Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Bedeutung der Aufmerksamkeit 3
2.1 Was ist Aufmerksamkeit 3
2.2 Das Zusammenspiel zwischen Aufmerksamkeit und Information 3
2.3 Aufmerksamkeit als Kapital nutzen 4
2.4 Aufmerksamkeit mit Hilfe von Prominenz Stars und Marken erlangen 5
3. Internet 6
3.1 Was ist das Internet 6
3.2 Übertragung der Ökonomie der Aufmerksamkeit auf das Internet 6
4. Suchmaschinen und Webkataloge 8
4.1 Was sind Suchmaschinen und Webkataloge 8
4.2 Wie Suchmaschinen arbeiten 8
4.3 Aufmerksamkeit mittels Suchmaschinen erlangen 9
4.4 Höherer Bekanntheitsgrad durch Suchmaschinenoptimierung 9
5. Die eigene Webseite als persönlicher Internetauftritt 11
5.1 Optimierung der Aufmerksamkeit auf der eigenen Webseite 11
5.1.1 Den richtigen Content bestimmen 12
5.1.2. Benutzerfreundlichkeit Design und menschliche Wahrnehmung 14
5.2 Site Promotion 15
6. Eigene Stellungnahme 17
Literaturverzeichnis 19
2 NA
1. Einleitung
In den letzten Jahrzehnten hat ein Wandel von Verkäufermärkten zu Käufermärkten stattgefunden. War es früher relativ einfach, seine Produkte mangels Angebotsvielfalt und Markttransparenz zu verkaufen, so existieren heute klassische Käufermärkte. Infolge von Prozessoptimierung, neuer Technologien und Globalisierung entwickelte sich ein immer größerer Angebotsüberhang bei steigenden transparenten Märkten. Neue Kommunikationswege mussten geschaffen werden. Neben den klassischen Kommunikationsmedien ist es heute vor allen Dingen für Markenartikelhersteller und Dienstleister unabdingbar, das Internet als zusätzliches Kommunikations- und Verkaufstool mit einzubeziehen.
Die Unternehmen stehen vor der großen Aufgabe, sich aus diesem riesigen Angebot hervorzuheben, indem sie die Aufmerksamkeit der Konsumenten für sich gewinnen.
2. Die Bedeutung der Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit bedeutet, dass wir unsere Umwelt bewusst wahrnehmen. 1 D.h. wir setzen uns mit den Informationen, die wir bekommen oder erhalten möchten, bewußt auseinander.
2.2 Das Zusammenspiel zwischen Aufmerksamkeit und Information
Die Aufnahme von Informationen mit Hilfe der Aufmerksamkeit ist durch unsere menschliche Aufnahmefähigkeit begrenzt. Da aber nun das Angebot an Informationen unsere Aufnahmefähigkeit übersteigt, können wir nur noch so viele Informationen verarbeiten bzw. aufnehmen, wie es unsere Aufnahmefähigkeit erlaubt. Der gleiche Zusammenhang gilt auch für Geld. Geld ist chronisch knapp, 2 ebenso wie die Aufmerksamkeit, die uns zur Verfügung steht. Daher muss der Sender von Informationen diese Analogie berücksichtigen.
Doch woher kommt diese Informationsflut? Durch das Informationszeitalter und Weiterentwicklung neuer Technologien ist es leicht, Informationen dem Menschen sehr
schnell zugänglich zu machen und ihn sogar gezielt anzusprechen. Unternehmen bedienen sich hierbei einem Mediamix aus Internet, Fernsehen, Printmedien, Rundfunk und noch zahlreichen weiteren Kommunikationsmitteln. Darüber hinaus werden die Informationen immer kurzlebiger. Diese Tatsache zwingt Unternehmen dazu, ständig ihre Botschaften anzupassen. Das Ergebnis: eine Flut von immer mehr Informationen. Die Fortschreitung der Technologien ist aber auch der Grund dafür, dass effektiver, günstiger und vor allem schneller produziert werden kann. Somit entstehen immer mehr Wirtschaftsgüter, welche abgesetzt werden müssen. Hier schließt sich der Kreis, denn als anschließendes Resultat werden die Konsumenten mittels Kommunikationsmedien angesprochen um die Produkte zu kaufen. Diese Entwicklung hat neue Unternehmen entstehen lassen – ja eine ganze Branche. Ihre Geschäftsgrundlage: Produkte mittels „Aufmerksamkeit“ an den Konsumenten zu bringen. Dabei bedienen sie sich unter anderem der Werbung. Die Anforderungen an diese Unternehmen gehen aber viel weiter, als nur Aufmerksamkeit herzustellen. Sie sollen die Kaufintension des potentiellen Kunden wecken mittels Marken- und Imagepflege, Corporate Design, PR usw. 3
2.3 Aufmerksamkeit als Kapital nutzen
Da es möglich ist, durch Aufmerksamkeit seitens des Kommunikationsempfängers eine Einnahme zu erzielen, lässt sich Aufmerksamkeit möglicherweise als Kapital charakterisieren. Das Problem hierbei ist, dass Aufmerksamkeit im Gegensatz zum Kapital nicht akkumuliert werden kann; Kapital hingegen kann beispielsweise als Geld angesammelt werden. Die Aufmerksamkeit aber ist nicht haltbar und verfällt sofort mit deren Nutzung. 4 Es resultiert daraus die Grundidee, gezielt Informationen anzubieten, um an Aufmerksamkeit zu gelangen, welche sich schließlich in eine andere geldmäßige Form umtauschen lässt. Dies ließ einen eigenen Prozess entstehen, in der die Publikations- medien sich zu Massenmedien entwickelt haben. Massenmedien suchen das Interesse der Konsumenten, indem sie genau beachten, was das breite Publikum lesen, sehen und hören will. Dadurch entsteht automatisch eine bessere Qualität der Kommunikationsmedien für diejenigen, die ein solches Medium zur Distribution ihrer Informationen nutzen. 5
