Inhaltsverzeichnis 2
1 Einleitung.1 Einleitung 1
2 Geschichte der reisen 2
3 Definition.3 Definition 5
Definition über das städtische Zielgebiet 5
Definition über den Erlebniswert einer Stadt 7
4 Bedeutung des Städtetourismus für den deutschen Fremdenverkehr.4 Bedeutung des Städtetourismus für den deutschen Fremdenverkehr 8
5 Städtetourismusarten.5 Städtetourismusarten 11
Tagungs und Kongresstourismus 12
6 Soziodemographische Struktur von Städtereisenden.6 Soziodemographische Struktur von Städtereisenden 13
Motive 14
7 Vorraussetzung erfolgreicher Städtereisen.7 Vorraussetzung erfolgreicher Städtereisen 16
Die natürlichen Attraktivitätsfaktoren 16
Die künstlichen Attraktivitätsfaktoren 17
Veranstaltungen 17
8 Reiseverkehrsmittel.8 Reiseverkehrsmittel 19
PKW 19
Eisenbahn 19
Flugzeug 19
Schiff 20
Bus 20
9 Ausblick.9 Ausblick 21
10 Literaturverzeichnis I
11 Anhang IV
1 Einleitung
Fast 80 Prozent der europäischen Bevölkerung lebt in Städten, somit ist Europa einer der am stärksten verstädterten Kontinente. In städtischen Ballungsgebieten kommen die Schwierig-keiten der Gesellschaft verstärkt vor. Allerdings sind Städte jedoch auch die Orte, an denen der höchste Wohlstand geschaffen wird, an denen sich das kulturelle und gesellschaftliche Leben entwickelt.
Die Stadt als Freizeit und Tourismusraum ist durch die „Mischung von Nutzungen, Benutzergruppen und Benutzerverhalten, die erheblich zu seiner Attraktivität bei- trägt“ gekennzeichnet (MONHEIM 1979 zit. nach MEIER, I. 1994, S. 1).
Der Städtetourismus ordnet sich der Multifunktionalität der Stadt unter. Er ist nur eine Unterfunktion von vielen, die jedoch untrennbar mit den anderen Funktionen verbunden ist. Gerade diese Mutifunktionalität der Stadt legt die Grundlage für das facettenreiche Leistungsbündel Städtetourismus, der sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit
Im Folgenden möchte ich die historische Entwicklung der Städtereisen erläutern, den Städtetourismus sowie die Städtetourismusarten charakterisieren, dessen wirtschaftliche Bedeutung aufzeigen, sowie auf die soziodemographische Struktur Städtereisender und deren Motive eingehen.
2 Geschichte der (Städte)reisen
Im Grunde ist Städtetourismus ein altes Phänomen. „Städtereisen sind die Urform des Reisens“ (LOHMANN zit. nach MEIER, I. 1994 S. 13). Schon in der Antike führten die Griechen aus geschäftlichen und politischen Gründen oder zum Anlass besonderer Veranstaltungen wie zum Beispiel der Olympischen Spiele oder zum Besuchen von Baudenkmälern und Kulturstädten Städtereisen durch. Bereits im Römischen Reich erreichte der Geschäfts- und Erholungsverkehr ein beachtliches Ausmaß.
Die Geschichte des Reisens ist eng mit der Entwicklung der Städte verbunden. Die mittelalterlichen Händler brachen schon früh zu den aus heutiger Sicht bezeichneten Geschäftsreisen auf. Privatreisen beschränkten sich, im Gegensatz zu den Geschäftsreisen, jedoch nur auf einen kleinen, besser gestellten Teil der Bevölkerung.
Die Anfänge kulturellen Reisens liegen im 17. und 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit waren es zumeist junge Adlige die sich auf die mehrere Jahre andauernde ,Grand Tour’ (auch ,Kavalierstour’ genannt) begaben. Bei diesen Bildungs- und Vergnügungsreisen zu den wichtigsten Städten und Höfen Europas stellten die Kulturdenkmäler der jeweiligen Epoche einen wesentlichen Anziehungsfaktor dar.
Im 19. Jahrhundert wurden besonders mittelalterliche Bauten und Städte im Zuge der Romantik und der damit verbundenen Wiederentdeckung des Mittelalters geschätzt.
Mit der Erfindung der Eisenbahn um 1830 wird die Reiselust verstärkt und das Reisen erleichtert. 1845 wird das erste Reisebüro in London eröffnet. Die meisten Reisen sind individuelle zu dieser Zeit noch Inlandsreisen per Eisenbahn.
Großen Gesellschaftskreisen und besonders den minder bemittelten Klassen bleibt der Zugang zu Bildung und Reisen jedoch lange verwehrt, die Inanspruchnahme des touristischen Angebots begrenzt sich auf das Bürgertum. Erst zu Begin des 20. Jahrhunderts entwickeln sich mit der Ausweitung der Urlaubstage pro Jahr pauschale Gesellschaftsreisen sowie Urlaub nach heutigem Verständnis.
Die vormals elitäre Bildungsreise wurde demokratisiert und die Allgemeinheit fand ein immer stärkeres Interesse an der (Studien)reise.
