponsoren steigern dies zudem, was dazu führt, dass man den Fußballsport mit einem riesigen Geschäft vergleichen kann. Der Umfang dieser Verwirtschaftung war bis vor einigen Jahren sogar noch nicht abzusehen. Erst in den letzten zehn Jahren stiegen die Einnahmen durch den Verkauf von Fernsehrechten derartig rapide an, dass allmählich, aber unabwendbar, der kommerzialisierte Fußball entstand, wie wir ihn heute kennen (Aschenbeck 1998: S. 140).
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung sowie mit ausgewählten Aspekten des Profifußballs. Der Profifußball unterscheidet sich grundlegend vom Amateurfußball, denn er ermöglicht den beteiligten Spielern, Trainern und Betreuern die Ausübung des Sports als Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Daher ist er extrem leistungsbezogen und lebt praktisch vom Wettbewerb.
2 Amateur- vs. Profifußball
Früh zeigte sich, dass Fußball viel mehr als ein Sport ist. In England führten enorme Einnahmen durch Eintrittsgelder dazu, dass der Englische Fußballverband, die so genannte Football Association, im Jahre 1885 erste Berufspieler zuließ. Dies stieß bald auf herbe Kritik worauf Charles Alcock, damaliger Vorsitzender der FA, seinen Kritikern entgegnete, dass es nicht unmoralisch sei, den eigenen Lebensunterhalt mit dem Fußballspielen zu verdienen (Schulze-Marmeling 2000: S. 115f.).
Ähnliche Debatten und Diskussionen kamen in Deutschland in den 1920er Jahren zutage. Doch die Befürworter des Berufsfußballs versprachen sich von höheren Einnahmen durch die steigenden Zuschauerzahlen größere Stadien, bessere Spieler, höhere Leistungen und letztendlich noch mehr Anhängerschaften. Besonders im Mittelpunkt standen dabei die Spiele gegen europäische Mannschaften, die ihre Spieler bereits seit Jahren bezahlten. Die Gegenseite beharrte dagegen auf dem Amateurideal und beklage eine zunehmende Herrschaft des Profits. Sie verteidigte das Prinzip der Gemeinnützigkeit, um unter anderem weiterhin öffentliche Förderungen zu erhalten. Vor allem die gesundheits- und gesellschaftspolitischen Aspekte des Fußballs sind es, weshalb dem Fußballsport der Status der Gemeinnützigkeit verliehen wurde. Trotz alledem stiegen letzten Endes die Einnahmen und die Vereine konkurrierten mehr und mehr um die besten Spieler, denen sie Geld und andere Vergünstigungen boten (Schulze-Marmeling 2000: S. 117ff.).
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