Gliederung:
Gliederung: 2
1. Einleitung 3
2. Charakteristika des „Offenen Unterrichts“ 4
2.1 Gegenstück zum offenen Unterricht: Frontalunterricht 4
2.2 Warum offener Unterricht? 5
2.3 Aktionsformen des offenen Unterrichts 5
2.3.1 Freiarbeit 5
2.3.2 Offene Räume 6
2.4 Vorteile / Nachteile des offenen Unterrichts 6
2.5 Einsatzmöglichkeiten 7
3. Unterrichtsformen innerhalb des offenen Unterrichts 8
3.1 Indirekte Unterrichtsformen 8
3.1.1 Die erarbeitende Unterrichtsform 8
3.1.2 Die verarbeitende Unterrichtsform 9
3.2 Arbeitsformen 9
3.2.1 Einzelarbeit 9
3.2.2 Partnerarbeit 10
3.2.3 Gruppenarbeit 11
4. Planung von offenem Unterricht 12
5. Schlussbemerkung 14
Literatur: 15
Abbildungen: 15
2
1. Einleitung
Die Dominanz des lehrerzentrierten Frontalunterrichts in der bundesdeutschen Schullandschaft erscheint mehr als erschreckend. Die Schüler erscheinen dadurch immer unselbstständiger und sozial nur noch wenig kompetent zu sein. Doch welche Alternativen gibt es zu den herkömmlichen Formen des Unterrichts? So lautet eine der häufigsten Fragen im Angesicht der katastrophalen Ergebnisse bei PISA und anderen Studien. Die offene Unterrichtsform ist eine der häufigen Antworten, die im Folgenden auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft werden soll. Dabei werden die Formen des offenen Unterrichts sowie dessen Planung vorgestellt und gezeigt, dass auch die Abkehr von konservativen Unterrichtsmodellen gerade für die Kinder und Jugendlichen hilfreich sein kann, besonders bei dem Versuch, aus ihnen sozial kompetente und selbstständig und eigenverantwortlich handlungsfähige Erwachsene zu machen.
3
2. Charakteristika des „Offenen Unterrichts“
Der Begriff des „offenen Unterrichts“ folgt auf der Grundlage eines aktiven Lernbegriffes dem Prinzip der Öffnung von Schule und Unterricht. Charakteristische Bausteine und Merkmale des offenen Unterrichts sind so beispielweise eine anregende Lernumwelt in der Klasse mit Werkstattcharakter, freie und flexible Lernorganisation mit wenig Frontalphasen, kreative, selbsttätige Lernmethoden, akzeptierende Lernatmosphäre, Tages- und Wochenplan, Freie Arbeit gemäß eigener Entscheidung der Kinder, Dokumentation von Lernergebnissen im Klassenraum, projektorientiertes Arbeiten, Arbeitsmittel, die Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit ermöglichen und vieles mehr. 1 Demgegenüber steht das Prinzip der Emanzipation als Bildungsideal 2 :
Emanzipation bedeutet hier die Fähigkeit, überflüssige und nicht demokratisch legitimierte Herrschaft und Zwänge zu erkennen, hinterfragen und gegebenenfalls überwinden zu können. Diese Offenheit kann sich auf verschiedene Teilmomente des Unterrichts beziehen, so beispielsweise auf Inhalte, Methoden, Formen, Lernkontrollen, Räumlichkeiten, Zeitplanung, Stundenplan, Fächer, Lernorte und Mittel. 3
Der Begriff der „Emanzipation“ lässt sich in diesem Zusammenhang auch im sogenannten „Hamburger Modell“ von Wolfgang Schulz verankern. Schulz fasst Emanzipation pragmatisch und versteht darunter die möglichst weit gehende Verfügung des Menschen über sich selbst. 4
2.1 Gegenstück zum offenen Unterricht: Frontalunterricht
Im deutlichen Gegensatz zum offenen Unterricht steht der lehrerzentrierte Unterricht, welcher den größten Teil der Unterrichtspraxis in der Bundesrepublik Deutschland ausmacht. 5 Der Unterricht besteht hierbei aus Sprach-Handlungsfolgen, nach denen der
Stoff des Lehrplans vermittelt wird.
