Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis..................................................................................................................... 1
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 1
Verzeichnis verwendeter Abkürzungen 2
Themeneingrenzung und Aufbau der Seminararbeit. 3
1 Medienkompetenz und Medienpädagogik 5
1.1 Begriffsklärungen: Medien, Medienkompetenz und Medienpädagogik. 5
1.2 Medienkompetenz als eine Schlüsselkompetenz des Erwachsenen. 7
2. Entwicklung und Förderung von Medienkompetenz 12
2.1 Integration der Medienkompetenz in das Bildungskonzept der
Erwachsenenbildung 12
2.2 Dimensionen der Medienkompetenz in Anlehnung an BAACKE. 14
2.2.1 Medienkritik 15
2.2.2 Medienkunde. 15
2.2.3 Mediennutzung. 15
2.2.4 Mediengestaltung 15
2.3 Lernen mit Medien in der Erwachsenenbildung 16
2.4 Historische und gegenwärtige Positionen zur Medienpädagogik in der
Erwachsenenbildung 17
3. Chancen und Grenzen der Medienpädagogik in der Erwachsenenbildung. 20
Literaturverzeichnis. 23
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Arbeitsbereiche der Medienpädagogik
Tabelle 1 Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung - Einzelkompetenzen
1
Verzeichnis verwendeter Abkürzungen bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
f. folgende
ggfs. gegebenenfalls
sog. sogenannte
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
2
Themeneingrenzung und Aufbau der Seminararbeit
Wenn die heutige Gesellschaft charakterisiert wird oder man über die Zukunftsaussichten des Zusammenlebens spricht, fällt oft das Schlagwort der ‚Informationsgesellschaft’ oder der ‚Mediengesellschaft’. Ausgesagt wird damit, dass Informationen, im Regelfall über Medien bereitgestellt, zu einem bestimmenden Element werden - sowohl für die Wirtschaft als auch für das Privatleben der Menschen. Eine Erwachsenenbildung, die sich an den Lebenswirklichkeiten der Menschen orientiert, muss sich daher auch mit Medien und deren Nutzung beschäftigen. Die Notwendigkeit ergibt sich schon alleine aus dem Datenmaterial, welches aus Untersuchungen über die Mediennutung zur Verfügung steht: 2005 verbrachte jeder Erwachsene im Durchschnitt täglich 10 Stunden mit der Nutzung von Medien, während 1964 ledig-
lich dreieinviertel Stunden pro Tag für die Nutzung von Medien aufgewendet wurden. 1 Die Nutzung von Medien ist dabei keineswegs auf den Bereich der Unterhaltung, der Freizeit oder der gesellschaftlich-politischen Aktivität der Bürger beschränkt. Vielmehr ist der kompetente Umgang mit Medien heute auch Alltag in vielen Berufen und dementsprechend ist es für den wirtschaftlichen Erfolg einer Gesellschaft auch nötig, Medienkompetenz in den Bildungsan-geboten zu vermitteln. 2
Medienkompetenz wird allerdings weniger im Rahmen der Erwachsenenbildung diskutiert. Zumeist wird dieses Schlagwort in aktueller Diskussion und Literatur vornehmlich im Zu-
sammenhang mit Kindern und Jugendlichen gebraucht. 3 Da aber die Medien(technik), die Verfügbarkeit der Medien, und damit ihre Nutzung einem raschen Wandel unterworfen ist 4 , wird Medienkompetenz auch ein notwendiges Aufgabenfeld der Erwachsenenbildung: Bei raschem Wandel genügt die durch Schule und Berufsausbildung erworbene Medienkompetenz eben nicht mehr für die Lebensspanne des Erwachsenen.
Für die Erwachsenenbildung sind zwei Themenbereiche von Interesse: Einerseits muss sich die Erwachsenenbildung mit den Medien auseinandersetzen, den Teilnehmern Wissen über Medien vermitteln und sie zu einer kritischen, mündigen, verantwortungsvollen aber auch ökonomischen Nutzung im privaten, gesellschaftlichen und Beruflichen Bereich befähigen. Diese Nutzung wird oft im Konsum der Angebote oder der beruflichen Nutzung der Medien bestehen, jedoch gibt es heute auch vielfältige Möglichkeiten und Erfordernisse, Medien produzierend zu nutzen, also Medien und Medieninhalte zu gestalten, um selbst Meinungen, In-
1 Vgl. MÜLLER (2007), 6.
2 Vgl. MAI (1996), 105.
3 Als Beispiel, dass sich diese Auffassung auch in der aktuellen Literatur findet kann hier BERGMANN u.a.
(2004), BARSCH/ERLINGER (2002) oder auch MOSER (1999) gelten.
