Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
1.1 Der Versuch einer zeitlichenreßt.saelic iemer msten Zeile der Ausruf
"m ist in Strophe 2, Zeile 1 zu finden, wenn die Person sich erinnert: "die
Lind Einordnung von Walther von der Vogelweide 3
1.2 „Under der linden“ 4
2 „Under der linden“ und die Pastourelle. 6
2.1 Grundlegende Gedanken zur Pastourelle 6
2.2 Interpretation von „Under der linden“ 9
2.3 Gegenüberstellung von Pastourelle und „Under der linden“ im
Hinblick auf die Problemstellung. 12
3 Zusammenfassung 18
4 Literaturverzeichnis. 20
2
1 Einleitung
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich dem Lied „Under der linden“ von Walther von der Vogelweide. Das Ziel dieser Arbeit soll sein, eine Antwort zu finden auf die Frage, ob man dieses Lied der Pastourelle zuordnen kann. Zu Beginn werde ich kurz auf Walther von der Vogelweide eingehen, um eine zeitliche Einordnung zu ermöglichen. Ebenfalls werde ich mich kurz dem Lied „Under der linden“ widmen, um auch dies inhaltlich einordnen zu können. Nach diesen einleitenden Anmerkungen über den Autor und das Lied werde ich mich mit den grundlegenden Gedanken zur Pastourelle beschäftigen, wobei ich mich sowohl auf die französische Pastourelle und die provenzalische Pastourelle als auch auf die mittelhochdeutsche Pastourelle beziehen werde. Nach diesen grundlegenden Gedanken über die Pastourelle und deren typischen Inhalt und Aufbau folgt eine detaillierte Interpretation des Liedes „Under der linden“. Hinsichtlich der Frage, ob es sich bei dem Lied „Under der linden“ um eine Pastourelle handelt, erfolgt nach der detaillierten Interpretation eine Gegenüberstellung zwischen Pastourelle und dem Lied, um heraus zu finden, inwiefern die typischen Merkmale der Pastourelle mit diesem übereinstimmen. Ziel dieser Untersuchung soll sein, eine Antwort zu finden auf die Frage, ob es sich bei „Under der linden“ um eine typische Pastourelle handelt, ob nur pastourellenhafte Züge zu finden sind oder ob das Lied gar nicht mit den typischen Merkmalen der Pastourelle übereinstimmt.
Nach dieser detaillierten Untersuchung werde ich die wichtigsten Ergebnisse in Form einer Zusammenfassung noch einmal wiedergeben.
1.1 Der Versuch einer zeitlichenreßt.saelic iemer msten Zeile der
Ausruf "m ist in Strophe 2, Zeile 1 zu finden, wenn die Person sich
erinnert: "die Lind Einordnung von Walther von der Vogelweide
Walther wurde um 1170 geboren, wobei man sich über den Ort seiner Geburt nicht sicher ist. Es wird geschätzt, dass es sich bei seinem Geburtsort um die Feuchtwanger Vogelweide handelt. Er begann seine Tätigkeit als Minnesänger um 1190. Man geht davon aus, dass er zu Beginn seiner Tätigkeit als Minnesänger mehrere Jahre für den Herzog Friedrich I. von Österreich gesungen hat, den man
3
auch für seinen ersten Gönner hält. Seine Jugend hat er vermutlich ebenfalls in Österreich verbracht. Walther soll im babenbergischen Hausstift Klosterneuburg eine klerikale Ausbildung genossen haben. Sein theologisches Wissen ist in vielen seiner Lieder deutlich erkennbar. Ein Beispiel dafür ist z.B. die „auf Argumente in lateinischen Rom- Satiren fußende Papstkritik“. 1 Während seiner Ausbildung soll er neben Theologie auch Kenntnisse über die deutsche und die provenzalische Lyrik erlangt haben (Vgl. Scholz, S.4). Ungeachtet der Tatsache, ob die Feuchtwanger Vogelweide wirklich als sein Geburtsort angesehen werden kann, handelt es sich bei dem Zusatz (von der Vogelweide) zu seinem Namen Walther wahrscheinlich um einen Künstlernamen. Der Minnesänger allgemein wird oft mit der Nachtigall assoziiert, wobei deren Aufenthaltsort u.a. die Vogelweide ist. „Von der Vogelweide“ könnte demnach mit der Nachtigall als Metapher verwendet worden sein, um Walther eindeutig als Minnesänger zu kennzeichnen. Walther von der Vogelweide geht als der „erste sichere Berufsdichter“ 2 in die Geschichte ein und stirbt um 1230.