4 Vgl. ebd, S. 113 5 Vgl. edb, S. 148 ff.
2.4 Aufmerksamkeit mit Hilfe von Prominenz, Stars und Marken erlangen Eine Möglichkeit, gezielt Aufmerksamkeit zu erlangen, ist das Nutzen von Prominenz. Prominente sind schon im allgemeinen Bewusstsein, d.h. sie haben schon Zugang zur Aufmerksamkeit. Deshalb erlangt Werbung mit bekannten Gesichtern auch eine hohe Aufmerksamkeit. Noch mehr Aufmerksamkeit zieht der Star auf sich. Der Star ist das verkörperte Versprechen, dass alle Augen auf ihn gerichtet sind. 6 Diese Art von Werbung ist nicht ganz ungefährlich, denn die Unternehmen haben keinen Einfluss auf das Verhalten der werbenden Person. Mit einem Skandal könnte sich das Image verschlechtern und sich auf die Marke übertragen.
Mit Hilfe einer Marke als äußeres Erscheinungsbild können sich Firmen selbst repräsentieren. Die Marke steht nicht nur für Namen, Qualität, Aussehen und Preisklasse – sie vermittelt vielmehr ein Image. Unternehmen bauen ihre Marken auf, verbessern diese und versuchen damit Stars zu generieren. 7 Diese Stars sollen dann für die Firma so genannte Aufmerksamkeitseinkünfte erwirtschaften, welche die Basis für den späteren Vertrieb und Erfolg der Produkte bilden. Teilweise geht die Beziehung zwischen der Marke und den Käufern soweit, dass sich die Konsumenten mit ihnen identifizieren und so teilhaben wollen am Image. Beispielsweise bei einem Motorrad der Marke Harley- Davidson: Wer eine Harley Davidson fährt und sich das Firmenlogo unauslöschlich auf den Oberarm tätowieren lässt, der hat nicht nur eine Fortbewegungsmöglichkeit von A nach B gekauft, sondern ein Life-Style-Konzept. 8 Harley Davidson steht für Freiheit, Abenteuer, den Stolz anders zu sein als andere und einen Lebensstil der einem Zugehörigkeit zur Clique verschafft. 9 Dieses Konzept lässt sich auch auf andere Produkte übertragen wie Kleidung, Autos, Schmuck usw. Teilweise bilden sich sogar regelrecht gesellschaftliche Konglomerate, in denen man nur Zutritt mit den entsprechenden Marken hat, wie z.B. bei der High-Society.
6
Franck S. 167
7
Vgl. Franck S. 175
8
Christiani S. 77
9
Vgl. Christiani S. 77
3. Internet
Das Internet ist aus dem 1969 entwickelten ARPA-Net entstanden; während der Zeit des kalten Krieges zwischen den beiden Großmächten USA und UdssR. Es wurde von den Amerikanern, genauer gesagt von der Advanced Research Projects Agency (ARPA) entwickelt und sollte der militärischen Verteidigung dienen. Ziel war es, einzelne Computer miteinander zu vernetzen, so dass sie über weite Entfernungen gestreut werden konnten. Die Datenbestände sollten sich im ganzen Netz automatisch abgleichen. Somit konnte das Netzwerk fortbestehen, wenn ein einzelner Rechner durch einen Angriff zerstört wurde. In den frühen 70er Jahren nutzten dann Wissenschaftler das ARPA-Net zum Austausch von Forschungsergebnissen mit anderen Instituten. Durch das steigende Aufkommen an vernetzten Rechnern wurde es notwendig, eine einheitliche Methode für die Datenübertragung zu entwickeln. Es entstand das TCP/IP Protokoll, mit der auch das heutige Internet arbeitet. 10 Es normalisiert die Datenübermittlung und steht für eine ausfallsicherere Übertragung. 11 Durch die gemischte Nutzung von Militär und Wissenschaft wurde Anfang der 80er Jahre das Militärische Netz (Milnet) abgekoppelt. Danach vergrößerte sich sprunghaft die Größe des ARPA-Nets und es bürgerte sich der Name Internet ein. Heute besteht das Internet aus vielen Netzwerken, die über eine Backbone verbunden werden. Die Netzwerke wiederum bestehen aus vielen kleineren Netzwerken. Das Internet ist also nicht ein einziges Netz, sondern ein Verbund aus vielen kleinen, territorial oder organisatorisch begrenzten Netzen. 12
3.2 Übertragung der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ auf das Internet
37,5 Millionen Deutsche oder 57,9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre nutzen inzwischen das Internet. 13 Weltweit waren im Jahr 2004 934 Millionen Menschen online und Schätzungen belaufen sich für 2006 auf 1,21 Milliarden. 14
10
Vgl.
http://de.selfhtml.org/intro/internet/entstehung.htm
(Zugriff am 14.12.2005)
11
Vgl. Ramm S. 15
12
Vgl.
http://de.selfhtml.org/intro/internet/entstehung.htm
(Zugriff am 14.12.2005)
Arbeit zitieren:
Felix Schmitt, 2006, Ökonomie der Aufmerksamkeit von George Franck und ihre Anwendung auf das Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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