Inhaltsverzeichnis
A. Problemstellung 4
B. Darstellung der Supply Chain und Ihres Managements 4
I. Supply Chains als Sonderform von Netzwerken 4
1. Der Netzwerkbegriff 5
2. Arten von Supply Chains 6
II. Grundidee des Supply Chain Managements 6
1. Merkmale und Definition des Supply Chain Managements 6
2. Ziele des Supply Chain Managements 7
a) Ober- und Unterziele 7
b) Der Bullwhip Effekt 7
III. Die Rolle des Controllings im Supply Chain Management 8
1. Rationalitätsorientierte Controlling- Konzeption 8
2. Rationalitätsengpässe im Supply Chain Management 9
C. Ableitung der Herausforderungen und Anforderungen an das Supply Chain 9
Controlling 9
I. Berücksichtigung der beziehungsrelevanten Faktoren im Controlling 9
II. Entwicklung von unternehmensübergreifenden Kennzahlen 10
1. Grundproblem der unternehmensübergreifenden Kennzahlen 10
2. Anforderungen an Kennzahlen 10
III. Harmonisierung der IT- Systeme 11
IV. Koordination von Strategie und Zielen 12
V. Schaffung einer unternehmensübergreifender Prozesstransparenz 12
VI. Verteilung von Kosten und Nutzen 13
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VII. Anpassung des Risikomanagements 13
D. Zukünftige Gestaltung des Controllings im Supply Chain Management 14
E. Schlussbemerkung 16
F. Literaturverzeichnis 18
Abkürzungsverzeichnis
SCOR: Supply Chain Operations Reference Modell
IT: Informationstechnologie
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A. Problemstellung
Umwelt-, Markt- und Technologieveränderungen haben verstärkt in der Vergangenheit das Wirtschaftsgeschehen bestimmt. Die verschärften Wettbewerbsbedingungen,
Marktanforderungen und gestiegene Kundenorientierung führten zu einer Wandlung hinsichtlich der Kooperation von Unternehmen. Während in der Vergangenheit einzelne Unternehmen miteinander konkurrierten stehen heutzutage hauptsächlich Supply Chains im Wettbewerb zueinander. Im Zuge dieser Entwicklungen hat sich das Supply Chain Management zum Ziel gemacht diese hochkomplexen Verknüpfungen und Verbindungen von Unternehmen gewinnmaximal zu gestalten. Praxiserfahrungen haben aber gezeigt, dass weiterhin eine Vielzahl von Problemen bestehen die gelöst werden müssen und nach einem Controlling zur Unterstützung des Supply Chain Management verlangen. Ziel dieser Arbeit ist es drei Kernfragen zu beantwort:
- Erstens, was ist eigentlich eine Supply Chain, was steckt hinter dem Begriff Supply Chain Management und was hat das Controlling damit zu tun?
- Zweitens, vor welchen Herausforderungen steht das Controlling im Rahmen des Supply Chain Managements und welche Anforderungen ergeben sich hieraus?
- Drittes, wie kann das Controlling diese Herausforderungen bewältigen und die gestellten Anforderungen erfüllen bzw. wie muss das Controlling im Supply Chain Management zukünftig gestaltet werden?
B. Darstellung der Supply Chain und Ihres Managements
I. Supply Chains als Sonderform von Netzwerken
In traditionellen Wertschöpfungsmodellen wird meist ein einzelnes Unternehmen betrachtet, das Unternehmen wird dabei als System vernetzter Wertschöpfungsprozesse verstanden. Im Supply Chain Modell findet hingegen die Wertschöpfung unternehmensintern und unternehmensübergreifend statt. Da die meisten Unternehmen in Organisationen verbunden sind, wird die Supply Chain als Netzwerk verstanden.(vgl. Busch/ Dangelmaier 2002: S. 4).
