Gliederung:
0. Einleitung Seite 3
1. Kultur und Interkulturelles Lernen - Ein Überblick Seite 3
2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht Seite 5
3. Zur Analyse von Filmen Seite 6
4. Unterrichtssequenz zu Braveheart Seite 7
4.1. Allgemeine Bemerkungen Seite 7
4.2. Inhaltsangabe Braveheart Seite 8
4.3. Einführungsstunde Seite 8
4.4. Die Arbeit mit dem Film Seite 12
4.5. Alternative Bearbeitungsmöglichkeiten Seite 14
4.6. Die Unterrichtssequenz im Fokus des
Interkulturellen Lernens Seite 15
5. Zusammenfassung Seite 16
6. Literaturverzeichnis Seite 17
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0. Einleitung
In dieser Arbeit gebe ich zuerst einen theoretischen Überblick, sowohl über den Kulturbegriff und das interkulturelle Lernen als auch über den Einsatz und die Analyse von Filmen. Dabei werden Fragen geklärt wie: Welche Vorzüge hat der Einsatz dieses Mediums und wie kann man es im Unterricht verwenden. Der Hauptteil liegt auf der Einbettung von Braveheart, als Filmbeispiel, in eine Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung der Aspekte interkulturellen Lernens. In meinen Ausführungen zur Theorie und Praxis des Films habe ich mich vor allen Dingen auf den Aufsatz von Carola Suhrkamp gestützt, da dieser einen sehr guten Überblick bietet.
1. Kultur und Interkulturelles Lernen - ein Überblick
Da die Kultur des fremden Landes beim Interkulturellen Lernen eine wichtige Rolle spielt, möchte ich zuerst auf die wichtigsten Ansätze einer Definition eingehen.
Der Landeskunde geht es vor allem um die „Völkerverständigung“, was aber oft hieß, dass Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern hergestellt wurden, so dass die Fremdheit gar nicht wirklich zum Ausdruck kam oder es wurde der Versuch unternommen, das fremde Land als Vorbild hinzustellen und es daher durchweg positiv zu bewerten (Bechtel 2003, 44/45). Der Landeskunde kam es aber auch darauf an, den Schülern Grundkenntnisse über die geographischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekte zu vermitteln, ohne die ein Schüler nicht über die Kultur eines Landes reden kann. Landeskundliches Wissen ist daher immer noch wichtig, auch wenn heutiger Kulturunterricht sehr viel Wert auf die Vermittlung von alltagstauglichen Situationen und Kommunikationen legt.
Die eigene Kultur bildet für die Schüler dabei eine Art „Referenzsystem“, das ihre Wahrnehmungen gegenüber dem fremden Land prägt, ihre Erwartungen steuert und an dem sie ihr Verhalten ausrichten (Bechtel 2003, 51). Interkulturelles Lernen findet dann statt, wenn „eine Person bestrebt ist, im Umgang mit Menschen einer anderen Kultur, deren spezifisches Orientierungssystem der Wahrnehmung, des Denkens, Wertens und Handelns zu verstehen, in das
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eigenkulturelle Orientierungssystem zu integrieren und auf ihr Denken und Handeln im fremdkulturellen Handlungsfeld anzuwenden“ (Bechtel 2003, 53).
Beim Interkulturellen Lernen sind vor allem fünf Dinge wichtig. Es sollte lernerorientiert sein, kontrastiv, sprachbezogen, prozessbetont und nichtinhaltsfixiert sein. Der erste Punkt, lernerorientiert, heißt, dass die Lehrkraft sich an den Erwartungen und Erfahrungen des Schülers orientiert. Dieser kann sich somit sofort in den Prozess des interkulturellen Lernens integrieren und die Lehrkraft schafft über die eigene Kultur des Lernenden einen persönlichen Zugang zur fremden Kultur. So soll es beim „interkulturellen Ansatz nicht mehr zu einer möglichst unauffälligen Anpassung des Lerners an die Zielkultur unter Ausblendung seiner eigenkulturellen Prägung kommen, sondern der kulturelle Hintergrund des Lerners soll in die interkulturelle Kommunikationssituation bewusst eingebracht werden“ (Bechtel 2003, 55).
Der Kritikpunkt an der Landeskunde, dass zuviel versucht wird, Gemeinsamkeiten herzustellen, ist mit dem Aspekt „kontrastiv“ abgedeckt. Hierbei geht es darum, dass sich der Lernende aktiv mit seiner eigenen und der fremden Wirklichkeit auseinander und zueinander in Beziehung setzt.
Die Lehrkraft sollte vor allem darauf achten, dass dem Schüler auch immer die spezifischen Unterschiede der fremden Sprache und Kommunikation bewusst werden, weshalb Interkulturelles Lernen als sprachbezogen bezeichnet wird.
Die beiden letzten Punkte „prozessorientiert“ und „nicht-inhaltsfixiert“ beziehen sich auf das Wissen, welches beim interkulturellen Lernen vermittelt wird. Zwar ist es unabdingbar, dass bestimmte Grundkenntnisse erworben werden, aber der Lernende muss auch Gelegenheit haben, sich mit den Bedeutungen seines neuen Wissens auseinander setzen zu können. Der Lernende befindet sich also in einem Prozess, in dem er eigenes und fremdes in Beziehung setzt. Interkulturelles Lernen kann daher nicht auf den Inhalt fixiert sein, da sich dieser fortwährend ändern kann.
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Interkulturelles Lernen versucht sich vorwiegend an einer Verbindung zur „Alltagskultur“ des Lerners. Wichtige Kategorien nach Bechtel sind Stereotype, Abweichungen im Verständnis von Raum und Zeit, das Verhältnis zwischen Privat und Öffentlich, kommunikative Stile und Missverständnisse. Hieraus lassen sich für den Lerner Motivationen herstellen, sich mit der fremden Kultur in Beziehung zu setzen.
Dabei können gerade Stereotype bewusst zur Provokation eingesetzt werden, um Kulturunterschiede deutlich zu machen oder auch auf die Eigenheiten des eigenen Landes, wie es im Ausland gesehen wird, einzugehen. Die Unterschiede zwischen Raum und Zeit, zum Beispiel Öffnungszeiten, sind vor allem wichtig, wenn sich der Lernende in dem fremden Land aufhält. Gerade auf so eine Situation sollte der Fremdsprachenunterricht unter anderem hinarbeiten. Hier kommt es dann darauf an, Gelerntes in einer richtigen Gelegenheit auch einsetzen zu können. Auch das Verhältnis zwischen Privat und Öffentlich (Siezen und Duzen etc.) und die kommunikativen Stile (Länge der Pausen, Lautstärke etc.) sind wichtig für den reellen Umgang im fremden Land. Missverständnisse werden dagegen nie ganz ausgeräumt werden können; viele sind aber durch einen guten fremdsprachlichen Unterricht vermeidbar.
2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht
In dem Artikel von Suhrkamp, auf den ich mich im Wesentlichen stützen möchte, wird eine sehr übersichtliche Zusammenfassung für die Verwendung von Filmen im Englischunterricht gegeben. Es handelt sich um eine Textsorte, die den Lernenden aus ihrer Freizeit bekannt ist und womit sie somit keine Schwierigkeiten bei der Rezeption haben dürften. Allerdings muss der Lehrer gleich zu Beginn die Unterschiede zwischen dem „normalen“ Schauen eines
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Arbeit zitieren:
Franziska Hill, 2006, Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht am Beispiel von "Braveheart", München, GRIN Verlag GmbH
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