Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ..................................................................................2
1. Hinführung zum Thema 3
2. Stand der Forschung 4
2.1 Was heißt Lernen 4
2.2 Arten des Lernens 4
2.3.2 Metakognitive Lernstrategien 7
2.3.3 Ressourcenbezogene Lernstrategien 9
3. Fragebogen zum Thema Lernen in der Grundschule 10
4. Bedeutung der Ergebnisse für die Lehrer und die Schüler 14
5. Verallgemeinerung der Ergebnisse 16
6. Literaturverzeichnis 18
Anlage I Fragebogen zum Thema - Lernen in der Grundschule 19
Anlage II Statistische Auswertungen 21
2
1. Hinführung zum Thema
Die Umfrage zum Thema „Lernen in der Grundschule“ wurde im Mai 2004 durchgeführt und war darauf gerichtet, Lernstrategien im realen Handlungsverlauf und auf der Metakognitiven Ebene zu identifizieren, interindividuelle Unterschiede in dieser Hinsicht bei Schülern beiderlei Geschlechts, unterschiedlicher schulischer Leistungsfähigkeit, Intelligenz, Motivationslage und Ängstlichkeit festzustellen und nach Zusammenhängen zwischen der Qualität der Lernstrategien und den Lernergebnissen der Schüler zu suchen.
Lernleistungen und Lernergebnisse hängen bekanntermaßen von einer Vielzahl objektiver und subjektiver Faktoren und deren Wechselwirkungen ab. Einer dieser Faktoren sind Lernstrategien, eine Problematik, die in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit in der Lern-Lehr-Forschung gefunden hat, da sie einen wesentlichen Zugang zu den interindividuellen Unterschieden der Lernenden ermöglicht. Sollen die Schüler zu zunehmend selbständigem und eigenverantwortlichem Lernen befähigt und ihr Lernen effektiv und entwicklungsfördernd gestaltet werden, genügt es nicht, dafür geeignete äußere Bedingungen und Mittel zu schaffen und bereitzustellen. Die Lernenden nutzen diese in unterschiedlichem Maße, setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise damit auseinander. Verlauf und Ergebnis ihrer Tätigkeit resultieren aus dem komplexen Wechselwirkungsgeschehen von objektiven Lernanforderungen und Bedingungen einerseits, subjektiven Lernvoraus- setzungen andererseits. Solche Lernanforderungen stellen eine notwendige subjektive (interne) Komponente jeglichen (sinnvollen) schulischen und außerschulischen Lernens dar.
3
Zugleich sind sie inhaltlich und strukturell vom jeweiligen Lerngegenstand abhängig. Das ist bei fach- oder gegenstandsspezifischen Lernstrategien unmittelbar einsichtig, gilt aber im Prinzip auch für fachübergreifende Lernstrategien, nur dass hier allgemein, für umfassendere Anforderungsklassen kennzeichnende Merkmale und Relationen in den Vordergrund treten (etwa beim Textverstehen, Problemlösen u. a.).
2. Stand der Forschung
2.1 Was heißt Lernen?
Lernen heißt, sich freiwillig irgendwelche Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen in einem jeden selbst überlassenen Umfang. Es stellt sich in der Regel eine Leistungssteigerung ein, ist dies jedoch nicht der Fall und bleibt das erwartete Ergebnis aus, dann ist es auch nicht gelernt worden. So wird am Beispiel des Fahrradfahren – Lernens, die vorwissenschaftliche Bedeutung des Lernens sichtbar.
Die im Vorschulunterricht erlernten Kenntnisse über die Funktion des Fahrrads und die Regeln für den Straßenverkehr müssen von den Kindern erst erlernt werden. Nur wenigen gelingt es, dies ohne größere Mühen zu erlernen. Die Meisten müssen es erlernen. Die Kinder bekommen nach der Bestandenen Fahrradprüfung bescheinigt, am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Dies zeigt uns, dass es von Anfang an bis zur Prüfung eine Leistungssteigerung
gab. 1
2.2 Arten des Lernens
Die 4 Lerntypen nach Frederic Vester:
Der Mensch besitzt fünf Sinne, darüber kann er ebenfalls verschiedene Dinge wahrnehmen.
1 vgl. Weinert F., Graumann C., Heckhausen H. und Hofer M. (1991); Seite 609
4
„Diese Sinne bestimmen auch, wie ein Mensch die Lerninhalte aufnimmt. Ein
Sinn ist wirksam, oder mehrere Sinne wirken zusammen und ergeben so vier Lerntypen.
