SoSe 2005 undWiSe 2005/06
Lehrstuhl für Produktion
Freie Universität Berlin
„Low-Cost-Airlines” vs. „Network Airlines”
von Steven Klucke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 6
2. Historischer Hintergrund 7
3. Strategien 8
3.1 Strategie der Low-Cost-Airlines 8
3.2 Strategie der Network-Airlines 9
4. Perspektiven 11
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren ließen sich im Luftverkehr interessante Beobachtungen machen. Es fällt auf, dass Low-Cost-Airlines immer mehr Marktanteil erreichen, wohingegen Netzwerk-Airlines nicht nur wegen Terror-Anschlägen und Ölpreisen mit sinkender Nachfrage zu kämpfen haben. Auf dem europäischen Markt stellen Low-Cost-Airlines ein relativ neues Konzept der Fluggesellschaft dar. Tatsächlich gibt es diese Form aber bereits seit den 70er Jahren, anfangs vorwiegend in den USA, in den 80er Jahren auch in Großbritannien und seit geraumer Zeit auch in Kontinentaleuropa. Vom Grundprinzip her kennzeichnen sie sich in erster Linie durch geringen Service (”No-Frills”) und niedrige Preise.
Mit dem Zusammenschluss zu Netzwerken wollen Airlines Angebot und Auslastung verbessern. Daneben spielen vielfach auch juristische Gründe und länderspezifische Fluglizenzen eine Rolle. Es wird interessant zu beobachten, wie sich dieser Markt künftig entwickelt. Gelingt es den Low-Cost-Airlines weitere Marktanteile zu gewinnen und welche Reaktionen werden die Netzwerk-Airlines auf diese Entwicklungen zeigen?
2 Historischer Hintergrund
Die Wiege der Low-Cost-Airlines befindet sich in den USA. Anfang der 70er Jahre führte die „Southwest Airlines“ erste Flüge durch. Ihr Ziel, attraktive Städte zu günstigen Konditionen zu verbinden, ermöglichte es, Kundenschichten zu erschließen, die zuvor nicht flogen oder andere Verkehrsmittel nutzten. Das sog. „Texas Triangle“ (Houston, Dallas, San Antonio) entstand. In Europa fasste dieses Konzept zunächst auf den Britischen Inseln Fuß. Seit einigen Jahren bieten Low-Cost-Airlines ihre Dienste nun auch auf dem europäischen Festland an.1
Bei Netzwerken handelt es sich um Kooperationen verschiedener Fluggesellschaften unter Beibehaltung rechtlicher Autonomie. Die bedeutendsten Allianzen wurden Ende der 90er Jahre gegründet.2 Dieser Zeitpunkt steht im Zusammenhang mit der verbesserten IT-Struktur und Rechnerleistung. Im Rahmen dieser Allianzen werden Buchungssysteme, Vielfliegerprogramme, sowie Anschlussflüge durch rechenintensive Verfahren aufeinander abgestimmt. Über das sog. Codeshare-Verfahren teilen sich mehrere Fluggesellschaften einen Linienflug.3
Als weiterer Faktor spielten juristische Bestimmungen eine Rolle. Das Luftfahrtrecht ist national geregelt, und zwischen diversen Ländern bestehen keine Open-Sky- Abkommen. Die Lufthansa könnte einem Passagier, der von New York nach Paris möchte, diesen Flug nur über Allianz-Partner in den USA offerieren. Ihr selbst ist diese Verbindung nicht gestattet.4
[...]
1 Vgl. o.V. (2005a)
2 Star Alliance (1997) , Skyteam (2000), Oneworld Alliance (1999)
3 Vgl. Pompl (1998) S. 406 / Wikipedia (2004a)
* Vgl. Pompl (1998) S. 333 / Wikipedia (2004b)
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm Steven Klucke, 2007, "Low-Cost-Airlines vs. "Network Airlines", München, GRIN Verlag GmbH
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