INHALTSVERZEICHNIS:
1 Einleitung Seite 3
2 Begriffsdefinition: Jugendlicher Seite 3
3 Suchtbericht ein Überblick Seite 4
4 Jugend Drogen und Kriminalität Seite 7
5 Motive für Drogenkonsum Seite 8
5.1 Motivationen im Umfeld der Familie Seite 8
5.2 Neugier Seite 9
5.3 Die Peer-Group Risikoverhalten Seite 9
6 Maßnahmen gegen den Konsum von Drogen Seite 11
6.1 Prävention Seite 11
6.2 Prävention in der Familie Seite 13
6.3 Beratung und Therapie Seite 14
7 Fazit Seite 16
8 Literaturverzeichnis Seite 17
2 NA
1 Einleitung „Jugend und Sucht“, so lautet der Titel des Referats, das im Sommertrimester 2006 im Rahmen des Seminars „Pädagogische Kindheits- und Jugendforschung“ an der Helmut-Schmidt-Universität gehalten wurde. Ziel des Vortrags war es, das Suchtverhalten sowie den Konsum legaler und illegaler Drogen von Jugendlichen zu thematisieren. Neben dem Zusammenhang von Risikoverhalten und Motiven, sollte vor allem der Einfluss des näheren Umfelds und der Peer-Group betrachtet und bewertet werden. Daran anknüpfend wurden Möglichkeiten zur Prävention und gängige Therapieansätze beleuchtet und diskutiert.
Jugend und Drogen – ein Problem? Was wissen wir eigentlich über das Konsumverhalten von Jugendlichen? Wie sehen die Trends aus und welche Arten von legalen und illegalen Drogen sind es, die dazu führen, dass Kinder und Jugendliche an erster Stelle und als Schwerpunkt im Suchtbericht der Bundesregierung des Jahres 2005 auftauchen?
2 Begriffsdefinition: Jugend
Um die im Folgenden betrachtete Gruppe der Jugendlichen eingrenzen zu können, ist es erforderlich diese zunächst klar zu definieren. Als Jugend gilt für gewöhnlich die Lebensphase zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenalter. Der Beginn dieses Lebensabschnitts zeichnet sich biologisch betrachtet mit dem Eintreten der Geschlechtsreife ab. Es ist die Zeit in der junge Menschen Schritt für Schritt mehr Rechte bekommen und gleichzeitig mehr Verantwortung übernehmen um so zu einem Vollmitglied der Gesellschaft, dem Erwachsenen, heranzuwachsen.
Die Jugend lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen. Sie beginnt mit der Vorpubertät, der Zeit kurz vor der eigentlichen Pubertät, die wiederum die 2. Phase der Jugend für sich beansprucht. Daran anknüpfend beginnt für den Jugendliche die Phase des Heranwachsens, die so genannte Adoleszenz. Angesichts längerer Ausbildungszeiten und der immer länger andauernden Abhängigkeit vom Elternhaus, spricht man neuerdings von der Postadoleszenz als 4. Phase der Jugend. 1 Betrachtet man die Jugend unter Berücksichtigung dieser vier Phasen, so lässt sie sich auf das 12. – 25. Lebensjahr festlegen.
3 Suchtbericht – ein Überblick
Schon eine grobe Betrachtung jugendlichen Suchtverhaltens lässt unterschiedliche, positive und negative Trends erkennen. Die erfreulichste Tendenz spiegelt die Raucherquote wieder. Die hohen Rückgänge sprechen eine deutliche Sprache und führen zu dem Rückschluss, dass Rauchen zunehmend uncool geworden ist. Waren es 2001 noch 28 % der 12- bis 17- Jährigen, so ging die Anzahl derer, die regelmäßig Tabak konsumieren bis zum Jahr 2004 auf 23% zurück. 2 Einen genauen Überblick bietet die folgende Tabelle:
(Quelle: Drogen- und Suchtbericht 2005, S. 20)
Es lässt sich deutlich erkennen, dass in der Altersgruppe der 12- bis 17- Jährigen die Raucherquote nach dem enormen Anstieg Mitte der 1990er Jahre zunächst für mehrere Jahre konstant bei 28 % lag. Seit 2001 sank die Anzahl derer, die Tabak konsumieren auf 23% im Jahr 2004 ab. In der Altersgruppe der 18- 25-Jährigen liegt die Raucherquote deutlich höher. Aber auch hier lässt sich die gleiche Tendenz erkennen. Rauchten 1997 noch mehr als die Hälfte aller Jugendlichen in dieser Altersgruppe, so waren es im Jahr 2004 nur noch 44%.
Parallel dazu konnte festgestellt werden, dass die Gruppe der „starken Raucher“ mit einem Konsum von mehr als 20 Zigaretten am Tag, seit 1993 mehr als halbiert werden konnte. 3
2
Vgl.
Drogen- und Suchtbericht 2005, S.10
3
Vgl.
Drogen- und Suchtbericht 2005, S.21
„Allarmierend ist hingegen vor allem der Steigende Konsum von Cannabis unter Jugendlichen – ein Trend der sich überall in Europa findet. Bereits in der Altersgruppe der 12- 15-Jährigen haben 7% der Jugendlichen in Deutschland Erfahrung mit dem Konsum von Cannabis. Unter den 18- 25- Jährigen hat jeder fünfte Jugendliche im letzten Jahr Cannabis konsumiert.“ 4 Damit wird Cannabis mit Abstand zur am häufigsten konsumierten illegalen Droge, was sich darauf zurückführen lässt, dass Jugendliche die negativen Folgen des Cannabiskonsums nicht erkennen oder verharmlosen. Cannabis gilt allgemein als ungefährliche Droge, was die folgende Tabelle zeigt:
(Quelle: Moderne Drogen- und Suchtprävention III 2003, S. 18)
Demnach ordneten im Jahr 2003 immerhin 90% der befragten Jugendlichen Cannabis (Marihuana / Haschisch) als Droge ein. Parallel dazu entschieden sich jedoch 59% der Befragten, Cannabis nicht als „sehr gefährlich“ einzustufen. Als Grundtendenz lässt sich festhalten: „Auch wenn die illegalen Substanzen mehrheitlich als Drogen eingestuft wurden, wird ihre Gefährlichkeit weitaus geringer eingeschätzt.“ 5
4
Drogen- und Suchtbericht 2005, S.10
5
Moderne Drogen- und Suchtprävention III 2003, S. 18
Arbeit zitieren:
cand.paed Florian Hering, 2007, Jugend und Sucht, München, GRIN Verlag GmbH
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