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2.1) Prognose in Bezug auf unseren Kunden 12
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Nach dem Entschluss mit einem Fitnesstraining zu beginnen, besteht die erste Aufgabe des Trainers, mit Hilfe des Kunden, in der Erstellung eines individuellen Trainingsplanes. Dazu benötigt der Trainer ausführliche Daten über seinen Kunden. Dies sind zu einem personenbezogene Daten und zum anderen Vorstellungen und Ziele des Kunden, bezogen auf sein späteres Training und dessen Wirkung. Je mehr Daten dem Trainer vorliegen, desto besser kann die spätere Planung erfolgen. Wichtige Faktoren, die die Trainingssteuerung positiv wie negativ beeinflussen können, werden festgehalten. 1.) Diagnose allgemeine Parameter:
¾Alter ¾Geschlecht ¾Größe ¾Körpergewicht ¾Trainingsziel ¾Momentane sportliche Aktivität ¾Persönlicher Einsatz und Motivation
spezielle Parameter:
¾Blutdruck ¾Ruhepuls ¾Gesundheitsbeschwerden
Jeder dieser Parameter wirkt sich auf die Trainingsplanung aus - sie sind die Grundvoraussetzung für eine effektive Trainingssteuerung.
Das $OWHU gibt Aufschluss über die Zielgruppe, sowie die Belastbarkeit des aktiven
und passiven Bewegungsapparates. Beides muss bei der Gestaltung des Trainingsplanes berücksichtig werden.
Dem *HVFKOHFKW schreibt man deshalb eine große Bedeutung zu, da sich Frauen und
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Männer Im Herz-Kreislaufbereich zwar nur minimal unterscheiden, im Bezug auf die Skelettreife, dem Anteil der Muskulatur und des Körperfettes tun sich aber erhebliche Differenzen auf.
Die *U|H des Kunden wird zur Einstellung der Geräte und im Bezug zum .|USHUJHZLFKW bei der Fettanalyse benötigt.
Das 7UDLQLQJV]LHO selbst ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Trainingsplanung.
Zu beachten ist jedoch bei der Zielsetzung, ob das Ziel:
¾realistisch
Ein unerreichbares, unrealistisches Ziel wirkt sehr demotivierend. Der Kunde muss seinen Erfolg messen können, um sich auch selbst motivieren zu können.
Um die gesetzten Ziele auch zu erreichen, darf der SHUV|QOLFKH(LQVDW] natürlich nicht
ausbleiben. Die Angaben über die Trainingshäufigkeit pro Woche und die jeweilige Trainingsdauer sind schließlich das Grundgerüst jeder Trainingsplanung.
Bei der Frage nach der PRPHQWDQHQVSRUWOLFKHQ$NWLYLWlW bekommt der Trainer vor
der Ausführung des Eingangstestes einen ungefähren Eindruck über die derzeitige Leistungsfähigkeit des Kunden. Je nach Leistungsniveau sollte andere Schwerpunkte gesetzt werden. Bei Anfänger zum Beispiel sollte ein allgemeines und leichtes Training im Vordergrund stehen, damit der Kunde sich mit den Geräten erst einmal vertraut machen kann. Bei Kunden die schon gewisse Vorrausetzungen mitbringen, können spezifischere und intensivere Trainingspläne erstellt werden.
Von großer Bedeutung für die Trainingsplanung sind die speziellen Parameter. Hierbei geht der Trainer genauer auf die Gesundheit des Kunden ein. Es ist wichtig zu wissen,
ob z.B.: Probleme wie hoher %OXWGUXFN, Schäden an der Hals-, Brust- oder
Lendenwirbelsäule vorliegen, oder ob das Mitglied Entzündungen bzw. Erkrankungen an den Gelenke hat, die eine mögliche Bewegungseinschränkung verursachen würden.
Sind die allgemeinen und speziellen Parameter bekannt, und bestehen keine gesundheitlichen Bedenken die gegen ein Fitnesstraining sprechen, führt man nun den Einganstest durch. Der Eingangstest beinhaltet neben den allgemeinen und speziellen Parameter auch noch folgende Daten:
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.|USHUIHWWDQWHLO:
Der Körperfettanteil wird elektronisch ermittelt. Dabei werden Elektroden auf Hand-und Fußrücken angebracht und es wird Strom durch den Körper geleitet. Anhand des gemessenen Widerstandes, der Körpergröße und dem Körpergewicht kann man mit dieser Methode neben dem Körperfettanteil auch das Körperwasser und die Muskelmasse ermitteln.
