2
Gliederung
Gliederung 2
1 Gegenüberstellung Phonologie / Phonetik 2
2 Der Sprechapparat 3
2.1. Subglottale Organe 3
2.2 Supraglottale Organe. 4
3 Lautbildung. 7
3.1. Vokale. 7
3.2 Konsonanten. 8
4 Lautschrift. 9
5 Bibliographie 12
1 Gegenüberstellung Phonologie / Phonetik
Phonologie und Phonetik sind beides Teile der Lautlehre, die wiederum dem Gebiet
der allgemeinen Linguistik angehört.
Die Phonologie beschäftigt sich mit der Analyse von Lauten hinsichtlich ihrer
Funktionalit ät, d.h. hinsichtlich ihrer Fähigkeit sprachliche Zeichen zu differenzieren.
Sie zerlegt Laute in ihre distinktiven Komponenten. Diese kleinsten,
bedeutungsunterscheidenden Einheiten bezeichnet man als Phoneme.
vgl. Pöckl et al. 2003: 82
Im Gegensatz zur Phonologie, die sich mit Lauten als Einheiten im System einer
Sprache befasst, betrachtet die Phonetik Laute unabhängig von solchen
System überlegungen.
Die Phonetik ist die Lehre der von den Menschen hervorgebrachten Laute.
Artikulierte Laute werden mit natuwissenschaftlichen Methoden, d.h. beispielsweise
durch Experimente, als konkrete physikalische Erscheinungen untersucht und
beschrieben. Die Phonetik wird in drei Teilbereiche eingeteilt. Am wichtigsten ist die
artikulatorische Phonetik, die sich mit der Bildung von Sprachlauten durch die
Sprachorgane beschäftigt. Die akustische Phonetik untersucht die physikalischen
Vorgänge bei der Übertragung von Schallwellen (Lautstärke, Frequenz, Klangfarbe
und Tonhöhe), wohingegen die auditive Phonetik sich mit dem Empfang der Laute
über das menschliche Gehör befasst.
vgl. Pöckl et al 2003: 5ff
3
2 Der Sprechapparat
Im Rahmen der bereits erwähnten artikulatorischen Phonetik spielt der Sprechapparat eine wichtige Rolle. Er umfasst alle Organe, die für die Lautbildung von Bedeutung sind. Man kann ihn in zwei gößere Teilbereiche gliedern.
2.1. Subglottale Organe
Zu den subglottalen Organen zählen all jene Organe, die unterhalb der Stimmritze (lat. glottis) liegen. Dazu gehören die Lunge, das Zwerchfell, die Luftröhre und der Kehlkopf.
Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe bei der Lautbildung, da sie dafür sorgt, dass beim Ein- und Ausatmen ein Luftfluss entsteht, durch den letztendlich Laute gebildet werden können. Das Zwerchfell ist ein Organ, das aus Muskeln und Gewebe besteht und die Bauchhöhle von der Brusthöhle separiert. Beim Einatmen spannt sich das Zwerchfell an, um die Lungenflügel zu dehnen und ermöglicht es dem Körper so Luft aufzunehmen. Die Luftröhre stellt die Verbindung zwischen dem Kehlkopf und den Bronchien dar. Durch sie fließt die Luft bei der Atmung. Am oberen Ende der Luftröhre befindet sich der Kehlkopf. Dieser ist sehr komplex aufgebaut. Für die Stimmbildung wichtig sind die in ihm befindlichen Stimmlippen und deren Funktion. Sie sind am Schildknorpel, welcher auch als Adamsapfel bezeichnet wird, befestigt. Je nach dem Anspannungsgrad der Stimmlippen variieren Tonhöhe, Lautstärke und Sprechstimmlage des Menschen. Konsonanten kann man durch Untersuchung der Schwingungen der Stimmlippen in stimmlose und stimmhafte Kategorien aufteilen. (Genauere Erläuterungen hierzu folgen unter Punkt 3.1). Die Stimmritze ist der Raum zwischen den Stimmlippen. Je nach Art der verschiedenen Sprachlaute ändert sich ihre Weite, d.h. ihr Öffnungsgrad. Allgemein wird bei den Sprachlauten zwischen Geräuschlauten und Klanglauten unterschieden. Bei ersteren zeigen die Stimmlippen keine Aktivität, die Stimmritze ist also komplett geschlossen. Diese Stellung wird als Phonationsstellung bezeichnet. (So bei der Artikulation stimmloser Konsonanten, wie z.B. beim Phonem [s] im Wort Haus).
Beim Atmen hingegen ist sie geöffnet; durch die Schwingungen der Stimmlippen entstehen Klanglaute. Folgende Graphik veranschaulicht beide Situationen:
4
Abb. 1: Stimmritze geöffnet / geschlossen
Quelle: http://www.vocalis-projekt.de/html/stimme/anatomie.htm
Das letzte fehlende Organ ist der Kehlkopfdeckel, welcher bei Schluckvorgängen die Luftröhre verschließt und so die direkt dahinter befindliche Speiseröhre öffnet. Dies erklärt zum Beispiel, warum man nicht gleichzeitig schlucken und sprechen kann.
Es gibt zwei verschiedene Atemtechniken: die Hochatmung und die Bauchatmung. Letztere wird von Babys aufgrund eines natürlichen, angeborenen Reflexes automatisch praktiziert. Erwachsene Menschen hingegen wenden oft fälschlicherweise die Hochatmung an; erkennbar durch Hebung und Senkung des Schulterbereichs bei jedem Atemzug, man sagt auch, sie atmen durch die Brust. Jedoch wäre es deutlich gesünder und schonender aus dem Bauch zu atmen. Bei der Bauchatmung verursachen die angespannten Bauchmuskeln eine Senkung des Zwerchfells, was dazu führt, dass sich die eingeatmete Luft im gesamten Bereich der Lungen verteilen kann und so der obere Brustbereich entspannt bleibt. Lehrer, Schauspieler und auch besonders Sänger müssen deshalb diese Atemtechnik beherrschen, um ihren Beruf problemlos ausüben zu können. vgl. http://www.vocalis-projekt.de/html/stimme/anatomie.htm
2.2 Supraglottale Organe
Zu den supraglottalen Organen zählen all jene Organe, die oberhalb der Stimmritze liegen. Hierbei differenziert man zwischen den beweglichen Artikulationsorganen, zu denen die Zunge, die Lippen sowie allgemein der gesamte Unterkiefer gehören und den unbeweglichen Artikulationsstellen. Letztere umfassen den Gaumenbereich mit Zahndamm und Zähnen.
Arbeit zitieren:
Katharina Kaiser, Anna Katharina Braune, 2006, Lautlehre: Phonetik und Phonologie, München, GRIN Verlag GmbH
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