Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Theorien der Internationalen Beziehungen 4
2.1. Realismus vs. Idealismus 4
2.2. Traditionalismus vs. Szientismus. 5
2.3. Neoinstitutionalismus. 6
2.4. Liberalismus 6
2.5. Sozialkonstruktivismus 7
2.6. Feminismus 8
3. Ost-West-Konflikt. 9
4. Kaschmir-Konflikt 10
5. Fazit. 12
6. Literaturverzeichnis. 13
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1. Einleitung
Die Internationalen Beziehungen (IB) sind eine Teildisziplin der Politikwissenschaft. Laut Brock (2001: 211) bezeichnet IB „ein Lehr- und Forschungsgebiet der Politikwissenschaft, das in enger Wechselwirkung mit Nachbardisziplinen wie den Rechtswissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und der Sozialpsychologie steht.“ Die Disziplin beschäftigt sich mit dem Geflecht aus Politik, Kultur und Wirtschaft, aber auch beispielsweise ökologischen Problemen. Aufpassen sollte man mit der Unterscheidung zwischen Internationale Beziehungen als Wissenschaft und internationalen Beziehungen, die die außerwissenschaftlichen Geschehnisse in der Welt beschreiben.
Als eines der ersten und wichtigsten Werke, das sch mit den internationalen Beziehungen beschäftigt, kann zweifellos Thukydides „Geschichte des Peleponnesischen Krieges“, das er 431 vor Christus, also bereits beim Ausbruch des Krieges begann, gesehen werden. Das erste Auftreten der IB als wissenschaftliche Disziplin ist allerdings erst als Reaktion auf die Geschehnisse des Ersten Weltkrieges zu sehen. Die Schrecken des Krieges brachten beispielsweise Machiavelli, Hobbes und Locke dazu, „systematisch über die Ursachen von Krieg“ (Woyke 1997: 607) zu forschen. Allerdings entwickelten die Forscher weit auseinanderdriftende Theorien. Die komplexen Aufgabenstellungen, die die IB nach der Teilung der Welt in Ost- und Westblock stellte, konnten von den eindimensionalen Forschungen wie Thukydides sie angestellt hatte, nicht mehr gelöst werden. Deshalb schlossen sich die Disziplinen Politische Philosophie, Völkerrecht und Diplomatiegeschichte zu den IB zusammen.
Diese Hausarbeit erläutert zunächst die zentralen Theorien der IB. Danach wird versucht die Theorien zum einen auf den Ost-West-, zum anderen auf den Kaschmir-Konflikt anzuwenden. Im Fazit wird die Wichtigkeit der verschiedenen Theorien herausgearbeitet.
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2. Theorien der Internationalen Beziehungen
In den IB haben sich im Laufe der Jahre viele in ihren Konzepten weit auseinander liegende Theorien ausgebildet. Wichard Woyke (1997: 610ff) stellt in seinem Werk „Internationale Beziehungen“ zwanzig verschiedene Theoriekonzepte vor. Es ist zu bemerken, dass so die unterschiedlichsten „Welten“ strukturiert werden können. Aus diesen Theorien kann sich, wenn man zuspitzt, jeder Akteur der internationalen Beziehungen eine auf sich zugeschnittene Theorie auswählen. Die Entwicklungen der Theorien wurden durch die verschiedensten Debatten, die sich an politischen Krisen orientieren, vorangetrieben.
2.1. Realismus vs. Idealismus
Die erste Debatte, der sich die Internationalen Beziehungen gegenübergestellt sah, bestand von 1920 bis etwa 1950 zwischen dem Realismus und dem Idealismus. Der Realismus beruht auf einem pessimistischen Menschenbild, ganz wie Hobbes und Machiavelli es geprägt haben. Hans Joachim Morgenthau, der als Begründer des Realismus in den Internationalen Beziehungen gesehen wird, übertrug dieses Menschenbild auf Staaten. Grundvoraussetzung für den Realismus ist, dass die Staaten anarchisch organisiert sind, d.h. das nur die Gewährleistung der Sicherheit des eigenen Staates das oberste politische Ziel eines Staates sein kann. Als wichtigster Grundsatz nach Morgenthau gilt, dass Staaten ein machtorientiertes Interesse haben und rein nach ihrem Selbsterhaltungstrieb und damit egoistisch handeln. Für den Realismus ist der Faktor Macht der entscheidende. Dieser kann „nach Auffassung der Realisten vor allem durch militärische Mittel erhalten und vergrößert werden.“ (Lemke 2000:21) Man strebt die so genannte Balance of Power, also eine Machtbalance, angestrebt. Außerdem geht man von einer „Hierarchiebildung“ (Brock 2001: 212) unter den Staaten aus. „Den internationalen Organisationen standen die Realisten grundsätzlich skeptisch gegenüber.“ (Lemke 2000: 21) Der Neorealismus modifizierte die Theorie des Realismus dahingehend, dass nicht nur die Sicherheitspolitik eines Staates, sondern auch wirtschaftliche Interessen analysiert wurden. „Die Struktur des internationalen Systems“ übernahm die Position des „fragwürdigen [...] Bezug auf die vermeintliche Natur des Menschen“. (Brock 2001: 214) Die Neo-Realisten gingen in der Wirtschaft von einem Nullsummenspiel
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Arbeit zitieren:
Catrin Knußmann, 2004, Theorien der Internationalen Beziehungen und ihre praktische Anwendung auf den Ost-West-Konflikt und den Kaschmir-Konflikt, München, GRIN Verlag GmbH
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