Seit den 50er Jahren erleichtern bessere Reisemittel (Flugzeug, ausgebaute Autobahnen) sowie die allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse das Reisen. Hohe Einkommenszuwächse, der wachsende Wohlstand sowie der zunehmenden Besitz von Pkws und die Erleichterungen der Grenzüberschreitungen führen zu einer Steigerung der Reisintensität in den 60er Jahren. Zur gleichen Zeit werden traditionelle Wertmuster schrittweise aufgebrochen (neue Werte der Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung treten in den Vordergrund). Dieser sich vollziehende Wertewandel, ist einer der Push- Faktoren des Nachfrage- und Reiseverhaltens. „Mehr Freizeit, mehr Bildung und mehr Wohlstand haben das Anspruchsniveau der Menschen verändert.“(BAHRMANN, M. 1997, S. 16)
Auch die Studienreisen verändern sich im Zuge dieser Entwicklung von historisch orientierten und vor allem Kunst und Kultur beinhaltenden hin zu neuen Themen- Studienreisen, die sich etwa mit Umwelt, Natur, Dritter Welt oder sozialen Fragen befassen. Gleichzeitig werden Aktivität- Wander- oder Fahrradstudienreisen immer
Die Verlängerung der Urlaubszeit (von 1910/ 5 Tage zu 1970/ 21 Tage) hat eine Vervielfachung der Urlaubsreisen zwischen den 50er und 90er Jahren zur Folge. In den 50er Jahren war eine Reise pro Jahr üblich, im Laufe der Zeit sind die Zweit- und Dritt- Urlaubsreisen immer häufiger geworden. Die wird Reisedauer kürzer und die Inhalte insgesamt kompakter. Neben der Haupturlaubsreise, die seit Jahren mehrheitlich in das Ausland führt, unternehmen deutsche Touristen zunehmend auch Zweit- und Dritturlaubsreisen sowie Kurzurlaubsreisen, diese führen vor allem ins Inland. Von 1971 bis 1998 hat sich in Deutschland der Anteil der Mehrfachreisenden von 5,5 Prozent auf 18,3 Prozent gesteigert. ∗
∗
Jeder fünfte Bundesbürger lebt heute nach der Devise: „Lieber kürzer verreisen und dafür öfter pro Jahr“. (SLINK 2002, S.6)
Mit dem Trend zur Kurzurlaubsreise nimmt die Bedeutung von Städtereisen, meist Kurzurlaubsreisen von höchstens vier Tagen, zu. Städtereisen entwickeln sich zu einer der populärsten Reiseformen. ∗ Die Reiseanalyse 2000 hat ergeben, dass in Kurzurlaub von zwei bis vier Tagen im Jahr 1999 bei 42,2 Prozent der Bevölkerung in Form einer Städtereise stattgefunden hat. (SLINK 2002, S.6)
Der Wandel der letzten Jahren vom Erholungs- zum Erlebnistourismus (Freizeit ist heute Erlebniszeit, die gestaltet werden muss), stärkte zudem die Attraktivität der
Ferner hat die EU-Förderung ∗ ² einen wesentlichen Anteil an der Verstärkung des Kulturtourismus ∗ ³ und damit auch der Städtereisen.
∗
Dem ungeachtet wird Städtetourismus erst seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts als städtische Funktion wahrgenommen.
² Die Initiative „Kulturstadt Europas“ fördert die Europäische Integration und die Erhaltung des europäischen Erbes und gleichzeitig den Städtetourismus.
³ Insgesamt vollzog sich auch ein begrifflicher Wandel von Bildungstourismus über Studienreisen und Städtereisen zu Kulturreisen.
3 Definition
Städtereisen sind typische Kurzreisen von zwei bis vier Tagen Dauer. Der Begriff Städtetourismus ist ein Sammelbegriff für mehrere Fremdenverkehrsarten, die auch als Teilmärkte zu bezeichnen sind. Zu diesen Fremdenverkehrsarten zählen: Städtebesuch (Sightseeing), Veranstaltungsbesuchsverkehr (auch: Event-Tourismus), Abendbesuchs- verkehr, privater Einkaufsverkehr, Einzelgeschäftsreiseverkehr, Tagungsveran- staltungsverkehr, Kongress- und Konferenzverkehr, Messereiseverkehr, Kur- und Badeverkehr und Pilgertourismus.
Aufgrund dieser Komplexität ist es schwer Städtetourismus in einer kurzen Definition zu fassen. Deshalb gibt es keine eindeutige Definition des Städtetourismus, sondern eine Vielzahl von unterschiedlichen Definitionen. Zur Verdeutlichung der unterschiedlichen Definitionsansätze möchte ich im Folgenden einige Definitionen von Städtetourismus
Laut DREYER sind Städtereisen im Normalfall Standortreisen, zu meist dient die Stadt als Anlass zum Verreisen (nach DREYER, 1996, S. 29). Claude Kasper definiert Städtetourismus als „Gesamtheit
aller Aktivitäten von Touristen bei ihrem Aufenthalt in der Stadt“
(zit. nach WERNER, F.C. 2000, S.8).
3.1 Definition über das städtische Zielgebiet
Eine Besonderheit der Stadt als Zieldestination für den Städtetourismus ist, dass sich in der Stadt der Tourismus der städtischen Multifunktionalität unterordnet. Der
Städtetourismus ist „Nur eine Facette der zahlreichen ökonomischen Funktionen einer Stadt“(Werner, F. C. 2000, S.4), er sie spielt im wirtschaftlichen Gefüge einer Stadt nur eine untergeordnete Rolle.
In der Literatur werden unter den Zielorten des Städtetourismus „Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern verstanden“ (WERNER, F.C. 2000, S.4)
Arbeit zitieren:
Juliane Krueger, 2003, Städtereisen - Die historische Entwicklung der Städtereisen - Städtetourismus und dessen wirtschaftliche Bedeutung , München, GRIN Verlag GmbH
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Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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