1.2 „Under der linden“
Das Lied „Under der linden“ wurde vor ca. 780 Jahren von Walther von der Vogelweide geschrieben und wird als der „künstlerische Höhepunkt des Schaffens Walthers“ 3 angesehen. Es hat den Ruf des schönsten Liebeslieds des Minnesangs und wird gerne als Wunder bezeichnet (Vgl. Sievert 1990, S.93). Demzufolge hat es eine großartige Karriere unter den Liedermachern gemacht. Dieses Lied soll den Minnesang revolutioniert haben und wird beschrieben als „Tagelied und Pastourelle […], Mädchenbeichte und Frauenmonolog, ein Lied der Niederen und der Ebenen Minne und Mädchenlied“ 4 , welches sowohl „volkstümlich und höfisch, einfach und paradox“ (ebd., 93) sein soll.
„Under der linden“ wurde in zwei Handschriften überliefert, die sich nicht gravierend voneinander unterscheiden.
Da dies ein großer Glücksfall in der mittelhochdeutschen Lyrik ist, gibt es auch kaum einen Zweifel, dass das Lied aus vier Strophen besteht.
1 Scholz, Manfred, Günter: Walther von der Vogelweide. In: Sammlung Metzler. Bd. 316. Stuttgart 1999. (Im
folgenden abgekürzt als: Scholz), S.4
2 Scholz, S.11
3 Sievert, Heike: Studien zur Liebeslyrik Walthers von der Vogelweide. Göppingen 1990. (Im folgenden
abgekürzt als: Sievert 1990), S.93
4 Sievert 1990, S.93
4
Inhaltlich geht es darum, dass sich eine Frau an ein Treffen mit ihrem Geliebten
erinnert. Die Erinnerung wird dabei so deutlich, dass dieses Treffen für den Zuhörer/
Leser und für sie selber realistisch erscheint.
5
2 „Under der linden“ und die Pastourelle
Wie schon zuvor in der Einleitung angekündigt wird sich der Hauptteil der Arbeit auf die grundlegenden Gedanken zur französischen, provenzalischen und mittelhochdeutschen Pastourelle beziehen. Des Weiteren wird eine Interpretation des Liedes „Under der linden“ erfolgen, damit die darauffolgende Gegenüberstellung von Pastourelle und Lied gewährleistet werden kann, deren Ziel es ist, eine Antwort auf die Frage, ob es sich bei „Under der linden“ um eine Pastourelle handelt, zu erhalten. Ich werde bei der Gegenüberstellung so vorgehen, dass ich abwechselnd ein charakteristisches Merkmal der Pastourelle anführe und dann das Lied „Under der linden“ auf eine mögliche Übereinstimmung hin untersuche.
2.1 Grundlegende Gedanken zur Pastourelle 2.1.1 Bedeutung und historische Einordnung der Pastourelle Der Ausdruck ´Pastourelle` stammt aus dem französischen und bedeutet wörtlich übersetzt Schäferlied oder Hirtengedicht (Vgl. Metzler Literatur Lexikon 5 ). Bei der Pastourelle handelt es sich um eine weit verbreitete lyrische Gedichtsform des Mittelalters. Die älteste volkssprachliche Pastourelle, die überliefert wurde, stammt Mitte des 12. Jahrhunderts von dem provenzalischen Lyriker Macabru. Die wichtigsten Vertreter in Frankreich sind um 1200 Jean Bodel und um 1400 Jean Froissart, in Deutschland Gottfried von Neifen und der Thannhäuser und um 1400 Oswald von Wolkenstein.
Um ein Lied oder ein Gedicht der Pastourelle zuzuordnen, lässt man deren Form außer Acht. Einzig der Inhalt ist von Bedeutung.
2.1.2 Die provenzalische und die französische Pastourelle
Sowohl die provenzalische als auch die französische Pastourelle ist eine Gattung, die man relativ eindeutig bestimmen kann.
5 Metzler, J.B.: Metzler Literatur Lexikon. Begriffe und Definitionen. Hrsg.v. Günther und Irmgard Schweikle.
2.Aufl. Stuttgart 1990.
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Arbeit zitieren:
Tina Heesel, 2002, "Unter der Linden" von Walther von der Vogelweide - eine Pastourelle?, München, GRIN Verlag GmbH
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