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Zusammenhängende und eindeutige Handlungsanforderungen mit einer sofortigen Rückmeldung 11
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Was sind die ursprünglichen Triebkräfte des Menschen? Was sind die elementaren Motive und was soll der Mensch in seiner Arbeit und Freizeit suchen? Viele Tätigkeiten der Arbeit und Freizeit die uns heute beschäftigen, bestehen zum großen Teil aus Betätigungsfeldern, die extrinsische Motive beinhalten. Jene Triebkräfte, die uns etwas tun lassen, weil dahinter ein tätigkeitsfremder Anreiz steht, wie Geld, Versprechungen oder gesellschaftliche Anerkennung. In diesen Ausführungen beziehe ich mich ausschließlich auf den Autor Mihaly Csikszentmihalyi (C.), bzw. denjenigen, die er in seinem Buch „Das Flow-Erlebnis“ zu weiteren Erläuterungen heranzieht.
C. geht davon aus, das nicht alles Tun durch extrinsische Motive bestimmt ist. Die Menschen tun vieles, dass ihnen nichts einbringt. Sie spielen, klettern, wandern und sind kreativ tätig. Vielen Tätigkeiten liegt kein äußerer materieller Ertrag bei, sondern ein intrinsisches Motiv, eine intrinsische Belohnung. Dieses Motiv muß in der Tätigkeit selbst begründet sein, in der Art der Durchführung. Weist die Tätigkeit bestimmte Qualitäten auf, kann es zu einem Flow - Erlebnis kommen, welches mit der vollkommenen Verschmelzung von Handlung und Bewußtsein einher geht. Jeder Mensch sucht letztendlich ein Tun mit diesen Verlaufsqualitäten des „Fließens“. Dies wird häufig erlebt in der Bewegung beim Tanz, Sport, oder im geistigen Vollzug zum Bsp. beim Schach spielen, dem Schreiben eines Briefes oder eines lyrischen Textes. Natürlich gibt es auch in sich befriedigende Tätigkeiten, die sowohl geistig als auch manuell ablaufen.
Frühere Veröffentlichungen von Piaget, Maslow, von Hebb u.a. weisen auf Begriffe wie spielerische Assimilation, Gipfelerlebnis und der Funktionslust hin. C. greift diese Bergriffe und Gedanken auf und zeigt in seiner Analyse, das sich im Flow - Erlebnis die Grenze zwischen Subjekt und Objekt verwischen, der Mensch sich im Tun vergißt und dass Weg und Ziel eins werden.
Ziel weiterer Forschungen auf diesem Gebiet könnte sein, Tätigkeiten wie dass Lernen und Arbeiten, interessanter für die Menschen zu gestalten, indem das Bewußtsein vermittelt wird, dass die eigenen Grenzen seiner Fähigkeiten erweiterbar sind.
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C. erwähnt in seinem Buch eine Hungersnot vor etwa 3000 Jahren im kleinasiatischen Lydierreiches. Die Bewohner des Landes entwarfen einen im ersten Moment sehr ungewöhnlichen scheinenden Plan. Sie sollten sich jeweils einen Tag vollständig dem Spielen widmen, so dass kein Hunger aufkäme um dann am folgenden Tag zu essen und sich dem Spielen zu enthalten. Auf diese Weise überstanden die Bewohner des Landes die Hungersnot.
Dieser Bericht, ob nun wahr oder unwahr weist auf eine interessante Tatsache hin, nämlich der, dass die Menschen so sehr im Spiel aufgehen können, das sie Hunger, Probleme und die Zeit vergessen.
Welche Macht ist das, Grundbedürfnisse dem Spiel hinten an zustellen? Wenn der Mensch spielt, ist der Mensch im Vollbesitz seiner Freiheit und Würde (Plato, Sartre). Wenn das Spiel zu einer derart befreienden und in sich lohnenden Aktivität wird, kann man diese Erkenntnis vielleicht auch außerhalb des spielerischen Rahmens anwenden?
Betrachtet man Künstler, dann kann man oft feststellen, dass die meisten von ihnen trotzdem sie nicht von ihrer Arbeit leben können, sich doch in geradezu fanatischer Weise dieser Tätigkeit widmen. Das Leben daneben scheint uninteressant, es besteht kein Interesse an den Werken anderer Künstler und sie besuchen selten Kunstausstellungen oder stellen sich Kunstwerke in die eigene Wohnung. Im Gegensatz dazu, sprechen sie gerne von den technischen Einzelheiten ihres Werkes und von den Handlungen, den Gedanken und den Gefühlen während ihrer Arbeit. Der Prozeß der Herstellung scheint soviel Freude in sich zu haben, physische Aktivitäten wie das Ausdrücken von Farbtuben, das Kneten von Lehm, ebenso wie die kognitive Auswahl der Bearbeitung eines Themas, dem Experimentieren mit neuen Kombinationen ect., das der Künstler sich selbst in seiner Arbeit wiederfinden kann. Häufig wird das Werk nach seiner Fertigstellung nicht mehr beachtet, oder sogar wieder übermalt. Diese Handlungsweisen zeigen, das Arbeit auch Freude und Sinn ins Leben bringen kann und nicht nur Frust und Unlust.
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Arbeit zitieren:
Britt Gaab, 2001, Das Flow-Erlebnis - Ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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