Inhaltsverzeichnis
Darstellungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Gegenstand und Geschichte der Musikpsychologie 2
2.1. Definition der Musikpsychologie 2
2.2. Geschichte der Musikpsychologie 3
3. Musik und Emotionen 5
3.1. Wahrnehmung von Musik und Präferenzen. 6
3.2. Musikalische Ausdrucksmodelle 8
3.2.1. Freude. 10
3.2.2. Trauer 10
3.2.3. Furcht. 10
3.2.4. Ärger 11
3.3. Wirkung von Musik (-arten) 11
3.3.1. Pop- und Rockmusik 13
3.3.2. E-Musik 14
3.3.3. Rap-Musik 14
3.3.4. Techno (elektronische Musik) 15
3.4. Problemdarstellung 15
III
4. Anwendung der Musik 18
4.1. Musiktherapie 18
4.1.1. Suchtkranke 19
4.1.2. Schizophrenie. 20
4.1.3. Betreuung von Frühgeborenen. 21
4.2. Funktionelle Musik. 21
4.2.1. Musik beim Autofahren. 21
4.2.2. Musik am Arbeitsplatz 22
4.2.3. Hintergrundmusik in Kaufhäusern 23
4.2.5. Musik in der Werbung 24
5. Fazit 26
Anhangverzeichnis. 27
Anhang 28
Literaturverzeichnis 31
IV
Darstellungsverzeichnis
Darst. 2: Unterschiede zwischen beruhigender und anregender Musik .................. 7 Darst. 3: Körperliche Auswirkungen von beruhigender und anregender Musik ..... 8
V
1. Einleitung
Wie kaum eine andere Kunst vermag es die Musik, Emotionen auszudrücken, darzustellen und auszulösen. Auf welche Weise dies geschieht, und was die biologischen und sozialen Funktionen dieser engen Verbindung von Musik und Emotionen sein könnten, ist von großem Interesse für die psychologische Grundlagenforschung, aber auch für unterschiedlichste Anwendungsbereiche in der psychologischen Praxis. Um sich dem Gegenstand der Musikpsychologie noch einen Schritt weiter zu nähern, ist ein kurzer Ausschnitt der geschichtlichen Hintergründe hilfreich. Anschließend wird in dieser Arbeit verstärkt auf die Frage des psychischen Erlebens des Menschen von Musik, was zugleich auch Kernpunkt der musikpsychologischen Forschung ist, eingegangen. Hierbei gilt es die Wechselwirkung der emotionalen Wahrnehmung zu berücksichtigen. Wie wirken sich musikalisch, physikalische Reize auf unsere Emotionen aus? Oder der umgekehrte Fall, wie beeinflussen emotionale Zustände das Erlebnis von Musik und derer Effekte. Dabei muss aber stets von einem unterschiedlichen Musikgeschmack ausgegangen werden. Die individuelle Abhängigkeit von musikalischer Vorbildung und der sozialen Situation spielt hierbei eine große Rolle. Auf die Definition und Beschreibung der Physiologie des menschliche Ohrs oder der genaue Ablauf der Reizaufnahme wurde in dieser Arbeit aus Platzgründen zugunsten der emotionalen Wirkung verzichtet.
Abschließend sollen ein paar genannte Beispiele in der Musiktherapie und der funktionellen Musik die Theorie näher erläutern und ein kleinen Eindruck über die Vielseitigkeit von emotionaler Wirkung von Musik vermitteln. 1
1 Vgl. Steiner-Hall, Musik in der Fernsehwerbung, S. 24 - 25.
1
2. Gegenstand und Geschichte der Musikpsychologie
2.1. Definition der Musikpsychologie
Will man den Begriff der Musikpsychologie erläutern, so muss man auf Bereiche der Musikwissenschaft, der Psychologie, der Akustik, der Pädagogik oder der Kommunikationswissenschaft zurückgreifen. Ein Zusammenspiel von Wissenschaftlern und Forscherpersönlichkeiten aus diesen unterschiedlichen Bereichen ist somit erforderlich, um zu seriösen Erkenntnissen zu gelangen. Was in erster Linie bedeutet nach universellen Gesetzmäßigkeiten des Musikerlebens zu forschen. Musikpsychologie bleibt im weitesten Sinne jedoch ein Unterpunkt der Psychologie, da sie u.a. psychische Vorgänge bei der musikalischen Produktion, Interpretation und Rezeption, die Beziehung zwischen Mensch, Musik und Umwelt sowie die emotionale Wirkung der Musik untersucht. Sie ist „die Wissenschaft des auf Musik bezogenen Erlebens und Verhaltens“ 2 . Aus dieser Definition wird ersichtlich, dass Musikpsychologie ohne eine begriffliche Festlegung von „Musik“ nur schwer vermittelbar und kaum definierbar ist. Aus der Allgemeinen Psychologie lassen sich allerdings Aussagen zur Wahrnehmung, Repräsentation und Produktion von Musik ableiten.
