2
62=,$/(,1)250$7,2169(5$5%(,781*817(5 (,1%(=,(+81*$**5(66,9(19(5+$/7(16921 .,1'(51
*/,('(581*
$(,1/(,781*
S. 1
%62=,$/(,1)250$7,2169(5$5%(,781*817(5
(,1%(=,(+81*$**5(66,9(19(5+$/7(16921.,1'(51 S. 3
,
6R]LDOH,QIRUPDWLRQVYHUDUEHLWXQJLP$OOJHPHLQHQ
S. 3
1.1 Soziale Konstruktion der Wirklichkeit S. 3
1.2 Prinzipien der Informationsverarbeitung S. 5 ,, 6R]LDOH,QIRUPDWLRQVYHUDUEHLWXQJEHL.LQGHUQ
S. 6
0RGHOOGHVVR]LDOHQ$XVWDXVFKHVQDFK'RGJH
S. 6
(Abb. 1: Seite 7)
0RGHOOGHUVR]LDOHQ,QIRUPDWLRQVYHUDUEHLWXQJQDFK'RGJH
(UZHLWHUWHV0RGHOOGHU9HUDUEHLWXQJVR]LDOHU,QIRUPDWLRQHQQDFK&ULFNXQG
'RGJH
& 6&+/866*('$1.(
S.19
S.21
3
(,1/(,781*
Das Sozialverhalten von Kindern ist in der Forschung der letzten Jahre stets ein weitverbreitetes Thema. Das Bemühen um die Qualität kindlicher Sozialbeziehungen wurde v.a. durch Langzeitstudien vorangetrieben, die einen Zusammenhang zwischen dem Sozialverhalten in der Kindheit und späteren schwierigen Lebensumständen andeuteten.
Neueste Anstrengungen zum Verständnis sozialer Schwierigkeiten von Kindern haben gezeigt, dass die Anknüpfung sozialer Kognitionen an soziales Verhalten äußerst bedeutend erscheint. Soziale Kognitionen stellen Mechanismen dar, die zu bestimmten sozialen Verhaltensweisen führen. Demnach sind Vergleiche der sozialen Kognitionen sozial angepasster und sozial unangepasster Kinder wichtig; denn so können bestimmte Verhaltensstile und -weisen erkannt werden, die möglicherweise zu Unangepasstheit führen. 1
Forschungen auf diesem Gebiet reichen lange Zeit zurück. Somit überrascht es nicht, dass sehr viele verschiedene Methoden, Theorien, Untersuchungen und Ergebnisse vorliegen. Dies führte im positiven Sinne zu Veränderungen bei empirischen wie auch theoretischen Annäherungen an die Studien sozialer Kognitionen von Kindern. Beispielsweise fiel der Augenmerk plötzlich auf ganz spezifische Komponenten, d.h. die Forscher beginnen mehr und mehr, Rücksicht zu nehmen auf individuelle kognitive Fähigkeiten, welche von Bedeutung sind, wenn ein Kind sich in einer sozialen Situation befindet. 2
In den letzten Jahre entstanden viele Modelle zur sozialen Informationsverarbeitung, die alle zu einem besseren Verständnis kindlichen Sozialverhaltens beitrugen.
In der folgenden Arbeit sollen insbesondere zwei Modelle von Dodge bzw. Crick und Dodge vorgestellt und erläutert werden.
1 vgl. Crick/Dodge 1994, S. 74
2 vgl. Crick/Dodge 1994, S. 74
4
6R]LDOH,QIRUPDWLRQVYHUDUEHLWXQJXQWHU(LQEH]LHKXQJDJJUHVVLYHQ 9HUKDOWHQVYRQ.LQGHUQ
,6R]LDOH,QIRUPDWLRQVYHUDUEHLWXQJLP$OOJHPHLQHQ
Zunächst möchte ich zum besseren Grundverständnis einige Informationen anbringen, die nicht Kinder im speziellen betreffen.
