I
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1. Einleitung. 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Gang der Untersuchung 1
2. Internationale Kooperationen und Netzwerke in der
Betriebswirtschaftslehre. 2
2.1. Begriffsdefinitionen, Merkmale und Arten von Kooperationen 2
2.2. Gestaltungsformen von internationalen Kooperationen und Netzwerken. 2
2.3. Wissenschaftliche Erklärungsansätze für die Entstehung von Kooperationen
und Netzwerken 4
2.3.1. Transaktionskosten-Ansatz 4
2.3.2. Theorie der Resource-Based-View 4
2.3.3. Structure-Conduct-Performance 5
2.4. Ziele, Motive, Chancen und Risiken 6
2.5. Voraussetzungen für die Schließung von Kooperationen 6
2.6. Rolle der Faktoren Macht, Vertrauen und Misstrauen 8
3. Kooperations- und Netzwerkformen in der internationalen
Luftfahrtindustrie. 8
3.1. Besonderheiten der Luftverkehrsleistung 8
3.2. Erscheinungsformen des internationalen Luftverkehrs 10
3.3. Externe Determinanten von Kooperationen im Luftverkehr 11
3.4. Code-Sharing 12
3.5. Regionalpartnerschaften 12
3.6. Partnerairlines 13
3.7. Strategische Allianzen im internationalen Luftverkehr. 13
3.7.1. Star Alliance. 13
3.7.2. One World 14
3.7.3. SkyTeam 15
3.7.4. Kooperationsfelder in den Allianzen 16
3.8. Erfolg und Strategie einiger kooperierender Airlines. 17
3.9. Vorteile für die Flugpassagiere, insbesondere für Vielflieger 18
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
3.10. Auswirkungen der strategischen Allianzen auf den Wettbewerb im
internationalen Luftverkehr ............................................................................. 19 4. Resümee und Ausblick ........................................................................................... 20 Literaturverzeichnis ..................................................................................................... IX
III
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
Abbildungsverzeichnis
Abbildung I: Die Formen von Kooperationen
Abbildung II: Erweiterter Structure-Conduct-Performance-Ansatz.
Abbildung III: Wertkette einer Airline
Abbildung IV: Kooperationsfelder der drei strategischen Allianzen
Abbildung V: Liberalisierungsphasen des Luftverkehrs in der EU
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
Tabellenverzeichnis
Tabelle I: Übersicht über die Mitglieder der „Star Alliance“....................................VII Tabelle II: Übersicht über die Mitglieder der strategischen Allianz „One World“ ....VII Tabelle III: Übersicht über die Mitglieder der strategischen Allianz „SkyTeam“ .....VIII
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
Abkürzungsverzeichnis
BMW Bayerische Motoren Werke AG CRS Computerreservierungssysteme EU Europäische Union EG Europäische Gemeinschaft FuE Forschung und Entwicklung IATA International Air Transport Association ICAO International Civil Aviation Authority VW Volkswagen AG
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Infolge der Liberalisierung des internationalen Luftverkehrs in den 80er Jahren haben sich zahlreiche Umwälzungen in der Luftverkehrsindustrie vollzogen. Internationale Fluggesellschaften hatten damals drei mögliche Strategieoptionen zur Reaktion auf die veränderte Wettbewerbssituation: Alleingang, Verschmelzung oder Kooperation mit anderen. Problemstellung dieser Arbeit ist die Darstellung der internationalen Kooperationen und Netzwerke, die als Konsequenz in der Luftfahrtindustrie entstanden sind.
1.2. Gang der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit besteht aus vier Kapiteln. Nach der Einführung in Kapitel 1 wird in Kapitel 2 die betriebswirtschaftliche Grundlage der Kooperationen und Netzwerke erarbeitet. Neben Begriffsdefinitionen, Zielen, Motiven und Formen von Kooperationen und Netzwerken wird auch auf wissenschaftliche Erklärungsansätze für Kooperationen und Netzwerke eingegangen. Im vorletzten Kapitel werden dann die unterschiedlichen Kooperationen und Netzwerke dargestellt, die es momentan in der Luftfahrtindustrie gibt. Anschließend werden die eminenten Auswirkungen der Kooperationen und Netzwerke auf den Wettbewerb im internationalen Luftverkehr diskutiert.