4 Vgl. beispielsweise MÜLLER (2007), 4.
3
formationen oder Ergebnisse kreativen Schaffens zu verbreiten. Andererseits wird die Erwachsenenbildung auch nicht umhin können, Medien in ihren eigenen Veranstaltungen als didaktisches Element zu nutzen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Beides ist mit dem Stich-wort Medienpädagogik gemeint.
Die Arbeit beginnt mit einer Klärung verschiedener Begriffe und einer Darstellung, warum der Umgang mit Medien zu einer der Schlüsselkompetenzen des erwachsenen Menschen gehören muss. Der zweite Abschnitt widmet sich der Medienkompetenz im Detail und beinhaltet auch eine Darstellung verschiedener historischer und gegenwärtiger medienpädagogischer Positionierungen der Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Ausgangspunkt des Kapitels ist zuerst die Frage, wie die Medienkompetenz mit ihren Teildimensionen in das gängige Kompetenzmodell der Erwachsenenbildung eingefügt werden kann und was Medienkompetenz alles umfasst. Gegenstand der Betrachtung sind dann die beiden Bereiche der Medienpädagogik: Zum einen - und hier liegt der Schwerpunkt - die Befähigung zum Umgang mit Medien, also die Mediennutzung und die Mediengestaltung, zum anderen aber auch der Einsatz von Medien als unterstützendes Mittel in der Erwachsenenbildung, also das Lernen mit Medien. Im Dritten Kapitel erfolgt eine abschließende Zusammenfassung der Arbeit verbunden mit der Diskussion, welche Chancen und Grenzen die Erwachsenenbildung in der Medienpädagogik hat.
4
1 Medienkompetenz und Medienpädagogik
1.1 Begriffsklärungen: Medien, Medienkompetenz und Medienpädagogik
Zu Beginn einer Arbeit die sich mit der Medienpädagogik auseinandersetzt, müssen die grundlegenden Begriffe abgegrenzt werden.
Zunächst ist hier der Begriff der Medien zu klären. Um die Begriffsklärung nicht ausufern zu lassen, muss man sich im Rahmen der vorliegenden Arbeit auf den Medienbegriff beschränken, wie er in (medien)pädagogischen Kontexten gebraucht wird - auch wenn die Erschließung des Begriffs ‚Medienpädagogik’ erst im zweiten Schritt erfolgt. Eine soziologische oder informationstechnische Aufarbeitung des Medienbegriffs würde jedoch zu weit führen.
Grundsätzlich können Medien als Mittel der Kommunikation 5 bzw. als Vermittler von Informationen zwischen Quelle und Senke“ 6 bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit den ersten Überlegungen zu einer Medienpädagogik standen zunächst die audiovisuellen Massenmedien im Mittelpunkt des Interesses, seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Blickwinkel erweitert und die medienpädagogische Diskussion dehnte sich auch auf Unterrichtsmittel aus, deren Einsatz von HEIMANN und SCHULZ als eigenes didaktisches Ent-
scheidungsfeld erkannt wurde. 7 In diesem weiter gefassten und nicht nur auf dien Befähigung zum Umgang mit Massenmedien ausgerichteten medienpädagogischen Verständnis, sind Medien als Gegenstand medienpädagogischer Überlegungen sämtliche existierenden nichtpersonalen also technischen Medien. Damit ist eine klare Abgrenzung zu den „unmittelbar an die menschliche Person gebundenen Ausdruckserscheinungen, wie Bewegung, Gestik, Mimik,
Sprache usw.“ 8 getroffen. Zu den technischen Medien gehören traditionell Nachbildungen, Abbildungen, Tonaufzeichnungen und Symbole, 9 seit einiger Zeit sind wohl auch Computerprogramme als weitere Klasse zu bezeichnen, da sie bisweilen die Eigenschaft besitzen, Abbildungen und Tonaufzeichnungen um die Fähigkeit der Simulation und Interaktion zu ergänzen. Medien bestehen im Regelfall aus einem Medienträger (sog. ‚hardware’) der durch Medienmaterial (sog. ‚software’) zum vom Menschen nutzbaren Medium wird. Der Begriff Medienpädagogik tritt - wie weiter oben schon angedeutet - als pädagogischer Fachbegriff zuerst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf. Dennoch ist die Idee der Medienpädagogik weit älter. Mit Medienpädagogik kann insgesamt stets die Reaktion der