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1. Der Netzwerkbegriff
Der betriebswirtschaftliche Netzwerkbegriff lässt sich aus der Soziologie ableiten, jene beschreibt das Netzwerk, als ein Geflecht sozialer Beziehungen, dass das Verhalten der sozialen Verbundenen Einheiten beeinflusst und zur Interpretation dieses Verhaltens herangezogen werden kann. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann ein Netzwerk als eine allgemeine Form des Geflechtes von Beziehungen zwischen Individuen, Organisationen oder sozialen Akteuren verstanden werden. Dienen Unternehmen als Bezugsobjekte, wird von Unternehmensnetzwerken gesprochen (vgl. Corsten/ Gössinger 2001: S. 1). Unternehmensnetzwerke sind durch zwischenbetriebliche Kooperation gekennzeichnet, das heißt das Unternehmen eine freiwillige Zusammenarbeit anstreben, welche die Ausgliederung und Übertragung von betrieblichen Funktionen der Leistungserstellung und Leistungsverwertung zum Ziel hat. Unternehmensnetzwerke sind durch Komplexität, Koopkurrenz und der Existenz von Handlungsspielräumen bestimmt. Komplexität entsteht durch die Vielzahl von beteiligten Unternehmen, Koopkurrenz durch Konkurrenzsituationen des Produktes des Unternehmensnetzwerkes zu anderen Produktarten eines Mitgliedes im Unternehmensnetzwerkes. Handlungsspielräume entstehen durch die Möglichkeit, dass ein Unternehmen Mitglied in mehreren Unternehmensnetzwerken sein kann ( vgl. Friedel 2004: S. 577).
Die Supply Chain stellt sich als Sonderform des Unternehmensnetzwerkes dar, und zwar in der Form, dass sich die Supply Chain als eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit von Unternehmungen aufeinanderfolgender Wertschöpfungsstufen, die bei der Rohstoffgewinnung anfängt und beim Endkunden aufhört darstellt. Die Supply Chain ist Produzent und Lieferant, aber sie beschränkt sich nicht nur auf die Interaktion mit Lieferanten, sonder erfüllt auch die erforderlichen Koordinationsaufgaben mit dem Endkunden. Charakteristisch für sie ist die, durch den Bedarf des Endkunden orientierte Abstimmung aller Aktivitäten, die auf den Güter- und Materialfluss einwirken (vgl. Friedl 2004: S. 581).
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2. Arten von Supply Chains
Supply Chains können verschiedene Erscheinungsformen besitzen, die beiden wichtigsten sollen im Folgenden näher betrachtet werden. Supply Chains können die Gestalt eines fokalen Netzwerks oder eines polyzentrischen Netzwerks besitzen (vgl. Friedl 2004: S. 581). Ein fokales Netzwerk wird durch ein dominantes Unternehmen geführt, jenes Unternehmen gibt den restlichen Mitgliedern des Netzwerkes die Art und den Inhalt der Marktbearbeitungsstrategie und der Interorganisationsbeziehungen in der Supply Chain vor. Die restlichen Mitglieder der Supply Chain sind zumeist direkt oder indirekt vom führenden Unternehmen abhängig, da die Beziehungen durch langfristige Verträge geregelt sind. In einem polyzentrischem Netzwerk gibt es kein führendes Unternehmen. Das Netzwerk zeichnet sich vielmehr durch ein gleichberechtigtes- und partnerschaftliches Verhältnis der autonomen Supply Chain Unternehmen aus. Die Führung kann projektabhängig von verschiedenen Partnern in der Supply Chain übernommen werden (vgl. Busch/ Dangelmaier 2002: S. 11).
Unabhängig von der Art der Suppy Chain lassen sich aber folgende Anforderungen an Supply Chains formulieren: Die Supply Chain ist an den Marktanforderungen auszurichten. Das Design des Supply Chain Netzwerkes muss die spezifischen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kernkompetenzen der beteiligten Unternehmen sinnvoll verbinden (vgl. Möller 2003: S. 59). Die Wahrung der Modularität der erbrachten Leistung ist Voraussetzung für die Produktion in Supply Chains (vgl. Corsten/ Gössinger 2001: S. 78).
II. Grundidee des Supply Chain Managements
1. Merkmale und Definition des Supply Chain Managements
In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Definitionen des Supply Chain Managements. Dennoch gibt es Kernelemente, welche in verschiedenen Kombinationen in vielen Definitionen immer wieder erscheinen: Erstens, Supply Chain Management ist geschäftsprozessorientiert und zielt auf die Gestaltung der unternehmensübergreifenden Gesamtprozesse hin. Zweitens, Ausgangspunkt der Steuerung bildet der Bedarfs des Endkunden und drittens liegt eine kooperative Zusammenarbeit der Teilnehmer vor, welche gemanaget bzw. koordiniert werden muss (vgl. Corsten/ Gössinger 2001: S. 97).
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Malte Griesbach, 2005, Supply Chain Management - Herausforderungen an das Controlling, München, GRIN Verlag GmbH
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