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Der Beweglichkeitstest beinhaltet die Brust, die Hüft- Beinbeuger, den Beinstrecker und die Wadenmuskulatur. Es werden bestimmte Übungen durchgeführt um die Beweglichkeit zu testen. Dadurch kann auf mögliche Einschränkungen im Bewegungsablauf geschlossen werden.
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Der Ausdauertest gibt dem Trainer ein Bild über den momentanen Leistungsstand des Kunden. Vor Beginn des Testes werden Ruhepuls und Blutdruck notiert. Als Ruhepuls bezeichnet man den Puls, der nach dem aufstehen gemessen wird. Da aber selten ein Kunde früh morgens seinen Puls misst, ist für uns der Tagespuls entscheidend. Der Tagespuls sollte zwischen 60 und 80 Schlägen / Minute liegen. Eine Möglichkeit die Ausdauerleistung zu ermitteln bietet der PWC-Test, der nachfolgend erläutert wird. Als Trainingsgerät dient das Fahrradergometer.
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Beim PWC-Audauertest versucht man die Wattzahl zu ermitteln, die wahlweise bei einem Puls von 130, 150 oder 170 Schlägen/Minute geleistet wird. (Der Wert von 170 Schlägen die Minute wird hier weggelassen, da nur wenige der Mukus anfangs so belastbar sind) Begonnen wird mit der Wattzahl aus Tabelle 1, die dem ungefähren Leistungsniveau des Kunden entspricht. Diese Wattzahl erhöht man alle zwei Minuten um z.B.: 25 Watt. Watt und Pulszahl vor und nach der Erreichung von 130, 150 Schlägen/Minute werden festgehalten. Nach folgender Formel wird der PWC-Wert berechnet:
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PWC= W1 + (W2-W1)*((P-P1)/(P2-P1)) wobei
W1= Wattzahl kurz vor Erreichen einer Herzfrequenz von 130, 150 Schlägen/Minute
W2= Wattzahl kurz nach Erreichen einer Herzfrequenz von 130, 150 Schlägen /Minute
P1= Pulswert kurz vor Erreichen einer Herzfrequenz von 130, 150 Schlägen/Minute
P2= Pulswert kurz nach Erreichen einer Herzfrequenz von 130, 150 Schlägen/Minute P= wahlweise 130 oder 150
Das Ergebnis wird durch das Körpergewicht geteilt und dann mit den Werten aus Tabelle 2 verglichen.
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Tabelle 1: Ausgangswerte für unterschiedliche Leistungsstufen
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Tabelle 2: Leistungsstand PWC 130/150 bei Frauen und Männern
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Vorbemerkung:
Wie anhand des Bogens, auf nachfolgender Seite, zu erkennen weist unser Kunde keine gesundheitlichen Probleme auf. Weiterhin wurde im persönlichen Gespräch herausgefunden, das der Kunde schon seit 2 Jahren in einem Fitnessstudio trainiert hat, und dies auch regelmäßig getan hat. Er kann daher nach dem ILB-Grobraster als Fortgeschrittenen eingestuft werden. Der Kunde spielt auch regelmäßig Basketball und hat daher schon zwei Bänderrisse im rechten Fuß hinnehmen müssen. Aktuell liegen aber keine Beschwerden vor. Weiterhin hat er Kunde den Wunsch geäußert 3 x die Woche etwas tun zu wollen, welches aber den Rahmen von maximal 180 Minuten inklusive Duschen und umziehen nicht sprengen sollte.
7
(LQJDQJVWHVW
Zuerst wird vor dem Training der aktuelle .|USHUIHWWJHKDOW gemessen. Die
Ergebnisse dieser Untersuchung sehen folgend aus.
Wie zu erkennen liegt der Körperfettanteil bei 17,9 %, ist also leicht erhöht, was auf eine schlechte Ernährungsgewohnheit, wie im nach hinein erfahren, zurück zu führen ist. Regelmäßiger Besuch einer führenden Fast-Food-Kette, Döner und Pizza sind bei dem Kunden normal.
Als nächstes folgt nun der %HZHJOLFKNHLWVWHVW, die Ergebnisse werden kurz
zusammengefasst:
¾Brustmuskulatur: leichte Verkürzung
¾Hüftbeuger: keine Verkürzung
¾Beinbeuger: starke Verkürzung , zurückzuführen auf übermäßiges
Beinstreckertraining für die Sprungkraft beim Basketball
¾Beinstrecker: keine Verkürzung ¾Wadenmuskulatur: keine Verkürzung
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'DWXP
PWC = W1 + (W2-W1)*((P-P1)/(P2-P1))
= 105 + (120-105)*((130-128)/(135-128))
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Arbeit zitieren:
Jean-Philipp Berfeld, 2002, Fitnesstrainer B-Lizenz, München, GRIN Verlag GmbH
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