Funktionen der Unternehmenskultur
Der Fall des „Silicon Valley“ / Der Fall der „New Economy“
von
Johannes-Maximilian Brede
Berlin, 7. März 2007
1. Inhaltsverzeichnis... 1
2. Einleitung... 2
3. Die schillernde Seifenblase der „New Economy“... 4
3.1 Das „productivity paradox“... 4
3.2 Rückgang von Arbeitslosenquote und Inflationsrate... 5
3.3 Das kulturelle Erdbeben der NeuenWirtschaft... 6
4. Was ist Unternehmenskultur?... 8
4.1 „Andere Länder, andere Sitten“ – über verschiedene Kulturen und Führungsstile... 9
4.2 Funktionen einer Unternehmenskultur... 10
4.3 Ziele und Eigenarten der neuen Kultur... 11
5. Die Kehrseite der Medaille... 13
6. Fazit / Resümee... 16
7. Literaturverzeichnis... 18
7.1 Internetquellen... 19
Einleitung
Die USA erlebten in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts einen bemerkenswerten Wirtschaftsboom. Das Phänomen eines deutlichen Anstiegs der allgemeinen Arbeitsproduktivität gepaart mit einem überraschenderweise gleichzeitigen Rückgang der Arbeitslosigkeit, aber auch ein rasanter und nicht zu bremsen scheinender Anstieg der Aktienkurse am neuen Markt, sowie regelrechte Entwicklungsexplosionen von Unternehmen des IT-Sektors, beschreiben eine Erscheinung, welche man unter dem Begriff der vielfach diskutierten „New Economy“ zusammenfassen kann.
Was aber hat es wirklich auf sich mit der „Neuen Wirtschaft“? Was löste den phänomenalen Erfolg einiger Computerunternehmen im Silicon Valley, der Hochburg der New Economy im US-Staat Kalifornien, aus? War es nur der vermehrte Einsatz des PCs in der Arbeitswelt oder gar die Beschleunigung durch den Internet- Hype der 90er Jahre? Sind es tatsächlich vollkommen andere, revolutionäre Formen der Unternehmensorganisation und des Managements? Zum Einen ja, zum Anderen nein.
Im Rahmen dieser Arbeit versuche ich das Phänomen der „New Economy“ ein wenig aufzuschlüsseln. Vor allem aber ist es meine Absicht, aufzuschlüsseln, mit welchen Mitteln der bereits angesprochenen Unternehmensorganisation und besonders mit welchen Funktionen einer sich ebenfalls im Rahmen der „New Economy“ entwickelten revolutionären Unternehmenskultur oder – Philosophie, es den „Dotcom – Unternehmen“ der Computerbranche möglich war, den Durchbruch in eine neue Ära zu schaffen. Im ersten Abschnitt dieser Arbeit zum Thema „Funktionen der Unternehmenskultur“ – Der Fall des „Silicon Valley“ / Der Fall der „New Economy“, habe ich versucht die wesentlichen wirtschaftlichen Merkmale der neuen Ökonomie näher zu erläutern und offenzulegen.
Der zweite Abschnitt und damit der Hauptteil dieser Arbeit, befasst sich eingehend mit dem Begriff der Unternehmenskultur, ihren Elementen, deren Funktionen und der Integration in die Unternehmenswelt der „New Economy“. Zum Schluss versuche ich Licht auf die Kehrseite der „New Economy“ zu werfen. Weiterhin war es meine Absicht, über den Horizont des Börsencrashs am neuen Markt zu schauen und Entwicklungen im Rest der „neuen“ Welt, insbesondere in Europa, aufzugreifen
Die schillernde Seifenblase der „New Economy“
Das „productivity paradox“
Eine Seifenblase entsteht – oder sie tut es eben nicht. Ebenso zufällig, wie das Rätsel um ihre Entstehung, ist auch das um ihr Bestehen. Mit der „New Economy“ und ihrer wirtschaftlichen Grundlage verhält es sich ähnlich. Die Entwicklung des Computers fand hauptsächlich im Silicon Valley statt, einem kleinen, für seine „Aprikosen-, Birnen- und Pflaumenplantagen bekannten“ Ort im Santa Clara Valley, USA. Sie nahm ihren Lauf mit der Erfindung des Transistors – einem Bauteil, welches ursprünglich die Vakuumröhre in Radios ersetzen sollte1. Das war 1948. Als man ein gutes Jahrzehnt später schließlich dazu überging statt Transistoren Silizium und die sogenannte „integrierte Schaltung“ zu verwenden, war der Computer geboren. Die NASA und das Militär zeigten alsbald großes Interesse an der neuen Erfindung und man sprach allerorts nur noch von der „zweite[-n] industrielle[-n] Revolution“2, da der Computer alle bisherigen technischen Entwicklungen in den Schatten stellte.
Mit dem Einzug der Computertechnologie in den 70er Jahren in viele Unternehmen der amerikanischen Arbeitswelt, verband sich schließlich die große Hoffnung auf eine Steigerung der Arbeitsproduktivität und einem daraus folgenden Gewinnanstieg, gerade da die Wirtschaft in diesen Jahren mit einem überdurchschnittlichen Rückgang im Produktivitätswachstum zu kämpfen hatte.3 Das dem in den darauffolgenden 30 Jahren doch nicht so war, da das sichtbar starke Vordringen des Computers überhaupt keine Auswirkungen auf die Arbeitsproduktivität auszuüben schien, beschreiben Wirtschaftsforscher als „productivity paradox“. Seither oft zitiert bleibt Folgendes: „[Y]ou can see the Computer age everywhere but in the productivity statics“.4
Rückgang von Arbeitslosenquote und Inflationsrate
[...]
1 Vgl.: Wolfe ( 1992) S.16
2 Wolfe (1992) a.a.O.
3 Vgl.: Kalmbach (2001) S.14
4 Kalmbach nach Solow (2001) S.14
Arbeit zitieren:
Johannes-Maximilian Brede, 2006, Funktionen der Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag GmbH
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