1 Grundwissen, S. 249
2 Ramseger, S. 20
3 Glöckel, S. 155
4 vgl. Apel / Sacher, S. 211
5 Ramseger, S. 13
4
Der Handlungsspielraum der Schüler ist lediglich auf einige wenige reaktive Äußerungen begrenzt, man findet eine vollständige Fremdbestimmung der Schüler durch den unterrichtenden Lehrer vor. 6 Im Gegensatz zum offenen Unterricht ist der
lehrerzentrierte Frontalunterricht als emanzipationsfeindlich zu betrachten, da dem Schüler sämtliche Entscheidungen abgenommen werden, „[der lehrerzentrierte Unterricht] fordert von den Kindern, sich bedingungslos dorthin zu begeben, wo der Lehrplan sie haben möchte“ 7 . Neugier, Spontaneität und Solidarität der Kinder wird bei
diesem Ansatz unterdrückt.
2.2 Warum offener Unterricht?
Aus dem Ansatz des lehrerzentrierten Frontalunterrichts heraus ergeben sich zahlreiche Motive für die Anwendung des offenen Unterrichts. Spontane Interessen des Kindes können befriedigt werden, der Unterricht bietet Raum für kindliche Aktivitäten und fördert die Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit sowie auch die Selbstständigkeit und Selbststeuerung. Der individuelle Lernfortschritt des Kindes erscheint hierbei wichtiger als das Ergebnis.
2.3 Aktionsformen des offenen Unterrichts
2.3.1 Freiarbeit
Ziel der sogenannten Freiarbeit ist es, die Initiative und Selbstverantwortung sowie die Anbahnung autodidaktischen Lernens zu fördern. Der Lehrer arrangiert als Vermittler Lernsituationen und die Kinder beschäftigen sich teils individuell, teils in Paaren oder Kleingruppen 8 mit selbst gewählten oder vom Lehrer angebotenen Themen.. Die
Schüler können aus einem reichen Angebot von Lern- und Arbeitsmitteln wählen. Die Freiarbeit fördert die unmittelbare Auseinandersetzung mit den Sachverhalten und ermöglich weitgehende Selbstkontrolle der Schüler und führt sie schrittweise in die Techniken des selbstständigen Arbeitens ein. Jedoch wird hierbei eine hohe Flexibilität des Lehrers vorausgesetzt.
6 ebd. S. 20
7 Ramseger, S. 20
8 vgl. Punkt „Unterrichtsformen“
5
Arbeit zitieren:
Maria Enderlein, 2006, Unterrichtsformen im Offenen Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 19 Seiten
Begründung der Notwendigkeit des Einsatzes von offenen Unterrichtsform...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hauptseminararbeit, 17 Seiten
Offener Unterricht - Definitionsansätze, verschiedene Ansätze (Freiarb...
Hausarbeit, 12 Seiten
Das Problem der Leistungsbewertung im Offenen Unterricht
Hausarbeit, 20 Seiten
Der Weg zu einer neuen Unterrichtspraxis: "der offenene Unterrich...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Zwischenprüfungsarbeit, 27 Seiten
Realisierung von 'Offenem Unterricht' unter der Berücksichtigu...
Wissenschaftlicher Aufsatz, 28 Seiten
Herkunft, Entwicklung und Anwendung der Projektmethode im Unterricht
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Seminararbeit, 18 Seiten
Die Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund
Soziologie - Kinder und Jugend
Hausarbeit, 17 Seiten
Belastungserleben, Unterstützungsbedarf und Ressourcen von Eltern hörg...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 23 Seiten
Das Für und Wider des Offenen Unterrichts
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Hausarbeit, 18 Seiten
Die fünf Sinne erfahren - Unterrichtsvorbereitung anlässlich eines bes...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Unterrichtsentwurf, 51 Seiten
Lernbehinderung - Definition, Ursachen, Ansätze der schulischen Förder...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Hausarbeit, 19 Seiten
Lernen an Stationen - Eine Möglichkeit kindgerechten Lernens
Seminararbeit, 18 Seiten
Pädagogik - Schulpädagogik: Unterrichtsformen im Offenen Unterricht ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Maria Moeßner hat den Text Unterrichtsformen im Offenen Unterricht veröffentlicht
Maria Moeßner hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare