Hausarbeit von E.-M. Diedrich, 2002
INHALTSVERZEICHNIS
I. IST - Zustand und Diagnose Seite
I.1 Darstellung des Kunden mit allen relevanten
pers önlichen Daten 3
I.2 Beschreibung der gesundheitlichen Situation 4
I.3 Bewertung des momentanen Leistungsniveaus
und der Belastbarkeit 6
II. SOLL - Zustand und Prognose
II.1 Beschreibung des angestrebten Leistungsniveaus
unter Berücksichtigung der persönlichen Ziele
des Kunden und mit realistischer Zeitvorgabe 7
III. Trainingsplanung
III.1 allgemeine Darstellung 8
III.2 Makrozyklus 11
III.3 Mesozyklus 12
III.4 Mikrozyklus 13
IV. Verwirklichung und Analyse
IV.1 Darstellung des erreichten Zustandes der Person
innerhalb der einzelnen Trainingszyklen,
inkl. Anpassungserscheinungen 15
V. Übungsanalyse
IV.1 Oberschenkelstreckmuskulatur 16
o Übung, Gerät, Beschreibung der beteiligten Muskeln
Bewegungsbeschreibung der Übung, Fotos
o Fehlerquellen und Korrekturmöglichkeiten
IV.2 Oberschenkelbeugemuskulatur 18
o Übung, Gerät, Beschreibung der beteiligten Muskeln
Bewegungsbeschreibung der Übung, Fotos
o Fehlerquellen und Korrekturmöglichkeiten, Fotos
VI. Literaturverzeichnis 21
2
Name Andreas E. Alter 26 Jahre Geschlecht männlich Größe 1,75 m Gewicht 70 Kilo Beruf Tontechniker Status Beginner
Medikamente keine
3
Herr E. kommt auf Anraten seines Orthopäden in unser Studio. Seit einiger Zeit klagt er über Schmerzen im linken Knie, die er hauptsächlich nach Belastung (z.B. Tragen von Lasten, Treppe steigen) spürt. Vor ca. 5 Jahren wurde das linke Knie einer Arthroskopie unterzogen, diese ergab keinen weiteren Befund. Allerdings gestaltete sich die anschließende Reha als schwierig, da er starke Schmerzen hatte und lange Zeit intensive Physiotherapie brauchte, um sein Knie wieder muskulär und koordinativ adäquat zu belasten. Bei der Knieproblematikdie laut ärztlicher Untersuchung zur Zeit wiederum ohne Befund ist - gibt er an, sich an die Schmerzen schon fast gewöhnt zu haben; er bemerke aber bei Belastung ein Ungleichgewicht beider Beine und möchte hier auch eine Verbesserung erwirken.
Vorrangig gibt er als Problem an, seit Monaten starke Beschwerden im Schulter-Nacken - und Brustwirbelbereich aufgrund seiner überwiegend sitzenden Tätigkeit als Tontechniker im Theater zu haben. Zeitweise klagt er über Schmerzen im LWS Bereich, vor allem nach dem langen Sitzen und Vornüberbeugen am Tonpult. Dazu komme noch, dass er während seiner Arbeit auch schwere Lasten bewegen muss, was zusätzlich beim Heben und Tragen Probleme im LWS-Bereich mache. Nach der ärztlichen Therapie mit Spritzen und der Verschreibung von Massage und Fango zur ersten Linderung der Schmerzen, soll nun ein muskuläres Krafttraining eingeleitet werden, um die - durch die Arbeit entstandenen - muskulären Dysbalancen im WS-Bereich auszugleichen. Herr E. möchte ein gezieltes Ganzkörpertraining zur Verbesserung seiner gesamten Situation im Wirbelsäulenbereich und im Speziellen des Oberkörpers, da er in seiner beruflichen Tätigkeit an Abbau und Aufbau schwerer Bühnenteile und Lautsprechern beteiligt ist. Eher zweitrangig erscheint ihm selbst die Knieproblematik, da er hier schon fast keine Hilfe mehr erwartet; er fühlt sich nach der Untersuchung durch den Arzt eher demotiviert, da kein offensichtlicher Grund für die Schmerzen zu finden war.
Herr E. erhofft generell durch das Training einen Ausgleich zur Arbeit auch im Sinne eines Stressabbaus zu erreichen und allgemein etwas für seine körperliche Fitness zu tun.
Herr E. spielt zur Zeit unregelmäßig 1 x die Woche Badminton und geht 1 x die Woche in die Sauna und ins Solarium. Im Sommer joggt er zweimal die Woche ca. 30 Minuten im Park. Bei beiden Sportarten gibt er an die Knieproblematik zu bemerken, aber „es hilft ja eh Nichts mehr, ich hab mich dran gewöhnt“.
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Darstellung der Übungen und Auswertung des Muskelfunktionstests Brustmuskulatur
Rückenlage, Beine angewinkelt, den gestreckten Arm (neben der Auflagefläche) mit dem Handrücken nach voran nach oben außen führen (Muskel in Frontalebene ca. 135 Grad). Als Messbereich gilt die waagerechte Position des Armes in Verlängerung der Körperachse entsprechend ca. 180 Grad. Hüftbeuger
Rückenlage, ein Knie hängt über die Bank nach unten ab, das andere wird maximal an den Bauch gezogen (ca. 135 Grad Hüftbeugung). Messbereich ist die Position des Oberschenkels im Verhältnis zur Körperlängsachse. Beinbeuger
Rückenlage, ein Bein liegt am Boden ab und hält diese Position, anderes Bein, Knie gestreckt mit den Händen an Oberschenkel ranziehen lassen -Hüftbeuger. Beinstrecker
Rückenlage, Knie zur Brust (Hüftbeugung), anderes Bein hängt an Kante ab und wird vom Trainer in Hüftstreckung und gleichzeitig in Kniebeugung geführt. Man achte darauf, das die Bewegung nicht durch die Auflage inhibiert wird. Als Messbereich gilt der Winkel zwischen Ober - und Unterschenkel. Wadenmuskulatur
Hockstellung mit parallel hüftbreiten Beinen und Fersen bleiben am Boden.
Die Tests der Hüftbeuger, Beinbeuger, Beinstrecker und der Wadenmuskulatur waren ohne Befund. Ebenfalls ergaben sich auch beim Test der Brustmuskulatur keine Auffälligkeiten. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass Herr E. sich regelmäßig nach dem Badmintonspielen oder Joggen ausgiebig dehnt und damit selbst Verkürzungen der Muskulatur vorbeugt.
5
Bei den Krafttest ergab sich insgesamt ein guter Mittelwert. Es ist auffällig, das Rücken - und Bauchmuskulatur nicht im Gleichgewicht sind, die Rückenmuskeln sind sehr stark und zudem stark verhärtet (Muskelfunktionstest 5); die Bauchmuskeln eher wenig ausgeprägt (Muskelfunktionstest 3-4).
Ebenfalls ergab sich im Test Kniebeuger contra Kniestrecker ein Übergewicht der Ischiocruralen Muskulatur im Gegensatz zum m. quadriceps.
Fazit : für Herrn E. ergibt sich ein Ganzkörpertraining mit Schwerpunkt Knie und WS.
I.3 Bewertung des momentanen Leistungsniveaus und der Belastbarkeit
Blutdruck vor dem Test
RR 127 / 86
Puls vor Beginn des Tests
Ruhepuls Testmodus
20 Minuten/100 Watt Fahrrad
Puls nach Test
Puls nach 1 Minute Puls nach 2 Minuten
Da Herr E. allgemeines Fitnesstraining in den Zielbereich seiner Trainingsmotivation gestellt hat - und seine Werte im Rahmen seiner Alterstufe liegen - ergibt sich bei einem empfohlenen Herz-Kreislauftraining eine Trainingsintensität von 2 x wöchentlich bei einer Dauer von 20 - 30 Minuten (Herzfrequenz 180 - Lebensalter). Im Fall von Herrn E. mit einer Pulsfrequenz von ca. 155 Schlägen/Minute unter Belastung. Beim Fahrradergometertest gibt Herr E. keinerlei Probleme mit Rücken oder Knie an, er würde jedoch auch andere Ergometer bevorzugen, da er gerne joggt evt. das Laufband.
Ein weiterer Test auf dem Laufband ergab auch keinerlei Probleme, da hier - im Gegensatz zum Wald - in dem Herr E. sonst joggt - keinerlei
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Arbeit zitieren:
Eva-Maria Diedrich, 2002, Sportrehabilitation - Längerfristige Trainingssteuerung des muskulären Aufbautrainings nach Verletzungen oder bei Schäden des menschlichen Bewegungsapparates, München, GRIN Verlag GmbH
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