MS – Wirtschafts- und Sozialgeographie Sandra Hoffmann ,QKDOWVYHU]HLFKQLV
1. Einleitung 2. Der Begriff der Suburbanisierung 2.1. Suburbanisierung nach Paesler 2.2. Suburbanisierung nach Leser 2.3. Suburbanisierung nach Bucher und Kocks 3. Allgemeine Entwicklung der Suburbanisierung in Westeuropa 4. Die Region München 5. Sonderstellung der Landeshauptstadt München 6. Suburbanisierungsprozesse im Raum München 6.1. Wohnsuburbanisierung 6.2. Vergleich Bevölkerungsentwicklung der Orte Garching,
der Verwaltungsgemeinschaft Glonn, Haimhausen und
MS – Wirtschafts- und Sozialgeographie Sandra Hoffmann 6.3. Gewerbesuburbanisierung 6.3.1. Industriesuburbanisierung 6.3.2. Suburbanisierung des Handels 6.4. Arbeitsplatzsuburbanisierung 7. Flughafen München 8. Probleme und Resümee 9. Quellenangabe 9.1. Literatur 9.2. Internet
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Abbildung 1: Karte Bundesland Bayern
Abbildung 2: Region München (nach dem Stand der Gebietsreform am 01.05.1978) Abbildung 3: Luftaufnahme Garching Abbildung 4: Berufseinpendler in die Landeshauptstadt München Abbildung 5: Bevölkerungsverteilung im S-Bahn Bereich der Landeshauptstadt
Abbildung 6: Bevölkerungsentwicklung S-Bahn Ort Unterschleißheim Abbildung 7: Lage der Orte Haimhausen und der Region Glonn Abbildung 8: Lageplan Flughafen „Franz-Josef-Strauss“ München Abbildung 9: Ansichten Flughafen München (Munich Airport Center)
Tabelle.1: Bevölkerungsentwicklung in den Landkreisen der Region München von 1970 bis 1998 Tabelle 2: Die Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Orte im suburbane Raum Münchens Tabelle 3: Bevölkerungsentwicklung in Garching Tabelle 4: Bevölkerungszahlen der Gemeinden in der VG Glonn und Haimhausen von 1970 bis 2000 Tabelle 5: Die Beschäftigtenzahlen in den Kreisen der Region München 1970 – 1987
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München ist die Hauptstadt des Bundeslandes Bayern und des Regierungsbezirks Oberbayern. Es liegt 48°8’23’’ nördliche Breite und 11°34’28’’ östliche Länge und circa 483 bis 579 m über dem Meeresspiegel. (DENGLER 1998).
Die Region um München entwickelte sich nach dem 2. Weltkrieg zu einer der attraktivsten Gebiete für Bevölkerung und Industrie. Die nachfolgende Abhandlung beschäftigt sich mit der Suburbanisierung der Stadt München und seinem Umland.
Abb. 1: Karte Bundesland Bayern
Quelle: http://www.telehotel.de/Deutschland/Bundesland/Bayern/Landkarten/bayern.htm
Der Begriff „Suburbanisierung“ wird in der Literatur nicht eindeutig definiert. Er wird auf verschiedenste Art und Weise angewendet (GAEBE 1987: 45). Im Folgenden werden unterschiedliche Meinungen dazu dargestellt.
„Inzwischen hat sich der Terminus „Suburbanisierung“ allgemein durchgesetzt im Sinne eines Dekonzentrationsprozesses von Agglomerationsräumen und größeren Städten infolge der Stadt-Rand-Wanderung von Bevölkerung („Bevölkerungssuburbanisierung“) und Gewerbebetrieben des sekundären und/oder tertiären Sektors(„Industriesuburbanisierung“,
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„ Gewerbesuburbanisierung“ ), die zu einem flächenhaften Wachstum dieser städtischen Räume über die Stadtgrenzen hinaus in den sog. suburbanen Raum führen“ (Paesler 1992:
„ Dekonzentrationsprozess von Agglomerationsräumen beziehungsweise Stadtregionen. Verursacht durch den Prozess der Stadtrandwanderung der Bevölkerung und des Gewerbes. Die Suburbanisierung führt zur flächenhaften Ausdehnung größerer Städte. Die innerstädtischen Bereiche werden entvölkert“ (LESER 1997: 853).
