Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung. 1
2. Hauptteil. 2
2.1. Beginn der europäischen Besiedlung. 2
2.2. Christianisierung und Mittelalter. 4
2.3. Neuzeit und Kolonienzeit. 4
2.4. Kieler Frieden und Wiener Kongreß. 4
2.5. Zwanzigste Jahrhundert. 8
2.6.Selbstverwaltung auf den Färöer Inseln und ihr Weg zur Souveränität. 9
2.6.1. Wie stellt sich die Selbstverwaltung dar? 9
2.6.2. Verhandlungen über die erweiterte Selbstverwaltung oder die vollständige 10
Souver änität der Färör Inseln?
2.6.3. Wieso kam es zum Abbruch der Gespräche? 10
2.6.4. Welche Perspektiven gibt es für ein souveränen Färöer? 12
3. Fazit 13
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1. Einleitung
Die Entdeckung von Ölvorkommen vor ihrer Küste im Jahre 2002 wurde von den Bewohnern der Färöer sehr begrüßt. Auch wenn die Ausbeutung der in großer Tiefe liegenden Ölfelder mit Schwierigkeiten verbunden sein wird, könnte dies den Färingern die Möglichkeit geben, sich aus der seit Jahrhunderten bestehenden Abhängigkeit von Dänemark zu lösen. Die folgende Arbeit behandelt die historischen Beziehungen von Dänemark, Island, den Färöern und Grönland anhand einiger Schwerpunkte die das zustande kommen dieser Abhängigkeiten beleuchten. Die geschichtliche Betrachtung beginnt mit der ersten europäischen Besiedlung, darauf folgend wird die Christianisierung und das Mittelalter behandelt. In der Neuzeit sollen die Kolonialzeit, Kieler Frieden, Wiener Kongress und der zweite Weltkrieg bis hin zur Gegenwart erörtert werden.
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2. Hauptteil
2.1. Beginn der europäischen Besiedlung
Der Beginn der Beziehungen der vier Länder untereinander fällt mit der europäischen Kolonialisierung der Atlantikinseln im 8. Jahrhundert zusammen, die zum großen Teil von Norwegen ausgeht. Norwegen ist mit den anderen skandinavischen Ländern Schweden und Dänemark durch ähnliche politische Strukturen und Kultur eng verbunden. Diese Verbindung lässt sich bis in die Gegenwart verfolgen, wo sie sich z.B. im Bau einer gemeinsamen Botschaft in Berlin manifestiert.
Während Grönland seit 2500 v.Chr. von den Inuit besiedelt ist, die die Insel von Alaska aus erreichten (Barüske1990, S. 15), bleiben die Färöer und Island vor dem Eindringen der Norweger bis auf einige irische Mönche unbewohnt (Karlsson 2000, S. 10). Dänemark ist auf Grund seiner Verbindung zum europäischen Kontinent bereits seit dem Mesolithikum besiedelt, findet aber durch seine periphere Lage zu den politischen Machtzentren Europas nur wenig Beachtung in den Schriftquellen. 1
Erst, als Dänemark durch die Sachsenfeldzüge Karls des Großen im 8. Jahrhundert ein direkter Nachbar des Frankenreichs wird, kann man lesen, dass zu dieser Zeit ein König Godfred regiert. Seine Herrschaft ist keinesfalls so gefestigt wie die Karls des Großen (Bohn 2001, S. 6). Wie auch in Norwegen und Schweden haben lokale Magnaten viel Macht. Die Könige herrschen nicht über alle Menschen im Land, sondern nur über ihre Gefolge, das sie aus freien Stücken anerkennt, und das sie mit Geschenken und wirtschaftlichem und kriegerischem Erfolg bei Laune halten müssen. Hierin ist einer der Gründe für die beginnenden Wikingerzüge zu sehen - die Raubzüge in das zu dieser Zeit zersplittert daliegende Europa versprechen hohen Gewinn. Aber auch das sich langsam durchsetzende Einheitskönigtum nach mitteleuropäischem Vorbild mit Vertretern wie Godfred oder dem norwegischen Harald Schönhaar führt zu inneren Konflikten, in deren Folge viele, die sich nicht anpassen wollen, außer Landes gedrängt werden. Dazu kommt die Entwicklung eines neuen, hochseetüchtigen Schiffstyps und nautischer Fertigkeiten, die das Segeln ohne Sichtkontakt zum Festland möglich machen (Bohn 2001, S. 8f.). Diese Gründe führen zur Expansion der Skandinavier - wie auch z.b. die Färingersaga berichtet: „Ein Mann hieß Grim Ramban. Der siedelte sich als erster in den Tagen Harald
1 Die Skandinavier selbst haben aus dieser Zeit außer kurzen Runeninschriften keine schriftlichen Nachrichten hinterlassen.