2. Internationale Kooperationen und Netzwerke in der Betriebswirtschaftslehre
2.1. Begriffsdefinitionen, Merkmale und Arten von Kooperationen
Unternehmenszusammenschlüsse in vielen Branchen sind heutzutage ein täglich zu beobachtendes Phänomen. Dieses Phänomen ist ein Resultat der neuen Wettbewerbs- und Wachstumsstrategien, mit deren Hilfe internationale Unternehmen versuchen, ihre Wettbewerbsvorteile zu verteidigen und ihre Markposition schnell und zielgerichtet auszubauen. Eine externe Wachstumsstrategie ist die planmäßige Ausdehnung der bisherigen Schwerpunkte eines Unternehmens auf vor-, nachgelagerte, angrenzende oder völlig neue Leistungsbereiche. 1 Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Bindungsintensität in Kooperation und Konzentration unterteilt. Bindungsintensität beschreibt den Grad, in dem zwei Unternehmen ihre Handlungs- und Entscheidungsfreiheit durch eine Zusammenarbeit einschränken. 2 Sie ist von der Ressourcenzuordnung, der Bindungsdauer, dem Umfang der Zusammenarbeit, dem Ausmaß der eingebrachten Ressourcen und der Rechtsform abhängig. Es gibt in der wissenschaftlichen Literatur keine einheitliche Definition von Kooperationen. Sydow definiert Kooperation als „die
1 Vgl. Pausenberger, E. (1989), S. 625 und Hätscher, A. (1999), S. 84ff.
2 Vgl. Buchner, W. (2003), S. 52ff.
Kooperationen und Netzwerke in der Luftfahrtindustrie 2
gemeinsame Ausübung betrieblicher Funktionen mit dem Ziel größerer Wirtschaftlichkeit und Rentabilität der beteiligten Unternehmen.“ 3 Gerth dagegen definiert Kooperation als eine freiwillige gemeinsame Ausübung betrieblicher Funktionen zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen, die auf einer stillschweigenden oder vertraglichen Vereinbarung beruht. 4 Ein Netzwerk liegt vor, wenn zwischen mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen eine koordinierende, kooperative Zusammenarbeit stattfindet. 5 Die Begriffe Kooperation und Netzwerke sind Synonyme und unterscheiden sich nur in ihrer Schwerpunktsetzung. Während beim Begriff des Netzwerkes strukturelle Aspekte der Zusammenarbeit im Vordergrund stehen, geht es beim Stichwort Kooperation mehr um Verhaltensdimensionen. Es gibt allgemein zwei Arten von Kooperationen, die horizontale und die vertikale Kooperation. Eine horizontale Kooperation ist eine Kooperation zwischen Unternehmen, die der gleichen Wirtschafsstufe und Branche angehören. Es handelt sich hierbei um eine geschäftsfeldspezifische Kooperation zur Abstimmung nicht-komplementärer Aktivitäten. Eine vertikale Kooperation liegt vor, wenn Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsstufen kooperieren. Es werden zwei Formen von vertikalen Kooperationen unterschieden. Bei der rückwärtsgelagerten vertikalen Kooperation arbeitet ein Unternehmen mit Zulieferern z.B. in der FuE zusammen und bei der vorwärtsgelagerten vertikalen Kooperation mit den Absatzmittlern.
2.2. Gestaltungsformen von internationalen Kooperationen und Netzwerken Zwei Grundformen von Kooperationen zwischen Unternehmen werden allgemein, wie in Abb. I dargestellt, unterschieden: strategische Allianzen und operative Kooperationen. Eine strategische Allianz ist eine Zusammenarbeit zwischen rechtlich selbstständigen, wirtschaftlich aber interdependenten Unternehmen derselben Wirtschaftsstufe mit dem Ziel, gemeinsame Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Zusammenarbeit ist langfristig orientiert, umfasst aber nicht alle Geschäftsfelder der beteiligten Unternehmen. Sie hat einen strategischen Bezug und ist primär darauf ausgerichtet, Erfolgspotentiale aufzubauen und außerdem durch die Verbindung individueller Stärken und die gemeinsame Erfüllung von Teilaufgaben die Wettbewerbsstellung der Partner gegenüber Dritten zu stärken. Diese autonomieeinschränkende Kooperation führt zu einer erheblichen Verbesserung der Handlungsspielräume der Partner gegenüber der Umwelt. Es lassen sich drei Arten von strategischen Allianzen voneinander abgrenzen: Joint Ventures, Lizenz- und Consultingverträge. Ein Joint Venture ist eine strategische Allianz
3 Sydow, J. (1993), S. 93.
4 Vgl. Gerth, E. (1971), S. 11.
5 Vgl. Voß, W. (2002), S. 279ff.
Arbeit zitieren:
Michael Jurgen Garbade, 2006, Internationale Kooperationen und Netzwerke dargestellt am Beispiel der Luftfahrtindustrie, München, GRIN Verlag GmbH
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