1.1 Soziale Konstruktion der Wirklichkeit
Menschen haben ein grundlegendes Orientierungsbedürfnis, sie wollen sich ein Bild von der Wirklichkeit machen und dieses Bild kommunikativ validieren, um die Auseinandersetzung mit der natürlichen und sozialen Umwelt besser zu bestehen. Dabei werden Dinge zu Objekten sozial konstruierter und validierter Kategorisierung, Kausalerklärung/Attribution und sozio-emotionaler Bewertung, d.h. sie bekommen - sprachlich symbolisiert in gesellschaftlichen und interaktiven Prozessen - eine kognitiv-affektive Bedeutung zugeschrieben, auf deren Basis die Menschen handeln, weil sie die wahrscheinlichen Folgen und ihre Bewertung anzeigen. 3
Zentrale Objekte menschlicher Bedeutungszuschreibung und Kommunikation sind zuallererst die handelnden Personen selbst, dann die signifikanten Anderen, z.B. Familie, Freunde etc. und drittens die Gegenstände des alltäglichen Lebens wie Aufgaben, Probleme etc.. 4
Es gibt drei soziale Aspekte, nach denen sich die soziale Konstruktion aufschlüsseln lässt:
1. Menschen und soziale Phänomene sind Gegenstand der Informationsverarbeitung, womit sich besonders der Social-Cognition-Ansatz befasst hat; hier liegt der Schwerpunkt der Betrachtung auf den Mechanismen der individuellen Informationsverarbeitung.
3 vgl. www.hogrefe.de/buch/lehrbuch/inh
4 vgl. www.hogrefe.de/buch/lehrbuch/inh
5
2. Menschen greifen bei ihrer Informationsverarbeitung auf sozial vorgefertigte Kategorien und Schemata zurück, welche sie im Laufe der Sozialisation erlernt haben. 3. Soziale Kategorien, Schemata, Repräsentationen entstehen und verändern sich in konkreten sozialen Interaktionen. Damit setzt sich zum einen die Forschung zu sozialem Einfluss und Persuasion auseinander, zum anderen die Forschung zur verbalen und nonverbalen Kommunikation. 5
Prozessorientierung ist das charakteristischste Merkmal sozialer
Informationsverarbeitung. Nach Fiedler (1996) geschieht die Verarbeitung von Stimuli in der Reihenfolge Wahrnehmung, Kategorisierung, kognitive Organisation, Schlussfolgerungen, Abruf und Entscheidung. Diese Stufen im Prozess der sozialen Kognition, die in sämtlichen Modellen ungefähr gleich sind, werden sich in den unten vorgestellten Modellen von Dodge bzw. Dodge und Crick zeigen.
An dieser Stelle erscheint es sinnvoll, noch einige Definitionen von ´sozialer Kognition` anzuführen, da dieser Begriff sehr oft auftaucht:
- Social cognition is the process by which people think about and make sense of people;
- Das Verständnis, wie Menschen zu ihrer jeweiligen Konstruktion der sozialen Umwelt gelangen, ist das Forschungsgebiet der sozialen Kognition;
- Soziale Kognition behandelt nicht nur einen sozialen Gegenstand, nämlich das Verhalten von Menschen und Gruppen, sie hat einen sozialen Ursprung, da sie durch soziale Interaktion geschaffen und verstärkt wird, und sie wird sozial geteilt, da sie den
6 verschiedenen Mitgliedern einer gegebenen Gesellschaft oder Gruppe gemeinsam ist.
5 vgl. www.hogrefe.de/buch/lehrbuch/inh
6 www.psychologie.hu-berlin.de/orgpsy/lehre/grund
Arbeit zitieren:
Melanie Klügl, 2002, Soziale Informationsverarbeitung unter Einbeziehung aggressiven Verhaltens von Kindern, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit - Ein wissenschaftliches Praxisko...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 18 Seiten
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
Das Konzept und seine Konseque...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Studienarbeit, 30 Seiten
Bartolomé de Las Casas und seine Brevísima Relación - Deutsche Überset...
Romanistik - Lateinamerikanische Sprachen, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit (Hauptseminar), 48 Seiten
Methoden für den Grammatikunterricht
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Zum Verhältnis von Natur und Zivilisation in Friedrich de la Motte Fou...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 18 Seiten
Die Entstehung des Buchdrucks und des Flugblatts
Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
Hausarbeit, 15 Seiten
Techniken und Inhalte des literarischen Erzählens in Wilhelm Raabes ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 12 Seiten
Weiblichkeit, Natur und Geschichte in Fouques "Undine"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Referat (Ausarbeitung), 14 Seiten
Georges Bataille: "Die Aufhebung der Ökonomie"
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
Normative Öffentlichkeit nach Jürgen Habermas - Utopie oder Maßstab st...
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Seminararbeit, 31 Seiten
Die Stadt im hohen und späten Mittelalter
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Referat (Ausarbeitung), 17 Seiten
Neuere empirische Befunde zum Leseverhalten der Geschlechter: Eine kri...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 28 Seiten
Melanie Klügl hat den Text Soziale Informationsverarbeitung unter Einbeziehung aggressiven Verhaltens von Kindern veröffentlicht
Melanie Klügl hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare