INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNISS............................................................................................. 1
1 EINLEITUNG 2
1.1 DIE SCHRIFTLICHE BEFRAGUNG 4
1.2 DIE FACE TO FACE BEFRAGUNG 6
1.3 DIE TELEFONBEFRAGUNG 8
1.4 KRITISCHE BETRACHTUNG VON MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN
STANDARDISIERTER BEFRAGUNG 9
2 FORMEN DER SOZIALWISSENSCHAFTLICHEN BEOBACHTUNG 10
2.1 DIE STRUKTURIERTE BEOBACHTUNG 11
2.2 KRITISCHE BETRACHTUNG VON MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN
DER STANDARDISIERTEN BEOBACHTUNG 12
3 FAZIT 13
4 Anhang: Quellennachweis 15
1 NA
1 EINLEITUNG
Standardisierte Methoden zählen zu den quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Sie sollen im Gegensatz zu nicht oder sehr wenig standardisierten Methoden, welche zu den qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung gezählt werden, den Grad der Objektivität erhöhen. Sie erheben den Anspruch, zum Beispiel an das standardisierte Interview, dass höchstmögliche Objektivität, damit Reliabilität und schließlich auch Validität erreicht werden soll. Wobei hier „den Kriterien der Objektivität und Reliabilität wohl stärker Rechnung“ 1 getragen wird.
Mit den Möglichkeiten und Grenzen der Standardisierung von Methoden werde ich mich in der vorliegenden Hausarbeit näher beschäftigen.
Im Folgenden wird diese anhand einer Auswahl standardisierter Datenerhebungsformen, der Befragung und der Beobachtung, erläutert. Zu Beginn steht die Vorstellung und anschließenden Diskussion von drei möglichen, beziehungsweise häufig verwendeten Formen der standardisierten Befragung. Anschließen werde ich die kritische Betrachtung der standardisierten Beobachtung.
1 Diekmann, Andreas: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. 8. Auflage, Rowohlt, Hamburg 2002, S. 374
2
1. FORMEN STANDARDISIERTER BEFRAGUNG
Wie bereits erwähnt, habe ich drei Formen standardisierter Befragung ausgewählt. Es handelt sich hierbei um
die schriftliche Befragung, bei welcher ein Fragebogen postalisch den
Zielpersonen zukommt,
das face-to-face Interview, welches eine persönliche Befragung durch einen
geschulten Interviewer mit standardisiertem Fragebogen ist und
die computerunterstützte Telefonbefragung (CATI = Computer Assisted
Telephone Interview), welche heute die gängigste Interviewmethode
darstellt.
Zur Ermittlung demographischer Daten in Form von Bevölkerungsbefragungen, sind die quantitativen Methoden, also standardisierte Interviews die am häufigsten angewandte Datenerhebungsform. In der Vergangenheit wurde dem persönlichen Interview der Vorzug gegeben, während heute eher das Telefoninterview Anwendung findet.
Bei der sozialwissenschaftlichen Methode des Interviews „ist der Grad der Standardisierung“ dann „am höchsten, wenn ein Fragebogen mit ausschließlich geschlossenen Fragen eingesetzt wird und der Interviewereffekt weitestgehend ausgeschaltet werden kann.“ 2 Von den oben genannten Formen der Befragung treffen diese Kriterien zur Bestimmung des Grades der Standardisierung insbesondere auf die schriftliche Befragung zu.
2 Hillmann, Karl-Heinz: Wörterbuch der Soziologie. 4., überarbeitete Auflage, Alfred Kröner Verlag: Stuttgart 1994, S. 838
3
1.1 DIE SCHRIFTLICHE BEFRAGUNG Die schriftliche Befragung konnte sich auf Grund hoher Ausfallquoten nicht so stark durchsetzten wie beispielsweise die persönliche Befragung.
Die Problematik der Rücklaufquoten lässt sich aber nach Dillmann vermeiden. „Die von Dillmann konzipierte (...) Total-Design-Method basiert (…) darauf, dass versucht wird, dem Befragten einen Eindruck des möglichen Nutzens einer Kooperation zu vermitteln und gleichzeitig seine Kosten möglichst gering zu halten.“ 3 Gelingt dies (Dillmann entwarf hierzu entsprechende Kriterien) so lassen sich die Ausfallquoten soweit minimieren, dass sie ähnlich gute Ausschöpfungswerte erzielt werden können, wie bei der Telefonbefragung oder auch bei der persönlichen Befragung. Einem ‚Come-back’ des schriftlichen Interviews steht also nichts mehr im Wege.
Des Weiteren treten bei dieser Befragungsform verschiedene Probleme auf, wie zum Beispiel, dass sich schwer feststellen lässt, welche Person tatsächlich den Fragebogen ausgefüllt hat und ob die korrekten Daten angegeben wurden. Allerdings bietet die postalische Befragung auch einige Vorteile gegenüber anderen Befragungsmethoden.
So sind die Kosten geringer als bei einem persönlichen Interview, da keine ausgebildeten Interviewer eingesetzt werden müssen, sondern lediglich ein Fragebogen erstellt wird, der dann per Post verschickt wird.
Interviewereinfluss kann bei dieser Form der Befragung getrost ausgeschlossen werden.
Die Zielperson kann sich die beste Zeit für das Ausfüllen des Fragebogens auswählen und Fragen überdenken, bevor sie darauf antwortet. Dieses Überdenken kann bei manchmal (vor allem bei Wissensfragen) allerdings auch 3 Schnell, Rainer; Hill, Paul B.; Esser, Elke: Methoden der empirischen Sozialforschung. 6., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, R. Oldenbourg Verlag: München/Wien 1999, S.337
4
Arbeit zitieren:
Edda Laux, 2002, Möglichkeiten und Grenzen standardisierter Befragung und standardisierter Beobachtung, München, GRIN Verlag GmbH
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