- Visueller Typ ( sehen )
- Auditiver Typ ( hören )
- Haptischer Typ ( fühlen )
- Verbaler Typ ( sprechen und hören )“ 2
Wir lernen wenn wir,
- einen Vorgang beobachten,
- ein Fachbuch lesen,
- Fragen stellen,
- praktische Erfahrungen machen,
- über Neues Diskutieren,
- theoretische Kenntnisse bei der Arbeit anwenden,
- Informationen oder Ratschläge in Beziehung zu bisherigem Wissen setzen,
- darüber nachdenken.
Das Lernen kann im Gegensatz zur Lerntätigkeit, nur als Übernahme von
Ereignissen ins Langzeitgedächtnis gesehen werden. Dabei spielen motorische Abläufe, Verknüpfung von Zusammenhängen und eine langfristige Fixierung
von sensorischen Informationen eine wichtige Rolle. 3 Um ein effektives Lernen zu erreichen, betont die jüngere
Kognitionspsychologie die Notwendigkeit der individuellen Anstrengung des Lernenden. Folglich ist das Lernen ein aktiver, konstruktiver, kumulativer und
zielorientierter Prozess. 4
- Aktiv
d. h. der Lernende muss während der Informationsaufnahme etwas dafür tun, damit er den zu lernenden Unterrichtsstoff erfolgreich aufnehmen kann.
2 Sawizki E. (1988); Seite 76
3 vgl. Dörner D. (1996); Seite 181
4 vgl. Simons P. R. J. (1992); Seite 249 - 264
5
- Konstruktiv
d. h. der Lernende muss die neuen Informationen erst mit dem vorhandenen Wissen abgleichen, denn nur so ist es möglich sich Informationen zu merken und schwierige Zusammenhänge verstehen zu können.
- Kumulativ
d. h. das Vorwissen bestimmt den Umfang und die Menge die gelernt werden muss, denn beim Lernen wird auf das vorhandene Wissen aufgebaut.
- Zielorientiert
d. h. das Lernen ist dann am erfolgreichsten, wenn man weiß auf was man hinarbeitet.
2.3 Lernstrategien
In der Literatur werden folgende Lernstrategien unterschieden:
2.3.1 Kognitive Lernstrategien
Diese Lernstrategien haben mit der unmittelbaren Informationsaufnahme zu tun, d. h. Methoden die man zum Lernen neuer Informationen anwendet.
Organisieren
- Anfertigen von Skizzen.
- Markieren von Schlüsselwörtern.
somit können Informationen in eine leichter zu verarbeitende Form gebracht werden.
Elaborieren
- Finden von Beispielen.
- Bilden von Zusammenhängen zu bereits bekanntem. Das neu erworbene Wissen wird in eine bereits vorhandene
6
Kritisches Prüfen
- Erwägen von Alternativen.
Das kritische Prüfen ist den Elaborationsstrategien ähnlich,
Wiederholen
- Mehrmaliges Lesen.
- Auswendiglernen von Schlüsselbegriffen.
Durch einfache Wiederholungen wird versucht einzelne Fakten im
Langzeitgedächtnis zu speichern. 5
2.3.2 Metakognitive Lernstrategien
Im Gegensatz zu kognitiven Lernstrategien beziehen sich diese metakognitiven Bemühungen weniger auf den eigenen Lernvorgang, sondern eher auf die Kontrolle des eigenen Lernfortschrittes.
Lernschritte selbst planen
- Reihenfolge planen / Planen von Lernschritten.
- Relevantes und Irrelevantes sortieren.
Unter der Planung in Bezug auf metakognitive Lernstrategien versteht man die Aktivitäten zur Planung und inhaltlichen Vorbereitung auf die eigentlichen Lernphasen. Man sollte vor dem Lernen eines Stoffes gewisse Punkte über den Stoff überlegen:
- Welche Teile des Themengebietes sind relevant und welche nicht.
- Wie viel Zeit benötige ich um einen bestimmten Stoff zu lernen.
- Die Reihenfolge in der man den Lernstoff lernt.
- Wie kann ich mir am leichtesten und am effektivsten den Stoff merken.
5 vgl. Internet: http://mitglied.lycos.de/FrankGemkow/lernen/kog.htm (10.11.2004)
7
Arbeit zitieren:
André Scheible, 2004, Lernstrategien - Überblick und Umfrage zum Thema "Lernen in der Grundschule", München, GRIN Verlag GmbH
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