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Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1. Definition sexueller Mißbrauch an Kindern 3
2. Signale/Symptome 3
2.1 körperliche Symptome 4
2.2 körperliche und psychosomatische Symptome 4
2.3 psychische Symptome 4
3 Prävention 5
3.1 Möglichkeiten der primären Prävention 5
3.1.1 Öffentlichkeitsarbeit 5
3.1.2 Strukturelle gesellschaftspolitische Maßnahmen 6
3.1.3 Maßnahmen zur Erziehung und Bildung 6
4 Intervention 7
4.1 Handlungsstrategien in der Verdachtssituation 7
4.2 Gefühlslage der intervenierenden Person 8
4.3 Prüfung des Sozialen Umfeldes 8
4.4 Unterbringungsmöglichkeiten 9
4.5 Möglichkeit einer Strafanzeige prüfen 10
4.6 Konfrontation mit den Eltern 11
4.7 Betreuung und Begleitung
nach Beendigung des Mißbrauches 12
5 Schluß 13
6 Literaturverzeichnis 14
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Sexueller Mißbrauch von Kindern findet vorwiegend im sozialen Nahraum der Kinder statt. Ein Thema das schockiert und mit intensiven Emotionen wie Wut, Ärger,Angst ,Hilflosigkeit, Ohnmacht verbunden ist. Im sozialpädagogischen Aufgabenfeld nimmt dieses Thema ein breites Feld ein. Sei es nun als Bewährungshelfer bezüglich des Täter oder im Rahmen der Familienarbeit, des Jugendamtes, Kintertageseinrichtungen, Erziehungsanstalten, privaten Träger und Initiativen bezüglich des Kindes und dem Schutz dessen vor dem Täter.
In der Fachliteratur gibt es unterschiedliche Definitionen von sexuellem Mißbrauch an Kindern. Es gibt engere Definitionen , in welchen z.B. Blicke und verbale Gewalt einbezogen werden , und es gibt weitere Definitionen , in denen erst gewaltsame Taten eine Rolle spielen. Dabei sind folgende Definitionskriterien von Bedeutung : Art der Handlungen, Absicht des Täters, Einwilligung des Kindes Gewaltanwendung, Widerstand, Altersunterschied, Folgen , Sich mißbraucht fühlen . Im folgenden ein Überblick :
„Sexueller Mißbrauch an Kindern ist jede sexuelle Handlung , die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Der Täter nutzt seine Macht und Autoritätsposition aus , um seine eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen“ (vgl. Bange , 1992 , S.57)
„Die Grenze wird durch die Absicht des Täters eindeutig festgelegt. Sexueller Mißbrauch entsteht nicht fließend aus dem liebevollen Körperkontakt mit einem Kind. Es ist ein bewußtes Vorgehen. Der Mann (99.6% der Täter sind Männer ) plant den Mißbrauch , die Gelegenheiten werden von ihm gesucht und arrangiert. Sexueller Mißbrauch beginnt dort , wo Männer sich bewußt am Körper eines Kindes befriedigen oder sich befriedigen lassen.“(vgl. Braecker / Wirtz , 1991 , S.11)
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„1.Eine Person wird von einer anderen als Objekt zur Befriedigung von bestimmten Bedürfnissen benutzt. Diese Bedürfnisse sind entweder sexueller Natur und / oder es sind nicht-sexuelle Bedürfnisse , die in sexualisierter Form ausgelegt werden (z.B. der Wunsch , Macht zu erleben , zu erniedrigen , sich selbst zu bestätigen o.ä.).
2.Dabei werden vor oder an der Person Handlungen vorgenommen oder von ihr verlangt, die kulturell mit Sexualität assoziiert sind. Dazu zählen nicht nur Handlungen, die im engeren Sinne sexuell sind, wie beispielsweise Berührungen der Geschlechtsorgane oder Geschlechtsverkehr, sondern auch solche, die in unsrer Gesellschaft im weiteren Sinne mit Sexualität in Verbindung gebracht werden, wie z.B. anzügliche Bemerkungen, Nachpfeifen oder Nacktphotos.
3.Die Handlungen erfolgen unter Ausnutzung von Ressourcen- bzw., Machtunterschieden gegen den Willen der Person.“(vgl. Brockhaus / Kolshorn, 1993 , S.28)
„Sexueller Mißbrauch ist immer dann gegeben, wenn ein Mädchen oder Junge von einem Erwachsenen oder älteren Jugendlichen als Objekt der eigenen sexuellen Bedürfnisse benutzt wird Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung nicht in der Lage, sexuellen Beziehungen zu Erwachsenen wissentlich zuzustimmen. Fast immer nutzt der Täter ein Macht - oder Abhängigkeitsverhältnis aus .... Die Reduzierung auf den Status eines Sexualobjektes und die momentane Ohnmachtserfahrung des Opfers ist das zentrale Kriterium des sexuelle Mißbrauchs, keinesfalls die vom Erwachsenenstandpunkt aus vorgenommene Feststellung eines objektiven Tatbestandes und möglicher Folgen.“(vgl. Enders , 1990 , S. 21 u. S.25)
Hierbei ist festzuhalten , daß kein Symptom einen Sexuellen Mißbrauch anzeigt. Ein eindeutiges Symptom gibt es nicht. Jedes Kind entwickelt entsprechend seiner Persönlichkeits- und Mißbrauchssituation individuelle Reaktionen und Symptome.
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2.1 körperliche Symptome
- Verletzungen im Genitalbereich , Analbereich, Bißwunden - Geschlechtskrankheiten, AIDS
2.2 körperliche und psychosomatische Symptome
- Konzentrationsstörungen, Legasthenie, Autismus, Epilepsie - Asthma, Epilepsie, Hauterkrankungen, Migräne, Kopfschmerzen - Haltungsschäden, Lähmungen, Verspannungen, Schmerzzustände - Eßstörungen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen - Ohnmachtsanfälle, Kreislaufschwäche - Bettnässen, Einkoten
- Hormonstörungen, Menstruationstörungen, Unterleibsbeschwerden - Schwangerschaften
2.3 psychische Symptome
- diffuse Ängste, Aggression, Regression, Rückzug, Depression - Hilflosigkeit, Phobien, Psychosen, Kontaktstörungen - Zwangshandlungen, geringes Selbstwertgefühl - Ablehnung der eigenen Geschlechterrolle, Zweifel an eigener Wahrnehmung
- autoaggressives Verhalten, Suchtverhalten, Suizidversuche - auffälliges Sozialverhalten - auffälliges Sexualverhalten
(vgl Enders, 1990, S.81 ff. , Bange, 1992, S.38 ff., Braecker / Wirtz, 1991, S.136 ff.)
Arbeit zitieren:
Michael Supp, 2005, Sexueller Mißbrauch an Kindern im Fokus der Sozialarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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