5 Vgl. BARSCH/ERLINGER (2002), 11
6 Vgl. FLUCKINGER (1996), 44.
7 Vgl. MERKERT (1999), 372.
8 RUPRECHT (1977), 8.
9 RUPRECHT (1977), 8.
5
Pädagogik auf jeweils aufkommende ‚neue’ Medien verstanden werden. 10 Diese Reaktion bestand zumeist darin, dass die Pädagogik über die Wirkung der Medien reflektierte und nicht
darin, die Medien als Mittel des produktiven pädagogischen Handelns zu begreifen. 11 Medienpädagogik entwickelte sich - insbesondere bei der Reaktion auf die Anfang des 20. Jahr-hunderts aufkommenden Jugendliteratur, bei den Filmen (Kino) und später beim Fernsehen -vor allem zu einer Präventivinstanz und damit zu einer ‚Bewahrpädagogik’, die vor allem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene vor den schädlichen Auswirkungen der Medien zu schützen versuchte. Hauptsächlich beim Fernsehen und der rasanten Verbreitung dieses Mediums zeigte sich dann die Erfolglosigkeit der Bemühungen, Menschen durch pädagogische Interventionen vor der Mediennutzung zu bewahren. Die Medienpädagogik veränderte daraufhin ihre Zielrichtung. Im Vordergrund stand nun die Hinführung zur kritischen Mediennutzung und die Entdeckung der Möglichkeiten, welche Medien als Hilfsmittel im Unter-
richt und bei Bildungsmaßnahmen. 12 Die „Medienpädagogik reduzierte sich teilweise auf Bildungstechnologie.“ 13 Dies führte im Zuge der Kritischen Erziehungswissenschaft zu Widerspruch. Pädagogik solle nicht nur auf die Mediennutzung vorbereiten oder die Medien in der Bildungsarbeit nutzen, sondern auch die gesellschaftlichen Bezüge der Medien und ihre Auswirkungen kritisch betrachten und offen legen und damit Medien auch als Handlungsinstrument zu begreifen. Ziel solle viel mehr die Demokratisierung der Kommunikationsstrukturen
und die Befähigung zum aktiven, also gestaltenden Umgang mit den Medien sein. 14 Damit ergeben sich - unabhängig vom Standpunkt - zumindest verschiedene Arbeitsbereiche der Medienpädagogik, die sich im Überblick wie folgt darstellen lassen:
10 Vgl. PODEHL (1984), 17.
11 Vgl. PODEHL (1984), 17.
12 Vgl. HÜTHER u.a. (1997), 244.
13 HÜTHER u.a. (1997), 244.
14 Vgl. HÜTHER u.a. (1997), 244.
6
Arbeit zitieren:
Markus Hubner, 2007, Entwicklung und Förderung von Medienkompetenz bei Erwachsenen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Rousseaus Begriff der natürlichen Erziehung und seine ideengeschichtli...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Zwischenprüfungsarbeit, 28 Seiten
Jean-Jaques Rousseaus Einfluss auf Johann Heinrich Pestalozzis Denken ...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Referat (Ausarbeitung), 28 Seiten
Qualitätsmanagement in der sozialen Arbeit - nur Pflicht oder auch ein...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 39 Seiten
Der Naturbegriff von Jean-Jaques Rousseau
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 6 Seiten
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie im Spannungsfeld von Pädagogik und T...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 37 Seiten
Die Pädagogik Friedrich Schleiermachers
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 27 Seiten
Einleitende biographische und ...
Wissenschaftlicher Aufsatz, 29 Seiten
Medientheorie, Medienkunst & Medienpädagogik in der aktuellen Disk...
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Johann Heinrich Pestalozzi - Einleitende biographische und ideengeschi...
Wissenschaftlicher Aufsatz, 29 Seiten
Adipositas bei Kindern und Jugendlichen - Therapeutische Ansätze und ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 42 Seiten
Bildung im Spiegel: Pädagogik und die Medien aus Sicht der Psychoanaly...
Hausarbeit, 17 Seiten
Jean-Jacques Rousseau - Kritiker oder Vollender der Aufklärung? Eine A...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 19 Seiten
Biografisches Arbeiten - ein interventionsgerontologisches Konzept für...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 35 Seiten
Geschichte der Erziehung: Zurück zur Natur und die natürliche Erziehun...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Seminararbeit, 19 Seiten
Biografiearbeit als sinnvolles Handlungsinstrument in der Sozialen Arb...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Soziale Psychiatrie als Tätigkeitsfeld für die Soziale Arbeit
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 45 Seiten
Pädagogik - Erwachsenenbildung: Entwicklung und Förderung von Medienkompetenz bei Erwachsenen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Markus Hubner hat den Text Entwicklung und Förderung von Medienkompetenz bei Erwachsenen veröffentlicht
Markus Hubner hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare