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1. Einleitung - Was sind Systemtheorien?
2. Talcott Parsons: Theorie sozialer Systeme
2.1 Parsons Handlungsbegriff
2.2 Das allgemeine Handlungssystem (AGIL-Schema)
2.3 Gesellschaft als Sozialsystem
3. Niklas Luhmann: Sozialsysteme als selbstreferentielle Systeme
3.1 Selbstreferentielle Systeme
3.2 Sozialsysteme als selbstreferentielle Systeme
3.3 Luhmanns Theorie der Gesellschaft
4. Vergleichende Betrachtung der beiden Systemtheorien Literaturverzeichnis
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Die vorliegende Hausarbeit hat die Theorien sozialer Systeme von Talcott Parsons und Niklas Luhmann zum Gegenstand. Beginnend mit Parsons werde ich auf ihre systemtheoretischen und ihre daraus resultierenden gesellschaftstheoretischen Annahmen eingehen. Abschließend erfolgt ein Vergleich der beiden Theorien und ihrer gesellschaftstheoretischen Annahmen. Vorab einige Bemerkungen zu Systemtheorien im Allgemeinen:
Als ein System gilt alles das, worauf die Unterscheidung von innen (System) und außen (Umwelt) anwendbar ist. Dahinter steht die Annahme einer Differenz von System und Umwelt. Systeme bestehen jedoch nicht an sich, sondern sie sind Resultate von wirklichen Beobachtungen als Unterscheidungen und Bezeichnungen des Unterschiedenen eines Beobachters (Krause, 1996, S. 161). Für Wiswede (1998, S. 108-109) ist ein System ein geordnetes Ganzes, dessen Teile miteinander in Wechselbeziehung stehen. Die soziologischen Systemtheorien erklären das Verhalten von einzelnen aus dem jeweiligen Systemzusammenhang. Sie betrachten elementare soziale Einheiten wie soziale Handlungen, Kommunikationen, Interaktionen etc. nicht isoliert, sondern stellen sie in den strukturellen und funktionalen Rahmen eines Systemzusammenhangs. Es sind also die sozialen Systeme, wie Gesellschaften, Familien, Vereine, Betriebe, Glaubensgemeinschaften etc., die die Gemeinsamkeit des Handelns organisieren und so sozialen Prozessen eine Gestalt, eine Struktur geben (Kneer & Nassehi, 1993, S. 29-30).
Sowohl Parsons als auch Luhmann haben ihre Vorstellungen über die grundsätzliche Beschaffenheit von sozialen Systemen aus allgemeineren systemtheoretischen Diskussionen bezogen, die durch Kybernetik, Biologie, Neurologie und weitere Disziplinen vorangetrieben worden sind (Schimank, 1996, S. 137). Bei beiden sind differenzierungstheoretische Überlegungen Bestandteil einer umfassenden Gesellschaftstheorie, die ihrerseits in eine allgemeine Theorie des Sozialen eingebettet ist (Schimank, 1996, S. 81).
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Talcott Parsons gilt als Hauptvertreter und Begründer der soziologischen Systemtheorien (Morel u. a., 1999, S. 148). Dieses Kapitel befaßt sich mit seiner handlungstheoretischen Systemtheorie im Allgemeinen und mit ihrem Bezug auf Gesellschaften.
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Parsons betrachtet Handeln als eine Aktivität, die immer in soziale Bezüge eingebunden ist. Ausgangspunkt für Parsons ist der allgemeine Handlungsakt (unit act). Mit diesem beschreibt er, was für jede Handlung charakteristisch ist: Demnach beinhaltet jedes Handeln immer eine handelnde Person (actor) und ist immer auf ein bestimmtes Ziel hin ausgerichtet. Zur Begrenzung von Instinkten setzt Handeln immer eine innere Bereitschaft (effort) des Handelnden voraus. Ferner ist Handeln immer in eine Situation eingebunden; d.h. Handeln findet unter bestimmten äußeren Rahmenbedingungen statt. Bestandteile dieser Bedingungen sind sowohl andere Handelnde als auch nicht-soziale Objekte, diese umfassen alle äußeren, natürlichen Gegebenheiten und die biologischen Voraussetzungen der Handelnden (Maindok, 1998, S. 78).
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Mit dem allgemeinen Handlungssystem -gebräuchlich ist auch die Bezeichnung AGIL-Schema- entwickelt Parsons ein Konzept, welches den Handlungsbegriff und systemtheoretische Annahmen miteinander verknüpft (Maindok, 1998, S. 81). Der Geltungsbereich seines Schemas erstreckt sich von Dyaden über Kleingruppen und Organisationen bis hin zu ganzen Gesellschaften (Schimank, 1996, S. 94). Das AGIL-Schema geht davon aus, daß Handlungssysteme als umweltoffene Systeme sowohl ihr äußeres Verhältnis zur Umwelt als auch ihr Verhältnis zu sich selbst so gestalten müssen, daß Systemreproduktion gewährleistet ist. Des weiteren müssen Handlungssysteme, da sie zielorientiert sind, sowohl zukunftsbezogen die Mittel ihrer Zielverfolgung beschaffen als auch gegenwartsbezogen Ziele erreichen. Diese beiden Differenzen Außen-/Innenbezug und Zukunfts-/Gegenwartsbezug ergeben kombiniert vier grundlegende funktionale Erfordernisse: Mit `Adaption` ist gemeint, daß ein Handlungssystem sich an seine Umwelt anpassen muß, um aus dieser Mittel seiner Zielverfolgung mobilisieren zu können. Des weiteren muß ein Handlungssystem seine in der Umwelt selbstgesetzten Ziele verfolgen und erreichen -`goal
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Arbeit zitieren:
Oliver Goebel, 2002, Parsons und Luhmanns Systemtheorien im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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Der Strukturfunktionalismus von Talcott Parsons - Von der Handlungsthe...
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