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Schülerrückmeldung zum Unterricht

Seminararbeit, 2007, 17 Seiten
Autor: Verena Huter
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik

Details

Veranstaltung: Wirtschaftspädagogik - Vor- und Nachbereitung
Institution/Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Organisation und Lernen)
Tags: Schülerrückmeldung, Unterricht, Wirtschaftspädagogik, Vor-, Nachbereitung
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V78205
ISBN (E-Book): 978-3-638-83663-0

Dateigröße: 1401 KB

Zusammenfassung / Abstract

Feedback zum Unterricht findet in Schulklassen viel zu selten statt, denn es stößt bei vielen Lehrern immer noch auf Skepsis und Ablehnung. Die Gründe dafür können vielfältig sein: fehlende Zeitressourcen, Angst vor Fremdbewertung, Gesichtsverlust oder Bedrohung des Selbstwertgefühls . Aufgrund dieser mangelnden Rückmeldungen gibt es für die Lehrperson kaum Möglichkeiten zur Verarbeitung der täglichen Erfahrungen im Unterricht. Jedoch nicht nur an Schulen fehlt es an einer Feedbackkultur. Daraus folgt, dass vor allem in Schulen ein Lernfeld der Kritik eröffnet und gefördert werden muss, um so die Schüler zur Offenheit zu ermuntern. Lehrpersonen müssen Feedback annehmen lernen, denn nur so können Schüler und Lehrer voneinander profitieren. Ängste und Unsicherheiten müssen dabei von beiden Seiten abgelegt werden .


Textauszug (computergeneriert)

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Institut für Organisation und Lernen
Seminar: Wirtschaftspädagogik - Vor- und Nachbereitung

Schülerrückmeldung zum Unterricht

von

Verena Huter

 

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG 4

2. SCHÜLERFEEDBACK ALS EVALUATION VON UNTERRICHT 5

3. UMSETZUNG VON SCHÜLERFEEDBACK ZUM UNTERRICHT 6

4. AUSGEWÄHLTE METHODEN DES FEEDBACKS  7

4.1 Fragebogen  8

4.1.1 Vorteile und Nachteile  8
4.1.2 Beispiele  9

4.2. Kurz-Rückmeldeverfahren 10

4.2.1 Vorteile und Nachteile  10
4.2.2 Beispiele  10

4.3 Interview 13

4.3.1 Vorteile und Nachteile  13
4.3.2 Beispiele  13

4.4 Kommunikative Rückmeldeverfahren  14

4.4.1 Vorteile und Nachteile  14
4.4.2 Beispiele  14

5. FAZIT  15

6. LITERATURVERZEICHNIS 16

 


 

ABSTRACT

Nachdem ich während meines Schulpraktikums meine Unterrichtssequenz zum Thema „Richtig Telefonieren“ gehalten hatte, bekam ich nicht nur von unserem Betreuungslehrer Feedback, sondern auch ein Schüler übermittelte mir einen Zettel mit seiner persönlichen Rückmeldung. Ich war auf Anhieb begeistert, dass auch ein Schüler zum geleisteten Unterricht Stellung nehmen durfte. So können SchülerInnen ihre Eindrücke an die Lehrpersonen weitergeben, sodass diese ihren Unterricht effektiv gestalten können. Leider fand diese Art der Schülerrückmeldung an die Lehrerin bzw. den Lehrer nur bei dieser Unterrichtssequenz statt. Die SchülerInnen setzen sich zwar im Unterricht mit Feedback auseinander, indem sie beispielsweise ihren MitschülerInnen bei Referaten Rückmeldung geben, aber dem Lehrer wird zu seinem Unterricht kaum Feedback gegeben. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich genauer mit dem Thema „Schülerfeedback zum Unterricht“ auseinanderzusetzen. Ich finde es sehr wichtig, dass auch SchülerInnen die Möglichkeit besitzen, ihren Lehrerinnen und Lehrern auf verschiedenste Art und Weise und in regelmäßigen Abständen Feedback zu geben. Nur mit Hilfe von Rückmeldungstechniken ist es den Lehrpersonen möglich, ihren Unterricht zu evaluieren und ihre Unterrichtsmethoden zu verbessern. Deshalb wird in der folgenden Seminararbeit das Thema „Schülerrückmeldung zum Unterricht“ genauer beleuchtet.

