Martin Frankenhauser Die Sparquote 29.05.2006
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Die Sparquote
1.0 Was ist Sparen, welche Bedeutung hat Sparen und was ist die Motivation der Sparer
Um festzustellen, was unter dem Begriff Sparquote zu verstehen ist, bedarf es zuallererst der Klärung des Ausdrucks. Der Duden beschreibt Sparen u.a. wie folgt: „Sparen bedeutet zunächst für jedes Subjekt das spart den Verzicht auf Konsum“ 1 . Anstatt zu konsumieren, werden die dazu benötigten Mittel gespeichert. Der Sparer oder die Sparerin nutzt beim Sparen die Speicherfunktion des Geldes. Sparen bedeutet jedoch keineswegs absoluten Konsumverzicht, da die Motivation der Sparer darin liegt, die generierten Mittel zu einem späteren Zeitpunkt für Konsumgüter oder Investitionsgüter auszugeben.
Die Motivation der sparenden Subjekte lässt sich in drei verschiedene Ziele differenzieren.
Zum einen besteht das Ziel des Vorsorgesparens. Hierbei spart das Subjekt, um sich vor Notlagen wie Krankheit oder Erwerbslosigkeit zu schützen. Als Vergleich kann das Eichhörnchen dienen, das einen Wintervorrat an Nüssen anlegt, um den Winter zu überstehen.
Des Weiteren kann der Sparer aufgrund der Motivation des Zwecksparens handeln. Hier spart das Subjekt, um später größere Anschaffungen wie z.B. ein neues Auto zu tätigen.
Der dritte Beweggrund des Sparers kann die Vermögensbildung sein. In diesem Falle wird gespart, um einen Wertgewinn zu erzielen bzw. das Kapital zu vermehren.
Zu beachten ist, dass eine 100%ige Differenzierung der Motivationsgründe nicht immer gegeben ist. Des Weiteren kann auch mehr als ein Ziel das Subjekt zur Bildung von Ersparnissen bewegen.
1 Vgl. Wissenschaftlicher Rat des Duden, Leitung Drosdowski G.: Deutsches Universal Wörterbuch A- Z, Duden, Mannheim 1989 S. 1425
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1.1 Was ist die Sparquote
Das Internetlexikon Wikipedia beschreibt die Sparquote wie folgt: „Mit Sparquote bezeichnet man in der Volkswirtschaftslehre den Anteil der Ersparnis am Einkommen.“ 2 Weiter wird auf die Differenzierung der Sparquote in die durchschnittliche Sparquote, die gesamtwirtschaftliche Sparquote und in die marginale Sparquote hingewiesen. Die gesamtwirtschaftliche Sparquote ist nach Diplom-Volkswirt Hermann Schenk ein Durchschnittswert des Teils des Einkommens der privaten Haushalte, der über Finanzdienstleistungsunternehmen an Kreditnehmer wie Unternehmer, Staat oder Ausland fließt und dort Investitionen finanziert. 3 Während die marginale Sparquote beschreibt, wie viel das Subjekt bei einer Einkommenserhöhung zusätzlich spart, spiegelt die durchschnittliche Sparquote zeitpunktbezogen wieder, wie viel Prozent des Einkommens der privaten Haushalte gespart wird. Diese Relation von Einkommen und Ersparnis lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen:
2 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Sparquote 29.05.2006
3 Vgl. Diplom-Volkswirt, Hermann Schenk, Mikroökonomie, Studienbrief der FH Riedlingen, Riedlingen
2005, S. 84
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1.2 Die Entwicklung der Sparquote in der BRD
Die Entwicklung der Sparquote seit 1980 wird in der folgenden Grafik veranschaulicht.
Im Jahre 1980 haben die privaten Haushalte 12,8% ihres Einkommens gespart. 1981 erreichte die Sparquote 13,6%, sank in den Folgejahren jedoch erheblich und betrug im Jahre 1983 noch 10,9%. Im Anschluss daran stieg die Sparquote, mit Ausnahme des Jahres 1989, kontinuierlich an und erreichte 1990 den maximalen Stand von 13,8%. In den folgenden neunziger Jahren nahm die Sparquote immer weiter ab, bis sie schließlich im Jahr 2000 ihren Tiefstand von 9,2% erfuhr. Seit diesem Zeitpunkt wächst der Anteil des gesparten Einkommens wieder an. Nach den neuesten Zahlen des Statischtischen Bundesamtes vom 10.05.2006 lag die Sparquote im 4. Quartal des Jahres 2005 bei 10,7% und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% angewachsen 4 .
4 _Vgl._https://www.genesis.destatis.de/genesis/online/Online;jsessionid=5633A2232945C22884C7D7
7C2641099E.tc2?operation=logon&xsloutput=Hauptmenu&onexception=logon&language=de&KENN UNG=GAST&PASSWORT=x
Arbeit zitieren:
Martin Frankenhauser, 2006, Die Sparquote, München, GRIN Verlag GmbH
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