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Schönhaars auf den Färöern an. Damals flohen viele vor dessen Herrschsucht.“ (Niedner 1929, S.271) Ganz ähnlich ist die Situation Islands, auch hier setzt durch König Haralds Machtbestrebungen eine Auswanderungswelle ein: „Es begann nun aber aus Norwegen eine große Auswanderung hier herüber, bis König Harald einen Bann drauf legte, weil er fürchtete, das Land veröde.“ (Niedner 1928, S. 44). Von Island aus wiederum dringt Erik der Rote bis nach Grönland vor und errichtet zwei Siedlungen an der Westküste, die Ost- und die Westsiedlung (Koch 1975, S. 129).
Die Inseln werden mehr aus einer politischen Not heraus als aufgrund günstiger Siedlungsbedingungen in Besitz genommen, die Situation der Ansiedler ist von Anfang an schwierig. Ihr Überleben ist abhängig von den Schiffslieferungen vom skandinavischen Festland. Das Klima erlaubt nur wenig Landwirtschaft, Holz und Metall zum Häuser- und Werkzeugbau ist rar und muß aus Norwegen und England importiert werden. Die Inseln liefern im Tausch dafür Stockfisch, Vogelfedern, Felle und Narwal- und Walrosszähne (Karlsson 2000, S. 22).
In politischen Dingen ist man zunächst unabhängig, die Inseln besitzen eigene Things, Versammlungen aller freier Männer, auf denen alles Wichtige entschieden wird. Als Beispiel ist hier die Verfassung Islands zu sehen, die sich kaum von denen der Färöer und Grönlands unterscheidet (Abb1 siehe Anhang). Diese Art von Versammlungen etablierten die Wikinger an allen Orten, an denen sie sich niederließen (Karlsson 2000, S. 20)
2.2. Christianisierung und Mittelalter
Der Eintritt Skandinaviens ins Mittelalter beginnt mit der Christianisierung, die bei Dänemark auf Grund des direkten Kontaktes zu Mitteleuropa einige Jahrzehnte eher erfolgt als auf den Inseln. Mit der Christianisierung einher schreitet die Machtkonsolidierung des Königtums, das die hierarchischen Strukturen der katholischen Kirche übernimmt und für säkuläre Zwecke nutzt (Bohn 2001, S. 21f.). Erster christlicher König Dänemarks ist Harald Blauzahn (ca. 960-987), über den der Jelling-Stein nahe der Grabhügel seiner Eltern berichtet: „König Harald errichtete diesen Stein für seinen Vater Gorm und seine Mutter Tyra. Harald gewann Dänemark und ganz Norwegen zurück und machte die Dänen zu Christen.“ (Roesdahl 1998, S. 67) Er ist der erste König, dem es wirklich gelingt, Macht über ganz Dänemark zu erlangen, und zeitweise auch über Norwegen. Er macht allerdings nicht alle Dänen zu Christen, sondern nur einen Teil - sein heidnischer Sohn Svend Gabelbart erschlägt ihn 987 und errichtet ein letztes Mal eine richtige Wikingerherrschaft, während der er auch mit Hilfe
Arbeit zitieren:
Tim Bormann, Kerstin Kühne, 2004, Die Geschichte Dänemarks, der Färöer Inseln, Islands und Grönlands, München, GRIN Verlag GmbH
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