„ Suburbanisierung ist eine Folge der durch die Industrialisierung bedingten Urbanisierung. Auf die Urbanisierung als einen räumlichen Konzentrationsprozess folgte die räumliche Ausdehnung der wachsenden Städte.(...) In einer ersten Phase wurde die Entwicklung noch durch Stadterweiterungen aufgefangen. Der Prozess der Suburbanisierung kann heute im wesentlichen damit erklärt werden, dass private Haushalte und Betriebe dort ihren Standort beziehen, wo ihre Flächenansprüche befriedigt werden. Geringe Flächenreserven, hohe Boden- und Wohnkosten und erhebliche Umweltbelastungen, verbunden mit verschärften Umweltauflagen, sind die treibenden Kräfte der Abwanderung von Haushalten und Betrieben aus der räumlichen Enge der Kernstädte in den weiteren Verdichtungsraum, das Umland“ (BUCHER & KOCKS 1987: 689).
In den Industrieländern setzte der Prozess der Suburbanisierung bereits im 19. Jahrhundert ein. Die Entwicklung vollzog sich als wellenförmige Standortverlagerung von Haushalten und Betrieben aus der Kernstadt an den Stadtrand. In Europa zogen ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wohlhabende Haushaltungen aus der Innenstadt an den Stadtrand. Dies geschah zunächst noch als räumliche und soziologisch sehr begrenzte Umzüge. Die Arbeitsplätze in den Kernstädten nahmen zu und dadurch sind Nutzungsdichte und Nutzungsmischung in diesen Bereichen angestiegen. Zudem sind mit dem Ausbau der Verkehrwege auch die Mittel- und Unterschichten in die Vororte und Vorstädte gezogen.
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Auch die Industriesuburbanisierung setzte schon im 19. Jahrhundert ein. Betriebe verlagerten ihren Standort an den Rand der Städte, da sie nur dort entsprechend Flächen fanden. Im Rahmen des Dekonzentrationsprozesses vollzog dich die Suburbanisierung des tertiären Sektors in den Agglomerationsräumen am spätesten (HEINEBERG 2000: 52, zit. zit.GAEBE 1991: 8).
In der Bundesrepublik Deutschland setzte der Prozess der Suburbanisierung circa ab 1960 ein (HEINEBERG 2000: 40). Auffällige Erscheinungen des jüngsten
Dezentralisationsprozess sind die Shopping Center oder neu geplante Einkaufszentren an der Peripherie. Das erste entstand in der BRD 1964 im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach bei Frankfurt/ Main (HEINEBERG 2000: 180/181). So entstanden von 1964 bis 1990 allein 94 Shopping Center im westlichen Deutschland. Zur selben Zeit siedelten sich großflächige Einzelhandelsbetriebe vornehmlich an dezentralen Standorten, meist waren dies wichtige Ausfallstrassen, an. Später gegen Ende der siebziger Jahre kamen Fachgeschäfte und Fachmärkte zum Beispiel für Autozubehör, Möbel oder
Heimwerkerbedarf hinzu (HEINEBERG 2000: 183).
Abb. 2: Region München ( nach dem Stand der Gebietsreform am 01.05.1978)
Quelle: Schußmann, K.(1996): Agglomerationsräume in München
Die Region München, wird auch als Bayerische Planungsregion 14 bezeichnet. Sie umfasst, wie auf Abb.2 zu sehen ist, acht Landkreise (Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg/ Lech, München und Starnberg), sowie die Landeshauptstadt
Arbeit zitieren:
Sandra Hoffmann, 2002, Suburbanisierung im Raum München, München, GRIN Verlag GmbH
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Suburbanisierung im Münchner Umland
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