1. Was versteht man unter „Psychodrama“?
Ein Psychodrama ist eine technische Methode welche in der Psychotherapie verwendet wird, in der sich psychoanalytische Konzeptionen und gruppendynamische Erkenntnisse verbinden. Die Methode macht vom freiem dramatischem Spiel Gebrauch und das Ziel ist es, die Spontaneität der Betreffenden zu lockern. Das Psychodrama kann bei Kindern aber auch bei Erwachsenen eingesetzt werden.
Die Patienten werden aufgefordert, Situationen des Alltags mit ihren Beziehungen zur Umwelt oder auch besondere, konfliktbesetzte Situationen schauspielerisch darzustellen. Anschließend werden die Darstellungen in einem Gespräch besprochen und einer Analyse unterzogen.
2. Welche Varianten des Psychodramas gibt es?
Die verschiedenen Varianten sind: Soziodrama, Physiodrama, ferner die Verbindung von Psychodrama mit Hypnose, Musik, Tanz, Malen, Bildhauerei und andere schöpferische Kunst. Das Psychodrama dient durch Sichtbarmachung verborgener Gefühle und Konflikte der Diagnostik. Es ist nach Moreno eine Wissenschaft, welche die Wahrheit mit Mitteln der Dramatik erforscht. Außer als Hilfsmittel der Psychotherapie wird das Psychodrama auch als Lehrmethode für kaufmännische Berufe mit viel menschlichen Kontakten oder zum Auswählen von geeigneten Kandidaten für bestimmte Posten verwendet.
3. Wie kam das Psychodrama zustande?
Das Psychodrama wurde vom Wiener Psychiater Iacov Moreno Levi zu Beginn der 20iger Jahre aus dem kindlichen Spiel und dem Stegreiftheater entwickelt. Angeregt wurde er durch expressionistische Theaterexperimente, wie die Commedia del Arte und Altwiener Stegreiftheater.
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4. Der Märchenworkshop
In unserem Märchenworkshop sollen die Elemente des Psychodramas deutlich werden.
4.1. Das Spiel „Blinde Zigeunerin“
Als Einstieg auf den Märchenworkshop spielen wir zuerst das Spiel „Blinde Zigeunerin“. Dabei erfassen wir die Hand des Sitznachbars (für ca. 1 Minute). Während dieser Minute erforschen wir die Hand, dabei sollen aber unsere Augen geschlossen bleiben. Was spüre ich dabei?
Ich spüre dass die Unterseite der Hand sehr glatt ist, während die Oberfläche eher rauh. Die Hand fühlt sich warm an, entspannt und ruhig, es ist eine zarte Hand. Die Hand empfinde ich als weich, ich vermute, dass meine Sitznachbarin entspannt ist.
4.2. Meditationsübung
Ich gehe einen Weg, entlang einer Landschaft. Ich komme zu einem Haus und öffne die Tür. Ich schaue mich um und gehe die Stiege hinauf. Ich finde ein Märchenbuch und blättere es durch. Dabei fällt mir die Überschrift des Märchens „Schneewittchen“ ins Auge. Ich sehe wie Hänsel und Gretel auf einem Weg auf das Lebkuchenhaus zugehen. Mir ist dabei bewusst, dass sie durch einen Wald gehen. Danach schließe ich das Buch wieder. Ich gehe die Stiege wieder hinunter, schließe die Tür und gehe den Weg, den ich gekommen bin, wieder zurück. Ich befinde mich nun vor dem Haupteingang der Universität Klagenfurt. Ich gehe hinein und gehe bis zum Zimmer 109, wo ich meine Augen wieder öffne.
4.3. Zeichnen und Erklärung des Bildes nach der Meditationsübung
Nun zeichnen wir das Bild, das wir vom Märchen gesehen haben und welches uns in Erinnerung blieb. Zehn Freiwillige setzen sich in der Raummitte in einem Kreis zusammen und
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erklären ihre gemalten Zeichnungen. Sie erläutern ihre Bilder. Jeder hat sein eigenes Märchen, welches ihm in den Sinn kam, gemalen.
1. Märchen: „Der gestiefelte Kater“,
auf der Zeichnung fährt eine Kutsche am See entlang, der gestiefelte Kater wirkt auf dem Bild sehr selbstbewusst. 2. Märchen: „Schneeweißchen und Rosenrot“,
die Künstlerin der Zeichnung schildert uns, dass sie als Kind ein Märchenbuch hatte in dem das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“, als erstes Märchen vorkam. 3. Märchen: „Der Wolf und die sieben Geißlein“,
die Zeichnerin dieses Bildes erklärt uns, dass auf der Zeichnung die Mutter gerade reinkommt und nur noch ein Geißlein vorfindet.
es schneit und es ist kalt, dem Kind geht es schlecht, die letzten zwei Schwefelhölzer brennen. 6. Märchen: „Aschenputtel“,
die Zeichnerin erklärt uns, dass sie das Aschenputtel gezeichnet hat, wie es putzen muss. 7. Märchen: „Dornröschen“,
auf dem Bild sieht man, dass die Prinzessin im Bett ist, daneben befindet sich die Fee, welche den Fluch verbreitet.
Arbeit zitieren:
Syzane Berisha, 2001, Märchenworkshop, München, GRIN Verlag GmbH
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Schweizerische Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Seminararbeit, 20 Seiten
Hitlers Kriegserklärung an die USA, 11. Dezember 1941
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 38 Seiten
Psychodrama - Das Psychodrama eine psycho- und sozialtherapeutische Me...
(Moreno, Soziale Arbeit)
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Zwischenprüfungsarbeit, 15 Seiten
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