1. Einleitung

Feedback zum Unterricht findet in Schulklassen viel zu selten statt, denn es stößt bei vielen Lehrern immer noch auf Skepsis und Ablehnung. Die Gründe dafür können vielfältig sein: fehlende Zeitressourcen, Angst vor Fremdbewertung, Gesichtsverlust oder Bedrohung des Selbstwertgefühls1.
Aufgrund dieser mangelnden Rückmeldungen gibt es für die Lehrperson kaum Möglichkeiten zur Verarbeitung der täglichen Erfahrungen im Unterricht. Jedoch nicht nur an Schulen fehlt es an einer Feedbackkultur. Daraus folgt, dass vor allem in Schulen ein Lernfeld der Kritik eröffnet und gefördert werden muss, um so die Schüler zur Offenheit zu ermuntern. Lehrpersonen müssen Feedback annehmen lernen, denn nur so können Schüler und Lehrer voneinander profitieren. Ängste und Unsicherheiten müssen dabei von beiden Seiten abgelegt werden2.
Ziel meiner Seminararbeit soll es nicht nur sein, beim Leser das Interesse für Schülerfeedback und den entsprechenden Methoden zu wecken, sondern auch mein Hintergrundwissen für eine spätere Umsetzung in meinem Unterricht zu vertiefen. Am Beginn der Arbeit gibt es eine kurze Einführung in das Themengebiet des Schülerfeedbacks als Evaluation von Unterricht. Es soll geklärt werden, warum es überhaupt Unterrichtsfeedback geben und was mit diesem erreicht werden soll. Im nächsten Kapitel wird die Umsetzung der Schülerrückmeldungen im Schulalltag vorgestellt, um gleich anschließend ausgewählte Methoden des Feedbacks näher beleuchten zu können. Dabei werden dem Leser einige praxisorientierte Methoden zur Unterrichtsrückmeldung näher gebracht. Es werden jeweils die Vor- und Nachteile erläutert und passende Beispiele aus dem Alltag beschrieben bzw. zusätzlich abgebildet. Abgeschlossen wird die Seminararbeit mit einem kurzen Fazit.

2. Schülerfeedback als Evaluation von Unterricht

Es gibt nicht „den“ Unterricht, der von Schülern und Lehrern gleich verstanden wird, denn die Bedeutungswelt der Lernenden ist meist eine andere als die der Lehrer. Dazu kommt noch, dass sich wiederum jeder Lernende in einer anderen Lernsituation als seine Mitlerner befindet. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, die didaktischen Kompetenzen von Schülern zu nutzen, indem sie als „Partner in die Aufgabe der Verbesserung des Unterrichts“ eingebunden werden3. Unterricht soll ein Arbeitsprozess sein, der gemeinsam von Lernenden und Lehrpersonen gestaltet werden soll4. Die Evaluation von Unterricht mit Hilfe der Schüler trägt dazu bei, das jeweils Besondere der einzelnen Rollen im Lernprozess transparent zu machen und die Bedürfnisse des Lernenden und die Vorgehensweise des Lehrenden aufeinander abzustimmen5.
Beim Unterrichtsfeedback bekommen die Schüler die Gelegenheit, ihre Sichtweisen und Bewertungen zum Unterricht zu äußern und lernen Mitverantwortung für das Unterrichtsgeschehen zu übernehmen. Für Lehrer bieten Schülerrückmeldungen die Chance, Informationen zu bekommen, d.h. die Selbstwahrnehmung durch Fremdwahrnehmung zu ergänzen, blinde Flecken kennen zu lernen und die Rückmeldung für Verbesserungen und Veränderungen in der Steuerung von Lernprozessen zu nutzen und somit den Unterricht zu optimieren6.
Ziel des Schülerfeedbacks zum Unterricht ist die Entwicklung aller Beteiligten, d.h. es wird eine Weiterentwicklung der Lernfähigkeiten und des Lernverständnisses und die Verbesserung der Unterrichtsqualität angestrebt7.

[...]


1 vgl. Helmke 2003, S. 228

2 vgl. Graf 2001, S. 12

3 vgl. Bastian/Combe/Langer 2001, S. 7

4 vgl. Beyen/Rolfs/Reckhaus/Thieme 2006, S. 2

5 vgl. Ammonn/Wendt 2001, S. 34

6 vgl. Beyen/Rolfs/Reckhaus/Thieme 2006, S. 2f

7 vgl. Meyer 2004, S. 71


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