Die in Zusammenhang mit Musik auftretenden menschlichen Verhaltensformen werden in der Musikpsychologie betrachtet und hinterfragt. Es sind somit nicht nur der Musikbegriff als solcher, sondern auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die es dem Individuum ermöglichen Musik zu machen und zu hören, zu erforschen. Die Musikpsychologie spiegelt somit auch die gesellschaftlichen Bedingungen wieder. Verhal-tensformen und Regeln, die den Menschen durch sein soziales Umfeld, das Verbringen der Jugend in der Schule und sein Elternhaus prägen, bilden und verändern. Das gesellschaftliche Handeln ergibt sich aus dem Bezug der Betroffenen, derjenigen, die Musik erleben. Ob es der kreative Musikschreiber in Form eines Komponisten ist, eine Art der Darstellung in Form eines Interpreten oder ob es der Hörer, der nicht am Entstehungsprozess der Musik teilnimmt, ist; sie alle beziehen sich in ergänzender Weise auf
2 Stoffer / Oerter, Gegenstand und Geschichte der Musikpsychologie und ihrer theoretischen und methodischen An-
sätze, aus: Birbaumer / Frey / Kuhl, Enzyklopädie der Psychologie, 2005, S. 3.
2
Musik. Es ist die wechselseitige Beeinflussung von Individuum und Gesellschaft, die die Bildung und Definition von Musik herleitet.
Aufgrund dieser Verhältnisse bieten die methodischen und theoretischen Ansprüche der Psychologie eine grundlegende Forschungsorientierung. Hörmann zitiert hierzu Liebel (1999), der feststellte, dass seit sich die Psychologie als eine eigenständige Form der Wissenschaft festigte, sie sich auch „mit der Rezeption und mit dem ästhetischen Genuss von Musik, dem musikalischen Schaffensprozess, der Entwicklung musikalischer Fertigkeiten und allgemein der gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz des Phänomens Musik“ 3 beschäftigt. 4
2.2. Geschichte der Musikpsychologie
Als Grundsteinlegung für die Musikpsychologie stößt man in der Literatur immer wieder auf den Namen Wilhelm Wundt (1832-1920). Bis zum Jahre 1879 war Musikpsychologie noch ein Teilgebiet der Philosophie. Bis Wundt schließlich durch die Eröffnung eines Laboratoriums in Leipzig, des ersten Psychologischen Instituts, die sich schon vorher ankündigende Trennung beider Disziplinen vollzog. Nun konnten Aussagen experimentell verifiziert werden und auf ihre Gültigkeit durch Wiederholung von Experimenten überprüft werden.
Geht man aber viel weiter zurück, um die ersten philosophischen Ansätze zu finden, trifft man in der Antike auf Pythagoras (um 500 v. Chr.). Er stellte als erster einen Zusammenhang zwischen der physischen Wirkung eines Tons und dem daraus resultierenden „Mitschwingen der Seele“ her, was sich aber wohl eher auf die philosophische Lehre von Zahlen bezog, um damit die erste Tonleiter zu konstruieren. 350 v. Chr. bezieht sich dann Aristoteles auf das Prinzip der Assoziation zur Erklärung von Musikwirkung auf die Seele. Er begann schon damals damit Klangmerkmale mit psychischen Inhalten zu verbinden und die Ähnlichkeit von beiden festzustellen.
3 Hörmann, Musik in der Heilkunde, 2004, S. 39.
4 Vgl. Bruhn, Musikpsychologie, 1993, S. 13 - 20; vgl. dazu auch Stoffer / Oerter, Gegenstand und Geschichte der
Musikpsychologie und ihrer theoretischen und methodischen Ansätze, aus: Birbaumer / Frey / Kuhl, Enzyklopädie
der Psychologie, 2005, S. 1 - 3 u. 14 - 15.
3
Arbeit zitieren:
Alexander Wollenberg, 2007, Musikpsychologie - Die Emotionale Wirkung von Musik, München, GRIN Verlag GmbH
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